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Spaß und ein mitreißender Rhythmus: das Glenn Miller Orchestra in Visbek

Das Publikum in der Sporthalle bei der Benediktschule feierte die Künstler mit Standing Ovations. Das hervorragende und beswingte Orchester veranstaltete ein "musikalisches Feuerwerk".

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Bereits 2020 sollte die Tour zum 35-jährigen Bestehen des "Glenn Miller Orchestra directed by Wil Salden" stattfinden. Fotos: Heinzel 

Bereits 2020 sollte die Tour zum 35-jährigen Bestehen des "Glenn Miller Orchestra directed by Wil Salden" stattfinden. Fotos: Heinzel 

Swing versprüht gute Laune und pure Lebensfreude. Das spürte man beim Neujahrskonzert in Visbek. Swing sei aus gutem Grund die populärste Jazz-Richtung, sagte Dr. Jutta Heyen. Das „Glenn Miller Orchestra“ unter der Leitung von Wil Salden gastierte während seiner Jubiläumstour nun in Visbek. Das Publikum in der Sporthalle bei der Benediktschule hatte sichtlich Spaß. Kaum ein Besucher, der nicht einen Körperteil im Rhythmus des Swing mitwippte. Die Leistung des hervorragenden Ensembles honorierten die Zuhörer dementsprechend mit Standing Ovations.

Zu dem Neujahrskonzert hatte der Kulturkreis Visbek eingeladen. Dem neunköpfigen Chor „Chorage“ unter der Leitung von Dr. Jutta Heyen war es eine große Freude, die Besucher des Events mit Liedern wie „What A Wonderful World“ oder „Lollipop“ in den Swing eingrooven zu dürfen. Begleitet wurden die Sänger durch Dr. Ulrike Kehrer am Piano und Annika Fangmann am Kontrabass. Ganz im Stil der 1930er Jahre gekleidet versprühten sie gute Laune und setzten damit den Ton für den restlichen Abend. Wil Salden und das „Glenn Miller Orchestra“ schufen anschließend mit ihrem authentischen Swing-Sound in der traditionellen Big Band-Besetzung die Atmosphäre eines boomenden Swing Clubs.

Bürgermeister Gerd Meyer verwies in seinen Begrüßungsworten auf die Punktlandung bei den Arbeiten an der Sporthalle. Der Umkleidetrakt und die sanitären Anlagen waren erst einen Tag vor dem Konzert freigegeben worden. Gerd Meyer dankte in diesem Zusammenhang den vielen ehrenamtlichen Helfern etwa von Rot-Weiß Visbek, dem Kulturkreis, dem Bauhof sowie regionalen Firmen, welche die Sport- in eine Festhalle verwandelt hatten.

Starke Stimmen

Mit „Moonlight Serenade“ – einem der Megahits von Glenn Miller – eröffnete das Orchester stilvoll den Abend. Direkt gefolgt von „Anchors Away“, dem offiziellen Song der amerikanischen Marine. Die Musiker zeigten ihr Können zudem bei Soloeinsätzen. Applaus bekamen sie alle, am stärksten schien das Publikum aber ein Schlagzeugsolo von Niklas Walter während des Stückes „Mission To Moscow“ zu beeindrucken.

Ellen Bliek begeisterte mit ihrer wunderschönen Stimme.Ellen Bliek begeisterte mit ihrer wunderschönen Stimme.

Daneben erklangen an diesem Abend Lieder wie „In The Mood“, „American Patrol“, „A String Of Pearls“, „Take the A-Train“, „Tuxedo Junction“ oder „Shiny Stockings“. Das Orchester wurde dabei durch die Sängerin Ellen Bliek und die weiteren Mitglieder der Vocalgroup „The Moonlight Serenaders“ unterstützt. Letztere kamen aus den Reihen des Orchester. Ellen Bliek verzauberte mit ihrer wundervollen Stimme die Anwesenden – etwa als gefühlvoll und klar „Somewhere over the Rainbow“ sang.

Die Musiker hatten zu den einzelnen Stücken oft kleine, aber effektvolle Choreographien einstudiert. Die Freude und Begeisterung, die sie ausstrahlten, übertrug sich auf das Publikum. Entsprechend großzügig und häufig spendeten sie Beifall und es erklangen häufig Bravo-Rufe.

Songs in verschiedenen Arrangements

Will Salden spielte nicht nur das Piano, sondern übernahm die Moderation des Abends und zeigte sich als charmanter und humorvoller Conférencier. Der 72-Jährige schätzt das große Repertoire, welches er im Swing zur Verfügung hat. Während des Konzertes machte er deutlich, was Swing für ihn ausmacht. Es sei ein „Rhythmus, bei dem man mit muss!“

Der Niederländer, der früher einmal Musiklehrer werden wollte, brachte seinem Publikum auf unkomplizierte Weise den Unterschied zwischen Komposition und Arrangement anhand des Liedes „Little Brown Jug“ bei. Den Song präsentierte das Orchester zweimal;  einmal die Version von Glenn Miller und einmal das Arrangement von Les Brown - also „Browns Little Jug“.

Kleine, aber effektvolle Choreographien ergänzten den glanzvollen musikalischen Vortrag.Kleine, aber effektvolle Choreographien ergänzten den glanzvollen musikalischen Vortrag.

Seit mittlerweile über 35 Jahren leitet Wil Salden das „Glenn Miller Orchestra“ für Europa. Es gibt noch zwei weitere Orchester die diesen Namen tragen dürfen. Glenn Miller (1904 bis 1944) ist eine Legende. Im Alter von 13 Jahren kaufte Glenn Miller seine erste Posaune von dem Geld, das er sich mit dem Melken von Kühen verdient hatte. 1937 gründete er seine erste Band und stieg in der Folge zu einem Star der Swing-Szene auf. 1944 verunglückte Glenn Miller tödlich.

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