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Theresia von Fürstenberg stellt Aquarelle im Burgcafé in Dinklage aus

Mit Galerien kooperiert die Künstlerin ungern, sagt sie. Mit den Schwestern auf der Burg Dinklage indes verbinde sie seit 15 Jahren eine Art Freundschaft.

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Zarte Formen und Farben prägen die Aquarelle, die jetzt von Maria Theresia von Fürstenberg im Burgcafé zu sehen sind. Foto: Röttgers

Zarte Formen und Farben prägen die Aquarelle, die jetzt von Maria Theresia von Fürstenberg im Burgcafé zu sehen sind. Foto: Röttgers

"Was ich ausdrücken möchte, ist pure künstlerische Freiheit!", erklärt Maria Theresia von Fürstenberg. Ihre Werke sind ab jetzt im Klostercafé in Dinklage zu sehen.

Es sind überwiegend zarte Farben und Konturen, die die rund 50 Bilder der Künstlerin prägen. Ausgestellt sind Aquarelle, Tusche-, Bleistift- und Grafitzeichnungen. Von Fürstenberg lässt sich aber nach eigenen Angaben nicht auf einen Stil begrenzen, weswegen sie erst gar nicht mit Galerien zusammenarbeite, sondern ihren persönlichen Stil auslebe. Eine enge Zusammenarbeit, ja "Freundschaft", bestehe aber seit nunmehr 15 Jahren mit den Schwestern des Klosters Dinklage.

"Zweimal im Jahr bin ich in Dinklage", erklärt die freischaffende Künstlerin, die ihr Atelier in Nierstein bei Mainz führt. Denn ihren Sommerurlaub verbringt die gebürtig aus Warendorf stammende Künstlerin seit vielen Jahren auf der Burg Dinklage.

Dinklage inspiriert von Fürstenberg

Ikonographie-Kurse, die sie in Dinklage gibt, sind stets ihr zweiter Termin im jeweiligen Kalenderjahr in der Stadt am Burgwald. Der ist es auch, der von Fürstenberg so sehr inspiriere. "Viele Motive entstammen dem Schwesterngarten", führt die vielseitige Künstlerin in ihr Werk ein. "Plötzlich hebe ich ab und werde ganz frenetisch", gesteht von Fürstenberg, wobei es ihr aber nie gelinge, die "ganze Atmosphäre eines Moments einzufangen".

So erklärt sich dem Betrachter auch die Tatsache, dass es das "Zweig-Motiv" gleich in vielfacher Ausführung, aber doch immer wieder neu gestaltet, zu sehen gibt. "Als ich in einem Sommer niedergeschlagen und etwas entmutigt war, beschloss ich, mal einfach nur einen Zweig zu malen", verrät von Fürstenberg. "So wie Musiker manchmal immer dieselbe Note üben, um sie sauber spielen zu können, so hat mich ein Zweig über dem Wasser im Garten der Schwestern in den Bann gezogen!", gesteht die Künstlerin. "So hangelte ich mich von Zweig zu Zweig in den Fluss der Kreativität zurück", freut sich von Fürstenberg. "Es ist für mich ein Erlebnis der Zeitlosigkeit, des Daseins, das ich nicht in einem einzigen Bild erfassen konnte, aber in jedem ist ein bisschen davon enthalten", bestätigt sie ihren "Zweig"-Favoriten.

Alle Bilder mit Burgwald-Motiven sind nun im Klostercafé zu sehen

Es seien schließlich "Bilder zum Frieden schöpfen, Innehalten und kleine Pausen der Seligkeit im Alltag, ja Stoßgebete zwischen Himmel und Erde". Neben Gemälden in den verschiedensten Facetten gehören Ikonen, Raumgestaltungen, Objekte, Porträts und Lichtinstallationen zum Schaffenswerk der vielseitig begabten Künstlerin. Darüber hinaus gibt von Fürstenberg Kurse. Ihre Ausstellung mit Bildern rund um den Burgwald Dinklage und weiteren Naturmotiven aus ihrer von Moor geprägten Kindheit sind nun ein Jahr lang während der Öffnungszeiten des Cafés mittwochs und sonntags zu sehen.

Alle Werke sind übrigens auch zu erwerben. Von ihrem Verkauf gehen 10 Prozent als Erlös an die Schwestern. Die Schwestern wolle sie als ihr nächstes Werk als Gruppe und Charaktere im Bild festhalten, sagt die Künstlerin.

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