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Tickets gibt's im freien Verkauf: Theaterring Lohne nimmt "Corona-Saison 2021/22" in Angriff

Der Verein setzt das bewährte System der Abonnements einmalig aus. Der Vorsitzende Stefan Middendorf sagt: "Wir wollen Kultur anbieten – in dieser Theatersaison aber in einem eingeschränkten Rahmen."

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Auch nach 400 Jahren hat diese Komödie nichts von ihrem Zauber verloren: Das Ensemble Persona aus München bringt in Koproduktion mit dem Scharoun-Theater Wolfsburg den Shakespeare-Klassiker „Ein Sommernachtstraum“ auf die Bühne. Foto: Bernt Haberland

Auch nach 400 Jahren hat diese Komödie nichts von ihrem Zauber verloren: Das Ensemble Persona aus München bringt in Koproduktion mit dem Scharoun-Theater Wolfsburg den Shakespeare-Klassiker „Ein Sommernachtstraum“ auf die Bühne. Foto: Bernt Haberland

Nein, die Corona-Pandemie ist noch nicht vorüber. Weiterhin gibt es Unwägbarkeiten, Einschränkungen und andere Hürden, die das kulturelle Leben auch in Lohne immens behindern. Doch getreu dem Queen-Hit „The show must go on“ nehmen die Verantwortlichen des Theaterrings Lohne den Neustart in Angriff.

Insgesamt 4 Stücke sollen in der Theatersaison 2021/22 zur Aufführung kommen. Den Auftakt macht das familienfreundliche Theatermärchen "Das tapfere Schneiderlein", anschließend folgen das Trauerspiel "Fräulein Julie", die romantische Komödie "Nathalie küsst" und der Shakespeare-Klassiker "Ein Sommernachtstraum". Der Theaterring-Vorsitzende Stefan Middendorf ist überzeugt: "Wir haben trotz aller Herausforderungen ein attraktives Programm auf die Beine gestellt."

Im „Tapferen Schneiderlein“ entführt das Theater Mimikri in eine Welt voller Riesen, Einhorngeflüster und Wildschweingalopp. Das Stück eignet sich für Kinder ab 5 Jahren.

Federleicht und mit feinem Humor: Peter Kremer und Ursula Buschhorn erzählen in Nathalie küsst von einer unverhofften zweiten Liebe. Foto: Marina MaiselFederleicht und mit feinem Humor: Peter Kremer und Ursula Buschhorn erzählen in "Nathalie küsst" von einer unverhofften zweiten Liebe. Foto: Marina Maisel

Schauplatz des Kammerspiels „Fräulein Julie“ ist die Gesindeküche eines Herrenhauses in Schweden während der Mittsommernacht. Es geht um die Überwindung gesellschaftlicher Grenzen, die letztlich auch Geschlechtergrenzen sind.

„Nathalie küsst“ basiert auf dem Erfolgsroman von David Foenkinos und dreht sich um eine unverhoffte Liebe. Mit Leichtigkeit und viel Humor wird gezeigt, wie wenig es darum geht, ob man äußerlich zusammenpasst, wenn Herz und Seele sich geborgen fühlen.

Besucherzahlen sind voraussichtlich eingeschränkt

Das Ensemble Persona schließlich greift den mehr als 400 Jahre alten Stoff des großen William Shakespeare auf. Die Münchener Schauspieler beeindrucken mit einer herausragenden Sprachbehandlung und einer unprätentiösen Spielweise.

Middendorf erinnert daran, dass die Theatersaison 2020/21 komplett ausfallen musste, weil damals die Bedingungen noch unkalkulierbarer gewesen seien. Jetzt existiert ein gewisser Rahmen, wenngleich Middendorf darauf hinweist, dass die Vorstellungen in diesem Herbst und Winter aller Voraussicht nach weiter nur mit eingeschränkter Besucherzahl und unter Einhaltung strikter Hygienekonzepte erfolgen können. Nach derzeitigem Stand bedeutet dies, dass dem Theaterring in der Aula des Gymnasiums lediglich 163 Plätze zur Verfügung stehen. 

Dies ist der Grund, weshalb der Verein sich nach Angaben des Vorsitzenden dazu entschlossen hat, die regulär 565 Abonnements auszusetzen und die Stücke ausschließlich im freien Verkauf anzubieten. Es gibt auch kein Vorkaufsrecht. "Sonst hätten wir auswählen müssen, wer einer Veranstaltung beiwohnen darf, was unfair gewesen wäre", sagt Middendorf. Bezüglich des Aussetzens des bisherigen Systems verweist er auf den Verein Meisterkonzerte Lohne und das Theater der Stadt Vechta, die ähnlich verfahren seien.

Tritt in Lohne auf: Dominique Horwitz spielt in Fräulein Julie. Foto: dpaMartin SchuttTritt in Lohne auf: Dominique Horwitz spielt in "Fräulein Julie". Foto: dpa/Martin Schutt

Eine mehrfache Aufführung der Stücke oder Open-Air-Veranstaltungen sei für den Theaterring nach seinen Angaben aus finanziellen und weiteren Gründen ebenfalls keine Option gewesen. In diesem Zusammenhang bedankt sich der Theaterring für die monetäre Unterstützung durch die Stadt Lohne.

Der Vorsitzende des Theaterrings sagt: "Wir fahren weiterhin auf Sicht." Alle Planungen liefen unter dem Vorbehalt einer möglichen Verschlechterung der Corona-Lage. Dennoch betont er: "Wir wollen Kultur anbieten – in dieser Theatersaison aber in einem eingeschränkten Rahmen." Für die Spielzeit 2022/23 sind die Verantwortlichen des Theaterrings guter Hoffnung, wieder reguläre Abonnements anbieten zu können. Gewiss ist: Ein kleiner Schritt zurück zur Normalität ist gemacht.


Die Theatersaison 2021/22 des Theaterrings Lohne

  • Das tapfere Schneiderlein, Theatermärchen nach den Brüdern Grimm, 9. Oktober (Samstag), 15 Uhr, Eintritt: 12 Euro, ermäßigt 6 Euro, Aula des Gymnasiums.
  • Fräulein Julie, Trauerspiel von August Strindberg, 22. November (Montag), 20 Uhr, Eintritt: 20 Euro, ermäßigt 13 Euro, Aula des Gymnasiums.
  • Nathalie küsst, romantische Komödie von Anna Bechstein und Maxi Herz, 17. Januar (Montag), 20 Uhr, Eintritt: 20 Euro, ermäßigt 13 Euro, Aula des Gymnasiums.
  • Ein Sommernachtstraum, Komödie von William Shakespeare, 14. Februar (Montag), 20 Uhr, Eintritt: 20 Euro, ermäßigt 13 Euro, Aula des Gymnasiums.
  • Der Kartenvorverkauf startet immer erst jeweils 1 Monat vor der Veranstaltung.
  • Die Tickets sind im Internet bei OM Tickets sowie an allen Reservix-Vorverkaufsstellen erhältlich, unter anderem bei Piano Hartz, Alltours und Schomaker Reisen.

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