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Tom Gaebel bringt die Gefängnismauern der JVA für Frauen zum Swingen

Aller guten Dinge sind drei: Nach zwei pandemiebedingten Ausfällen ist Tom Gaebel am Freitagabend in der JVA für Frauen in Vechta aufgetreten – und das mit Erfolg.

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Brachte die Gefängnismauern zum Swingen: Tom Gaebel spielte am Freitagabend in der JVA für Frauen in Vechta. Foto: F. Wenzel

Brachte die Gefängnismauern zum Swingen: Tom Gaebel spielte am Freitagabend in der JVA für Frauen in Vechta. Foto: F. Wenzel

Beim zweiten von der Stadt Vechta veranstalteten Open-Air war am Freitagabend Tom Gaebel zu Gast in der JVA für Frauen in Vechta. Organisator Herbert Fischer versprach vor der Show ein 2-stündiges Superprogramm und hatte damit nicht zu viel versprochen. Die etwa 640 Zuschauer waren begeistert von Tom Gaebel und seinem Orchester.

Wer während des Konzertes die Augen schloß, konnte den Eindruck gewinnen, dass Ol'blue Eyes Frank Sinatra leibhaftig auf der Bühne stand. Tom Gaebels fulminante Stimme wurde dabei von seinem 12-köpfigen Orchester eindrucksvoll begleitet. Das Publikum wurde zu Beginn des Auftritts mit einem My-Way-Intro in die Welt des großen amerikanischen Entertainers geführt.

Es folgten die bekannten Klassiker wie „Fly Me To The Moon“, „That's Life“ oder „Come Fly With Me“, aber die größten Hits „New York, New York“ und „My Way“ hob sich Tom Gaebel für die Zugaben auf.

Doch es gab auch andere Töne. Tom Gaebel war sich vor der Show unsicher, ob ein Song wie „From Russia with Love“ zur Zeit akzeptabel ist. Zur großen Freude der Zuhörer hat er den Titelsong des gleichnamigen James Bond Films schließlich doch aufgeführt.

Foto: Frank Wenzel
Foto: Frank Wenzel
Foto: Frank Wenzel
Foto: Frank Wenzel
Foto: Frank Wenzel
Foto: Frank Wenzel
Foto: Frank Wenzel

Auch die Insassinnen lauschten dem Frank Sinatra Double

Unter großem Beifalls ging es danach in eine etwa halbstündige Pause. Aufgrund der immer noch sommerlichen Temperaturen im Innenhof der Haftanstalt erfreuten sich die Getränkestände daraufhin eines großen Andrangs.

Schon bei der Generalprobe am Nachmittag waren die etwa einhundert Insassinnen der Vollzugsanstalt ganz hingerissen vorn Tom Gaebels Frank-Sinatra-Interpretationen. Am Abend verfolgten viele der inhaftierten Frauen seinen Auftritt von einem Balkon aus und durch die Gitterstäbe ihrer Zellen. Auch ein Fernsehteam des ARD-Magazins „Brisant“ filmte vor Ort das Konzert im Knast.

Die vielen Überstunden der Mitarbeiter der JVA und auch die erheblichen Einschnitte im Anstaltsleben der einsitzenden Frauen haben sich gelohnt. Der erste Auftritt von „Tom Gaebel & His Orchestra“ war ein voller Erfolg uns sicherlich ein weiterer Höhepunkt in der Kulturwelt Vechtas. Auch bei dieses Event galt: Aller guten Dinge sind drei. Die ursprünglich geplanten Auftritte 2020 und 2021 mussten wegen der Corona-Pandemie zweimal verschoben werden.

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