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Sonntag öffnet die neue Galerie Luzie Uptmoor ihre Türen

Die Sonderausstellung im Neubau des Industriemuseums zeigt Werke von Künstlerpaaren aus der Region. Die Bilder entstanden in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

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Siegbert Tegenkamp, Mechthild Beckermann, Jörg Heiduk, Wener Bode, Dirk Uptmoor, Gerd Remmers, Dr. Klaus-Ferdinand Edeling, Dr. Stephanie Abke, Anne Vetter und Michael Brandt. Fotos: Bernhardt

Siegbert Tegenkamp, Mechthild Beckermann, Jörg Heiduk, Wener Bode, Dirk Uptmoor, Gerd Remmers, Dr. Klaus-Ferdinand Edeling, Dr. Stephanie Abke, Anne Vetter und Michael Brandt. Fotos: Bernhardt

Die Vorfreude bei Dirk Uptmoor und Mechthild Beckermann ist groß: Am Sonntag kann es endlich losgehen. Dann wird die neue Galerie Luzie Uptmoor im Anbau des Lohner Industriemuseums eröffnet.

Im Juli waren die Bauarbeiten bereits beendet worden. Aber: Erst jetzt können die Kunstwerke von Luzie Uptmoor, Peter Ludwigs und vielen weiteren Künstlerinnen und Künstlern bestaunt werden. Der Grund: Die Luftfeuchtigkeit sei noch zu hoch für die empfindlichen Gemälde gewesen, hieß es beim Ortstermin. Nun seien die Wände aber trocken genug.

Die Sonderausstellung "Luzie Uptmoor lädt ein ... Künstlerpaare aus dem Oldenburger Münsterland" geht bis zum 13. Februar 2022. Der Freundeskreis Luzie Uptmoor und die Luzie-Uptmoor-Stiftung Lohne wollen damit an Künstlerpaare aus der Region erinnern. Gewirkt haben diese in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Ein besonderes Highlight der Ausstellung: das Ölgemälde von Peter Ludwigs "Ruhrort im Rauch" von 1925. Es sei eine Leihgabe des Stadtmuseums Düsseldorf und gar nicht leicht zu bekommen gewesen, betont  Mechthild Beckermann. Sie ist die Vorsitzende des Freundeskreises Luzie Uptmoor. 

Bauernmahlzeit: Eines der bekanntesten Gemälde aus Öl- und Leimfarben auf einer Leinwand von Luzie Uptmoor aus dem Jahr 193536."Bauernmahlzeit": Eines der bekanntesten Gemälde aus Öl- und Leimfarben auf einer Leinwand von Luzie Uptmoor aus dem Jahr 1935/36.

In der neuen Galerie werden außerdem Bilder von Veronika Caspar-Schröder, Karl Schröder, Helene und Wilhelm Kempin zu sehen sein. Der Kunststil reicht dabei von abstrakt über gegenständlich bis hin zu expressionistisch. Auch 5 bildhauerische Werke sind dabei. Die Ausstellung solle es ermöglichen, intensive und aufschlussreiche Vergleiche zwischen den beiden Personen in der Paarbeziehung ziehen zu können, sagen die Ausstellungsmacher. Es gebe Unterschiede, aber auch Parallelen zu entdecken. Auch die Frage, inwieweit sich die Künstler gegenseitig inspiriert hätten, werde gestellt. 

Die Eröffnung der Galerie in ihren neuen Räumen ist vor allem für Dirk Uptmoor ein besonderer Tag. Er ist der Großneffe Luzie Uptmoors. "Unsere Familie freut sich sehr darüber, mit der Ausstellung die Erinnerungen an meine Großtante aufrechterhalten zu können." Er selbst sei im Alter von 8 Jahren von der Künstlerin porträtiert worden. Für ihn sei es damals selbstverständlich gewesen, Ölgemälde seiner Großtante im Haus hängen zu haben. Erst später sei ihm bewusst geworden, wie außergewöhnlich und besonders das sei. 

Gefördert wurde die Galerie und die Ausstellung von der Volksbank Lohne/Mühlen, der EWE-Stiftung, der Oldenburgischen Landschaft, der Lohner Bürgerstiftung, der Stiftung für Kunst und Kultur der LzO, der Kulturstiftung der Öffentlichen Versicherung, der Treuhandstiftung der OLB Bank und der VR-Stiftung der Volks- und Raiffeisenbanken. Kuratiert wird die Ausstellung von der Kulturwissenschaftlerin Donata Holz und der Kunstwissenschaftlerin Bärbel Schönbohm.

  • Info: Die Ausstellung ist bis zum 13. Februar im Industriemuseum zu sehen. Der Eintritt kostet für Erwachsene 3 Euro, für Kinder 2 Euro. am 17., 24 und 31. Oktober finden jeweils um 16 Uhr öffentliche Führungen statt.
Im Mittelpunkt der Ausstellung: Luzie Uptmoor und Peter Ludwigs. Im Mittelpunkt der Ausstellung: Luzie Uptmoor und Peter Ludwigs. 

Fakten: 

  • Die Lohner Künstlerin Luzie Uptmoor ist 1899 geboren und begegnete 1926 in ihrem Heimatort zum ersten Mal dem damals schon etablierten Düsseldorfer Maler Peter Ludwigs.
  • Er ermutigte sie, die Düsseldorfer Akademie zu besuchen. Ein Jahr später nahm sie dort ihre Studien auf und bildete mit Ludwigs eine Ateliergemeinschaft.
  • Durch die Mitgliedschaft in der Rheinischen Sezession konnte sie bereits 1928 ihre ersten Bilder in der Düsseldorfer Kunsthalle ausstellen.
  • Landschaften, Stillleben und Porträts sind Uptmoors Haupt-Sujets. Diese reflektieren ein Stück Regionalgeschichte. Sie lebte sowohl in Frankreich als auch in Lohne, wo sie 1984 während der Vorbereitungen zu ihrer letzten Ausstellung verstarb.

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