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"Vergiss deinen Namen nicht – Die Kinder von Auschwitz": Meyers Buch erscheint in den USA und Großbritannien

Der Cloppenburger Autor und Journalist hatte das Werk 2015 in Deutschland veröffentlicht. Er bekam viel Lob und Unterstützung. Nun ist das Buch übersetzt worden.

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Das Buch von Alwin Meyer ist in den USA und Großbritannien erschienen.  Foto: Karel Pech

Das Buch von Alwin Meyer ist in den USA und Großbritannien erschienen.  Foto: Karel Pech

Immer weitere Kreise zieht das Wirken von Alwin Meyer. Der Cloppenburger Autor und Journalist widmet sich in verschiedenen Büchern und Ausstellungen dem Thema „Die Kinder von Auschwitz“. „Es begleitet mich seit Sommer 1972 bis auf den heutigen Tag intensiv“, sagt er.

Wie Meyer mitteilt, ist nun sein Buch „Vergiss deinen Namen nicht – Die Kinder von Auschwitz“ auch in Großbritannien und in den USA erschienen. Dabei handelt es sich um die englische Lizenzausgabe seines bisher umfangreichsten Buches, das 2015 erstmals in Deutschland publiziert wurde.

Auszeichnung und Förderung für das Buch

Hierfür gab es eine Auszeichnung und die jetzige Übersetzungsförderung in Höhe von 14.000 Euro durch den Börsenverein des Deutschen Buchhandels, die Fritz-Thyssen-Stiftung, den Wissenschaftsfonds der VG WORT und das Auswärtige Amt. Eine weitere Förderung erhielt das englischsprachige Buch vom Goethe-Institut und von Janek (Jack) Mandelbaum, der als 15-Jähriger unter anderem in ein Außenlager von Auschwitz verschleppt wurde und dort „unmenschliche, schwere“ Sklavenarbeit verrichten musste.

In seinem Antrag spricht der britische und US-amerikanische Verlag von einer „bahnbrechenden, ersten umfassenden Studie über das Trauma der in Auschwitz-Birkenau inhaftierten Kinder“. Diese würdige die Erfahrungen einiger der verletzlichsten Opfer der nationalsozialistischen Verfolgung und bewahre ihre Stimmen davor, in der sozialen und historischen Vergessenheit zu verschwinden.

Das Konzept und sein origineller Ansatz fänden großen Widerhall in einer Zeit, in der die Tage gezählt sind, in denen man sich von Angesicht zu Angesicht mit Menschen auseinandersetzen kann, die den Holocaust und die nationalsozialistische Besetzung Europas aus erster Hand erlebt haben. Neben der Veröffentlichung in Großbritannien und den USA ist Meyer mit einem Werk auch in den Niederlanden vertreten. Dort erschienen ist nun die Übersetzung „Mama, ik hoor je – Moeders en kinderen in Auschwitz“.

Ausstellungen stehen an mehreren Standorten

Neben der Literatur ist Meyer mit seinen insgesamt sechs Ausstellungen unterwegs. Eine wird im Januar und Februar 2023 im Städtischen Museum Saarlouis gezeigt. Dabei handelt es sich um die Ausstellung, die erstmals im September und Oktober 2017 in der Katholischen Akademie Stapelfeld mit großer Publikumsresonanz gezeigt wurde.

Ein weiteres Exemplar wird bis Mitte des kommenden Jahres unter anderem in der Gedenkstätte „Goldener Löwe“ in Eisenach gezeigt. „Dort habe ich die Ausstellung mit einem illustrierten Vortrag eröffnet“, berichtet Meyer. Präsentiert werden seine Arbeiten ebenfalls in der Gedenkstätte „Tivoli“ in Gotha (September 2022), im Landtag von Thüringen in Erfurt (Oktober und November 2022), im Rathaus der Bachstadt Arnstadt (Januar und Februar 2023) und im „Haus der Demokratie“ in Berlin im März und April 2023.

„Mit seinen Recherchen, seinen Büchern und Ausstellungen hat Alwin Meyer den Forschungsarbeiten über die Geschichte von Auschwitz entscheidende Kapitel hinzugefügt.“Christoph Heubner, Exekutiv-Vizepräsident des Internationalen Auschwitz-Komitees

Mit seiner aufklärenden Arbeit sorgt Meyer unterdessen national wie international für Aufsehen. „Mit seinen Recherchen, seinen Büchern und Ausstellungen hat Alwin Meyer den Forschungsarbeiten über die Geschichte von Auschwitz entscheidende Kapitel hinzugefügt“, schreibt zum Beispiel Christoph Heubner, Exekutiv-Vizepräsident des Internationalen Auschwitz-Komitees.

Vor allem habe er aber als Deutscher versucht, Menschen gerecht zu werden, die von Deutschen gequält und ermordet wurden. Seine Versuche würden über viele Jahrzehnte hinwegreichen und sie seien auch Versuche, sich jenen entgegenzusetzen, die einen Schlussstrich ziehen wollen. „Die Geschichte der Menschen, von denen er erzählt, gehören in den Kanon der Menschheitsgeschichte“, so Heubner weiter.

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