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Van Gogh prägt Peter Rüwe seit seiner Kindheit

Ein Besuch als Zwölfjähriger in Amsterdam hat Peter Rüwe seinerzeit fasziniert. Seitdem widmet er sich der Kunst. In Cloppenburg ist er aktuell mit einer Werkschau vertreten.

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Bei der Ausstellungseröffnung „Urformen“ in der Kunsthalle Cloppenburg gab der in Löningen lebende und arbeitende Künstler Peter Rüwe (rechts) auch humorvolle Einblicke seines künstlerischen Schaffens. Links der Vorsitzende des Kunstkreises Cloppenburg, Dr. Martin Feltes, der sich über die Anekdoten ebenso amüsierte wie die rund 50 Gäste.  &nbsp;Foto: Andreas Heidkamp <br>

Bei der Ausstellungseröffnung „Urformen“ in der Kunsthalle Cloppenburg gab der in Löningen lebende und arbeitende Künstler Peter Rüwe (rechts) auch humorvolle Einblicke seines künstlerischen Schaffens. Links der Vorsitzende des Kunstkreises Cloppenburg, Dr. Martin Feltes, der sich über die Anekdoten ebenso amüsierte wie die rund 50 Gäste.  Foto: Andreas Heidkamp

„Peter Rüwe ist ein bildender und kein abbildender Künstler“, charakterisierte der Vorsitzende des Cloppenburger Kunstkreises, Dr. Martin Feltes, den in Löningen lebenden und arbeitenden Künstler Peter Rüwe. Zusammen mit der Katholischen Akademie Stapelfeld und der Stadt Cloppenburg hatte der Kunstkreis Cloppenburg zu einer Ausstellungseröffnung mit den Gemälden des Malers und Bildhauers in die örtliche Kunsthalle eingeladen.

„Ein Künstler, der direkt vor unserer Tür wohnt und arbeitet und der es schon längst verdient hat, seine künstlerischen Werke im Rahmen einer Einzelstellung der Öffentlichkeit zu präsentieren“, sagte Feltes bei seiner Begrüßung.

Der Kunsthistoriker zeigte sich schon im Rahmen der Vorbereitung der Ausstellung und beim Besuch des Ateliers von Peter Rüwe „sehr beeindruckt von der Vielschichtigkeit seines künstlerischen Werkes, von der Originalität und der Authentizität seines künstlerischen Schaffens. Arbeiten, die sich mit Menschen, Natur und Tiere beschäftigen“, erläuterte Feltes die unter dem Titel „Urformen“ ausgestellten Werke.

Besuch in den ­Niederlanden als ­kreativer Anstoß

Einen Besuch als Zwölfjähriger in Amsterdam bezeichnete Rüwe als Schlüsselerlebnis in seinem Leben. Angeregt durch die Arbeiten der bedeutenden niederländischen Künstler waren es unter anderem die Farben von Vincent van Gogh, von denen sich Rüwe begeistert zeigte.

Vegetabile, geometrische und ornamentale Formen prägen ­seine Objekte, in denen ein lebendiger Rhythmus erkennbar sei und Begriffe wie Keimung, Wachstum und Entfaltung assoziieren ließen.

Durch den „geheimnisvollen Klang der Farben“, wie Feltes es beschrieb, stelle sich der Eindruck des Archaischen und Ursprünglichen ein, in dessen fruchtbarem Spannungsfeld von malerischen und zeichnerischen Elementen diese Urformen entstanden seien. Diese wiesen nach Aussage des Experten eine für ihn faszinierende Parallele zu den Pflanzenfotografien von Karl Bloßfeldt (1865-1932) auf, die als Vergleich zu den Arbeiten von Peter Rüwe zu sehen seien. Die Pflanzenaufnahmen von Karl Bloßfeldt, mit denen er als Begründer der neuen Sachlichkeit in der Fotografie gilt, zählen seit langem zu den Klassikern der Photoliteratur. Sie begründeten auch die heute noch wirksame Tradition der typologischen Photographie und des vergleichenden Sehens.

  • Info: Die Ausstellung kann bis einschließlich 27. September sonntags in der Zeit von 11 bis 18 Uhr und mittwochs von 15 bis 18 Uhr besichtigt werden.

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