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Vorhang auf: Theaterverein Suhle geht in die 73. Saison

Mit "De Leiche ünnert't Laminat" feierte die Spielschar aus Suhle nach 3 Jahren Pause ihr Comeback. Die Laiendarsteller spielten im ausverkauften Dorfgemeinschaftshaus.

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In Szene gesetzt: (von links) Tante Trude (Doris Grüß) wird von Ludmilla (Anne Lüdeke) und Bertram (Benno Lübke) hofiert, um Heiko (Matthias Lübke) und Daniela (Martina Wichmann), die ihr eine Einliegerwohnung ausbauen wollen, zu verlassen. Foto: Landwehr

In Szene gesetzt: (von links) Tante Trude (Doris Grüß) wird von Ludmilla (Anne Lüdeke) und Bertram (Benno Lübke) hofiert, um Heiko (Matthias Lübke) und Daniela (Martina Wichmann), die ihr eine Einliegerwohnung ausbauen wollen, zu verlassen. Foto: Landwehr

Wenn es denn die Erbtante ist, die da unter der Beule im Laminat liegt, dann haben „Ludmilla“ und „Bertram“ eine Chance, an ihr Vermögen zu kommen und „Heiko“ und „Daniela“ ein Problem: Denn bei ihnen wohnt Tante Trude. Dass ein plattdeutsches Lustspiel noch andere Verwicklungen auf Lager hat und viele Überraschungen bietet, darauf darf sich der Besucher auch in Suhle einstellen. Hier startete der Theaterverein nach einer Pause von 3 Jahren unter der Regie von Beate und Martin Kathmann mit der Komödie „De Leiche ünnert't Laminat“ in drei Akten von Andreas Heck, in der plattdeutschen Fassung von Benita Brunnert in seine 73. Saison. Als Souffleuse fungiert Katharina Wienken, Conny Osterkamp sorgt für die Maske.

Zum ersten Mal traten die Akteure im neu gestalteten Dorfgemeinschaftshaus auf

Zudem feierte die Spielschar eine weitere Premiere: Zum ersten Mal traten die Akteure im neu gestalteten Dorfgemeinschaftshaus, in „use Schaule“ auf, wie die Suhler sie nennen. Auch die Bühne ist neu. „Ist das schön, euch von hier oben zu sehen“, freute sich der Vorsitzende des Theatervereins Suhle, Martin Kathmann, der auch als Co-Regisseur und Darsteller des Ladislaus agierte, über den bis auf den letzten Platz gefüllten Saal.

In der Geschichte von Andreas Heck „De Leiche ünnert't Laminat“ hat sich Heiko (Matthias Lübke) zusammen mit seiner Freundin Daniela (Martina Wichmann) ein preiswertes, aber auch sehr altes und sanierungsbedürftiges Haus gekauft, das die beiden jungen Leute nun renovieren. Dabei unterstützt sie der osteuropäische Universalhandwerker Ladislaus Kowalski (Martin Kathmann), für den es wichtig ist, dass eine Wunde zwar „desinfektioniert“ wird, dass aber vor allem die innere „Desinfektionierung“ stimmt. „Wir nehmen dazu Wodka“, so Ladislaus. Damit Heikos Tante Trude (Doris Grüß) nicht einsam ihren Lebensabend verbringen muss, darf sie bei dem Paar wohnen. „Hier wett nich knutscht, hier wett arbeitet“, befiehlt sie den jungen Leuten. Sobald alles fertig ist, soll sie eine kleine Einliegerwohnung beziehen. Leider entpuppt sich die Tante als wahrer Haustyrann und macht den beiden jungen Leuten das Leben schwer, zumal Trudes Nichte Ludmilla (Anne Lüdeke) vermutet, dass die beiden nur hinter dem Geld der Tante her sind. Sie versucht zusammen mit ihrem etwas schlichten Mann Bertram (Benno Lübke) alles, der Tante die Vorzüge des betreuten Wohnens nahezubringen und ihr Geld in die Hände zu bekommen. Plötzlich verschwindet Trude. Eine große Beule im Laminat unter dem Esszimmertisch, die sich trotz Ladislaus' Fähigkeiten gebildet hat, sorgt für Aufregung. Ludmilla und Bertram wittern dort die tote Tante Trude. Auch bei der Beamtin der Bauaufsichtsbehörde (Kerstin Wille) ist das Interesse geweckt. Ist Tante Trude wirklich „unterm Laminat“?

Der Suhler Spielschar sah man die Lust aufs Spielen nach der langen Pause an. Dabei war die Rolle des Ladislaus mit den vielen Kalauern, dem Wortwitz und mit allen Klischees, die möglich sind, Martin Kathmann auf den Leib geschneidert. Auch die anderen Schauspieler zeigten tolles plattdeutsches Theater, das jederzeit spannend war und die Zuschauer begeisterte, auch wenn die Handlung der 3-stündigen Aufführung im 3. Akt einige Längen hatte, die von den Suhlern gekonnt überspielt wurden.

  • Info: Weitere Aufführungen finden am Donnerstag (28. April), Freitag (29. April), 6. Mai (Freitag) und 13. Mai (Freitag), Mittwoch (4. Mai) und am 7. Mai (Samstag) sowie als Abschlussaufführung mit Tanz am 14. Mai (Samstag) jeweils um 19.30 Uhr statt.

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