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Uwe Oswald lotet mit seinen Kunstwerken Grenzen aus

Der Künstler stellt ab Sonntag (28. November) in der Lohner Wassermühle Zeichnungen, Holzskulpturen und Gemälde aus. Auf der Vernissage spricht Uwe Oswald selbst.

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Eines seiner Werke: Uwe Oswald zeigt unter anderem sein Gemälde "Am Wasser". Foto: Heinzel

Eines seiner Werke: Uwe Oswald zeigt unter anderem sein Gemälde "Am Wasser". Foto: Heinzel

Kraniche im Moor, ekstatische Tänzer und Anne-Sophie Mutter als Motiv einer Zeichnung samt Text: Drei Beispiele für die Kunstwerke, die Uwe Oswald aus Barnstorf in der Wassermühle in Lohne präsentieren wird. Der Kunstverein "Die Wassermühle" zeigt die Werkschau vom 28. November bis zum 2. Januar. Sie trägt den Titel "Innen- und Außenwelten" und wird am Sonntag (28. November) um 11 Uhr eröffnet. Der Künstler wird dann selbst eine Einführung in die Ausstellung geben.

Gezeigt werden Skulpturen, Malereien und erstmalig der "Schreib-Zeichen-Zyklus 2021". Je eine Zeichnung plus begleitendem Text sind im Verlauf eines Monats pro Tag entstanden. Inspiriert habe ihn der Alltag, genauer die Materialien des Alltags im Corona-Jahr, sagt Oswald. Begleitet werden sie jeweils von kurzen Prosastücken, in denen der Künstler seinen Arbeitsprozess beim Zeichnen beschreibt.

Schau soll überzeugenden Einblick in Werk geben

"Wir freuen uns, dass wir mit Uwe Oswald einmal mehr einen Künstler in den Fokus rücken können, der in unserer Nähe lebt und arbeitet. Die Ausstellung bietet Gelegenheit, den Facettenreichtum und die große Ausdruckskraft dieses Künstlers kennenzulernen und ermöglicht einen überzeugenden Einblick in sein Schaffen", formuliert es Dr. Gertrud Landwehr, die Vorsitzende des Kunstvereins Wassermühle.

Ekstatische Tänzer heißt ein weiteres Werk von Uwe Oswald. Foto: Heinzel"Ekstatische Tänzer" heißt ein weiteres Werk von Uwe Oswald. Foto: Heinzel

Uwe Oswald kommt aus Verden, lebt und arbeitet aber mittlerweile als freischaffender Bildhauer, Maler und Zeichner in Barnstorf im Landkreis Diepholz. Seine Malerei ist inspiriert von der Landschaft, in der er lebt. Als großer Naturfreund sei er nahezu jeden Tag in der Natur unterwegs, erzählt Oswald. Einmal sei er an einer Wiese vorbeigekommen, auf der ein Klavier-Flügel stand und aus dieser Inspiration entstand später das Bild "Am See". Das Bild indes lässt den Betrachter stutzen, denn es zeigt einen Flügel, der im See steht; ein Haus, welches mit Bäumen um die Aufmerksamkeit buhlt; einen Steg, der sich langsam auflöst.

„Ich versuche Grenzen auszuloten und arbeite gerne mit Irritationen.“Uwe Oswald

„Ich versuche Grenzen auszuloten und arbeite gerne mit Irritationen“, sagt Uwe Oswald. Ihm sei dabei die Auseinandersetzung mit dem Betrachter sehr wichtig. Für diesen könne er Interpretationsspielräume eröffnen und ihn so ein wenig lenken. Er führe den Besucher in Bereiche, in denen er "viel tun" müsse. Das bedeute, der Mensch trete hinzu, schaue sich das Kunstwerk an, vervollständige es in seinen Gedanken und werde so Teil des  Schaffensprozesses. Kunstkritiker Jürgen Weichardt formulierte es folgendermaßen: "Er malt höchst subjektive Eindrücke mit einer Neigung zur expressiven und schließlich auch abstrakten Bildauffassung."

Ekstatischer Tanz Frau und Mann
Foto: Heinzel
Die Zeichnung von Uwe Oswald zeigt Anne-Sophie Mutter
Foto: Heinzel
Uwe Oswald neben der Skulptur Mit seltenem Haustier
Foto: Heinzel
Das Bild Seltener Familienausflug 
Foto: Heinzel
Synchron
Foto: Heinzel

Ihm, so Oswald, der von 2011 bis 2016 Lehrbeauftragter an der Universität Vechta für Plastik, Zeichnung und Malerei war, sei es wichtig, sich nicht in ein Korsett pressen zu lassen. Er sei experimentierfreudig und arbeite mit Stein, mit selbst gegossener Bronze, mache Radierungen oder Texte. Er wechsle gern die Kunstformen. Dadurch habe er stets einen neuen, unverfälschten und neugierigen Blick auf den Herstellungsprozess und traue sich immer wieder etwas Neues zu. Kurz: Er fordere sich heraus, glaubt der Künstler. 

Bei seinen Skulpturen versuche er, das Innere nach Außen zu tragen. Die Spuren der Motorsäge etwa seien bewusst sichtbar, um den Herstellungsprozess zu zeigen. Eiche sei hierfür der perfekte Werkstoff. Wie das wirkt? Von Sonntag an können sich Besucher das ansehen.

  • Info: Geöffnet ist die Ausstellung mittwochs von 16 bis 18 Uhr; samstags von 16 bis 18 Uhr und sonntags von 11 bis 13 Uhr sowie von 15 bis 18 Uhr. Der Eintritt ist kostenlos. Weitere Informationen über die Homepage des Kunstvereins: www.kunstverein-wassermuehle.de

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