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Song 12

Meine Woche: Über alte Musik und tote Legenden – Darüber, wie Songs Jahrzehnte später noch die Menschen, die sie hören, begeistern und bewegen.

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Nirvanas „Something In The Way“ hat es in der vergangenen Woche in die Top 20 der internationalen Streaming-Charts geschafft. Fast 31 Jahre nach der Veröffentlichung. Der Song war niemals eine Single, nur der zwölfte von 13 Songs auf dem legendären Album „Nevermind“ – weit hinter den für die Musikgeschichte monumentalen Auskopplungen „Smells Like Teen Spirit“ und „Come As You Are“.

Nirvana um Frontmann Kurt Cobain wurden mit ihrem zweiten Album Weltstars. Die „Nevermind“ gilt als eine der einflussreichsten Musikalben des 20. Jahrhunderts.

„Something In The Way“ ist melancholisch, schwermütig. Der Sound atmet die aktuelle Weltlage. Damit hat seine plötzliche Popularität aber wohl wenig zu tun. Der Song ist auf dem Soundtrack des neuesten Batmann-Films zu hören, war schon vor Wochen mit einem Trailer für den Blockbuster im Netz omnipräsent. Von da aus war es nicht weit zur Video-Plattform Tiktok und in etliche Instagram-Stories. Die Masse des Publikums war zum Zeitpunkt der Veröffentlichung noch nicht geboren.

Alte Musik wird wieder populär und viel gestreamt

Nirvana-Fans aus alten Zeiten bemühen sich derweil, darauf hinzuweisen, dass Nirvana die beste Version des Songs 1993 für das Live-Akustik-Format MTV Unplugged eingespielt hat. Das dazu veröffentlichte Album und die Konzertaufzeichnung sind großartig.

In den Streaming-Charts ist das noch nicht angekommen. Aber alte Musik wird insgesamt wieder populär – und gestreamt. Für Pop-Dimensionen wirklich alte Musik. Die erste Hit-Single der Beatles, „Love me Do“, ist fast 60 Jahre alt, die ersten Erfolgs-Singles der Rolling Stones 57 und das erste Led-Zeppelin-Album 53 Jahre. Gestern noch lief eine junge Frau mit einem „The Doors“-Shirt durch die Vechtaer Innenstadt. Die Band veröffentlichte ihr erstes Album vor 55 Jahren. Der Toto-Klassiker „Africa“ wird übrigens dieses Jahr 40.

Ein großer Musikliebhaber sagte mir einmal, er höre nur alte Musik. Er wolle von großartigen Künstlern nicht mit einem schlechten neuen Album enttäuscht werden. Ohnehin gibt es in der Musikwelt aktuell immer weniger echte Weltstars. Kurt Cobain starb 1994 mit 27 Jahren. Wahrscheinlich Suizid. Seine Musik bleibt.

Auch die von Ex-Beatle John Lennon, ebenfalls tot. Sein Song „Give Peace a Chance“ ist 47 Jahre alt. Zeitlos, aktuell. Frieden für die Ukraine!

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