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Wenn 67 Solisten zu einem Chor werden

Dr. Gabriel Isenberg und Steffi Isenberg aus dem Süden des Landkreises Vechta setzen ein besonderes Projekt um und veröffentlichen das Ergebnis auf YouTube. „Licht der Liebe“ ist der Titel des Liedes.

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Hochzufrieden: Dr. Gabriel Isenberg und seine Frau Steffi haben ein besonderes Chorprojekt umgesetzt. Foto: Schmutte

Hochzufrieden: Dr. Gabriel Isenberg und seine Frau Steffi haben ein besonderes Chorprojekt umgesetzt. Foto: Schmutte

6 Chöre aus Gehrde, Vörden und Damme leitet das Musikerehepaar Steffi und Dr. Gabriel Isenberg. Letzterer ist hauptamtlicher Kirchenmusiker der katholischen St.-Viktor-Pfarrgemeinde mit den Kirchorten Damme, Neuenkirchen, Osterfeine und Rüschendorf. Indes: Die Arbeit der Chöre ruht weitgehend.

Mit der Corona-bedingten Untätigkeit wollten sie sich nicht abfinden. 67 Mitglieder aus allen Chören nahmen einzeln ein von ihnen gesungenes oder gespieltes Lied auf. Am PC wurden alles zusammengefügt und auf YouTube eingestellt, wo das Ergebnis nun auf reges Interesse stößt.

„Licht der Liebe“ ist der Titel des Liedes und gleichzeitig des Projektes. „Das Lied handelt von Licht und Hoffnung. Darum passt es gut in diese dunkle und etwas trostlose Zeit“, begründet Steffi Isenberg die Auswahl. Die Isenbergs haben das Lied selbst gesungen, davon eine Aufnahme gefertigt und elektronisch an die Mitglieder der 6 Chöre gesandt.

Jüngster Sänger ist der 6-jährige Elias Isenberg

Mit Hilfe dieser Vorlage konnten die Chormitglieder das Lied in der richtigen Tonlage und passenden Geschwindigkeit einstudieren, eine Aufnahme davon machen und digital an das Musiker-Ehepaar zurücksenden. Die Isenbergs legten die einzelnen Stimmen am Computer quasi übereinander. Jüngster Sänger war übrigens der 6-jährige Elias Isenberg.

Abgerundet wurde das Ganze durch ebenfalls einzeln aufgenommene Instrumentalstimmen. In unzähligen Arbeitsstunden entstand so ein vielstimmiger, virtueller Chorgesang mit Instrumentalbegleitung.

Das mit Sequenzen von Lichtern und Bildern untermalte Video ist gut 2 Minuten lang und hörens- und sehenswert. Dieser Meinung sind auch etwa 1.800 Personen, die es bereits nach wenigen Tagen angeklickt hatten.

In den Chören wird Einzelstimmbildung angeboten

Nachdem die Isenbergs schon im Mai ein ähnliches Projekt mit dem Titel „Sonne im Mai“ angeregt und durchgeführt hatten, kam der Wunsch dieses Mal aus den Reihen der Chormitglieder. Es ist nach Meinung von Dr. Gabriel Isenberg eine gute Möglichkeit, um in der Zeit ohne Proben innerhalb der Chöre in Kontakt zu bleiben und das Gemeinschaftsgefühl zu stärken. An dem Projekt beteiligt waren die Chöre „Gehrder Stimmen“, Paulus-Chor Vörden, Chorgemeinschaft und Familienchor St. Viktor Damme, Kirchenchor Osterfeine und das überörtliche Vokalensemble Capella Vocale.

Um die Stimmen in der langen Zeit ohne Proben nicht völlig „einrosten“ zu lassen, wird in den Chören Einzelstimmbildung angeboten. Das eröffnet zudem die Möglichkeit, die einzelnen Chormitglieder noch besser kennenzulernen und deren Fähigkeiten einschätzen zu können. Das Niveau der Zeit vor der Pandemie könne mit Beginn der Probenaufnahmen schnell wieder erreicht werden, hoffen die Chorleiter. Bis es so weit ist, werde es noch einige Monate dauern, befürchten sie.

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