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Theaterstück thematisiert Mobbing im Schulalltag

An der Heinrich-von-Oytha-Schule stand am Mittwoch die Frage auf dem Programm, was Facebook und Co. anrichten können und wie man mit den Sozialen Medien umgeht.

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Wie kann die Eskalation verhindert werden? Richard Rabeus und Anne Vital lassen die Siebt- und Achtklässler der HvO miterleben, was Mobbing anrichten kann. Foto: Stix

Wie kann die Eskalation verhindert werden? Richard Rabeus und Anne Vital lassen die Siebt- und Achtklässler der HvO miterleben, was Mobbing anrichten kann. Foto: Stix

Lea will Sängerin werden. Sie wird in eine Casting-Agentur aufgenommen, träumt von einer Karriere – und wird stattdessen Opfer einer veritablen Mobbing-Kampagne. Die Sticheleien und Ausgrenzungen beginnen in der Schule und weiten sich auf die Sozialen Netzwerke aus. Für die 17-Jährige beginnt ein Albtraum, sie will sich das Leben nehmen, wird aber noch rechtzeitig gefunden und gerettet.

In der Heinrich-von-Oytha-Schule (HvO) erlebten die Schüler der 7. und 8. Klasse die fiktive Geschichte von Lea am Mittwoch nur als Theaterstück, doch Cyber-Mobbing ist auch dort durchaus Realität – wie an vielen Schulen. "Auch zu uns kommen Schülerinnen und Schüler ins Büro und erzählen von Mobbing", sagt Walburga Bartjen, Sozialpädagogin an der Altenoyther Oberschule. "Wir hatten auch schon den Fall, dass ein Handy gehackt und die Schülerin bedroht wurde."

Jugendliche berichten von eigenen Erfahrungen 

Seit 2015 treten deshalb Richard Rabeus und Anne Vital regelmäßig an der HvO auf, um die Jugendlichen mit dem Theaterstück rund um Anne für die Gefahren des Internets zu sensibilisieren. Wesentlicher Teil der Veranstaltung ist das Gespräch nach der Aufführung, das sich um zentrale Fragen dreht: Wie hätte die Eskalation verhindert werden können, war sie absehbar, wie ist es überhaupt dazu gekommen, wer hätte wann eingreifen können? Dabei berichteten die Jugendlichen auch von eigenen Erfahrungen; anhand der Fragen und Äußerungen ist erkennbar, dass sie sich – oft nicht zum ersten Mal – Gedanken zu dem Thema machen.

"Wir hatten da auch schon sehr heftige Fälle, in denen Jugendliche nach dem Stück zu uns kamen und erstmals jemandem von ihren eigenen Problemen mit Mobbing erzählt haben", sagt Richard Rabeus. Für Bartjens und Schulleiter Rasmus Braun sind das Theaterstück und die anschließende Diskussion deshalb auch ein wesentlicher Beitrag, die Sozial- und Medienkompetenz der Schülerinnen und Schüler zu fördern. "Das Theaterstück soll sie dazu anregen, darüber nachzudenken, ob sie wirklich so leichtfertig mit den Sozialen Medien und dem Internet umgehen wollen", sagt Bartjen. Denn einen Fall Lea soll es an der HvO nicht geben.

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