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Stadt zieht positives Fazit: Knapp 4000 Menschen besuchen die Lohner Kulturtage

"Wir sind sehr zufrieden", bilanziert Bürgermeisterin Dr. Henrike Voet. Corona forderte vor, hinter und auf der Bühne viel Flexibilität von allen Beteiligten. Doch der Aufwand hat sich gelohnt.

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Im Rampenlicht: Was exemplarisch Niklas Rönker und seine Mitstreiter beim Musical-Liederabend, aber auch die anderen Aktiven der Lohner Kulturtage, auf der Bühne präsentierten, nötigt den Organisatoren der Stadt Lohne großen Respekt ab.   Foto: Heinzel

Im Rampenlicht: Was exemplarisch Niklas Rönker und seine Mitstreiter beim Musical-Liederabend, aber auch die anderen Aktiven der Lohner Kulturtage, auf der Bühne präsentierten, nötigt den Organisatoren der Stadt Lohne großen Respekt ab.   Foto: Heinzel

Eine geballte Ladung Musik, Literatur, Kabarett, Varieté und mehr hat die Stadt in den vergangenen Tagen erleben dürfen. Nach dem Ende der 16. Lohner Kulturtage ziehen die Organisatoren ein positives Fazit. "Wir sind sehr zufrieden. Es war wieder mal eine gelungene Veranstaltungsreihe – trotz aller Unsicherheiten aufgrund der Corona-Lage", bilanziert Bürgermeisterin Dr. Henrike Voet.

Erstmals lag die Organisation komplett in den Händen der Stadtmarketing-Abteilung. Deren Leiterin Anne Nußwaldt schließt sich dem Resümee an. "Es war viel Flexibilität gefragt. Wegen der sich ständig verändernden Verordnungen hatten wir erst kurz nach Ostern wirklich Planungssicherheit. Corona hat uns vor, hinter und auf der Bühne beschäftigt." Gut war, dass die Stadt bereits im Vorfeld mit größeren Räumen geplant und bei allen Events eine freie Sitzplatzwahl angeboten hatte.

Ihre Kollegin Cornelia Rothkegel-Hartke geht auf den anfänglich schleppenden Kartenverkauf ein. Viele Tickets seien erst an der Abendkasse über den Tresen gegangen. "Das ist aber keine Lohner Besonderheit. In der Branche berichten viele Veranstalter von ähnlichen Erfahrungen", sagt die gut vernetzte Organisatorin von Kulturevents, die von Voet ein Lob für ihre Professionalität erhält.

Kleinkunstbühne ist neues kulturelles Kleinod

Trotz der "kulturellen Entwöhnung" der Menschen, den Terminkollisionen und der generellen Corona-Zurückhaltung: Die Kulturtage 2022 – 15 Events an 9 Tagen – verzeichneten laut Rothkegel-Hartke knapp 4000 Besucher. "Das ist wirklich viel", sagt sie. 2018 sei das Ergebnis ähnlich ausgefallen – bei mehr Events und ohne Corona. Das Musiktheater für die Grundschulen und der Dance-Hall-Preis bildeten mit je etwa 1000 Besuchern die Spitze des Feldes.

Ein kulturelles Kleinod ist zukünftig nach Einschätzung des Frauentrios die Kleinkunstbühne "Chaméleon", die während der Kulturtage ihre Premiere feierte. "Das war definitiv ein Highlight. Der neue Veranstaltungsraum hat exzellent funktioniert", sagt Nußwaldt. Sie lobt, stellvertretend für alle Akteure, die Zusammenarbeit mit dem Verein Bühnentalente. Rothkegel-Hartke schwärmt indes von den künstlerischen Leistungen, sowohl von den nationalen Profis als auch den lokalen Kulturschaffenden. "Das war immer maximales Niveau, vor dem Hintergrund, was die Personen oder Gruppen zu bewältigen imstande sind", urteilt sie.

Trotz des positiven Fazits: Ob die Kulturtage in dieser Form eine Zukunft haben, will die Stadt in den kommenden Monaten untersuchen – und dabei auch die Zuschauerzahlen kultureller Events nach Corona analysieren. "Funktionieren eher große Veranstaltungen oder kleine Events? Hält der Trend zur spontanen Teilnahme an? Was müssen wir verändern? Und wie?", zählt Nußwaldt einige Fragen auf. Sie betont, dass Kulturförderung für Lohne weiter sehr wichtig bleibe. Rothkegel-Hartke sagt: "Wir wollen Kultur weiter eine Bühne bieten."

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