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Summend und sonor: Selige Kosaken

Vom getragenen Kirchenlied bis zur überschäumenden Folklore passten Qualität und Stimmung zusammen. Das Publikum reagierte hingerissen.

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Strenge Disziplin, vor allem in der Abstimmung untereinander: Die Maxim Kowalew Don Kosaken zu Gast in Bösel. 	Foto: Martin Pille

Strenge Disziplin, vor allem in der Abstimmung untereinander: Die Maxim Kowalew Don Kosaken zu Gast in Bösel. Foto: Martin Pille

Von „Abendglocken“ bis „Kalinka“: Die „Maxim Kowalew Don Kosaken“ ließen am Samstagnachmittag in der St. Cäcilia-Pfarrkirche in Bösel das musikalische Erbe der Kosaken auf technisch brillantem Niveau wieder aufleben. Schöne russische Melodien erklangen zur Freude der knapp einhundert Zuhörer und legten ein Zeugnis ab vom Geist der viel besungenen russischen Seele, der man eine Furcht vor dem Glücklichsein nachsagt, die der Freiheit der Seele entgegensteht.

Schwarz gekleidet mit Schulterriemen und hohen Stiefeln strahlten die Sänger sowohl ernste Disziplin als auch Lebensfreude aus und gaben zudem optisch eine eindrucksvolle Erscheinung ab.

Im beeindruckenden Repertoire gaben die Sänger mehrstimmigen russisch-orthodoxen A capella- Chorgesang mit melancholischer Intensität zum Besten. Mit dem „Ave Maria“ von Bach/Gounod gewährten sie einen Einblick in die russische Volksfrömmigkeit, jedes Stück angekündigt von einem der Sänger in sonorem Bass und dem typischen russischen Akzent. Nach der Pause waren folkloristische Lieder an der Reihe. Natürlich taten sie dabei einen tiefen Griff in die Kiste des bekannten russischen Liedgutes und sangen mit kraftvollen Bässen und glockenhellen Stimmen vom alten Russland ihrer Kosakenväter. Die Chorsänger verzauberten ihr dankbares Publikum mit Liedern wie „Abendglocken“ und „Ich bete an die Macht der Liebe“ und versetzte es vollends in Begeisterung.

Die glanzvolle Leistung der stimmgewaltigen Don Kosaken gereichten zu einem einmaligen Hörgenuss, der durch die hervorragende Akustik der Pfarrkirche noch erhöht wurde. Während sich die Männer von Stück zu Stück mit Soloeinlagen abwechselten, summte der Rest mit beeindruckender Ausdauer nicht enden wollende Hintergrundmelodien. Auch wenn man der russischen Sprache nicht mächtig ist, so waren die Zuhörer doch durch die Melodie hingerissen und lauschten geradezu ehrfürchtig den sonoren Stimmen der großartigen Sangeskünstler.

Es ging nicht ohne Zugaben ab, und da durften natürlich „Marusja“, „Katjuscha“ und „Kalinka“ nicht fehlen. Die Zuhörer verabschiedeten die Don Kosaken mit begeistertem Applaus und stehenden Ovationen.

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