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So läuft der Restart auf der Freilichtbühne in Lohne

Während des monatelangen Corona-Stillstands war die Frustration groß. Mit dem 3. Teil der Geschichte vom Räuber Hotzenplotz soll das Comeback gelingen. Und eine Weihnachts-CD ist auch in Vorbereitung.

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Endlich wieder Freilichtbühne! Dimpfelmoser (Harald Fuest) schmeckt der Kürbis von Oma (Judith Schmidt) nicht. Foto: Zens

Endlich wieder Freilichtbühne! Dimpfelmoser (Harald Fuest) schmeckt der Kürbis von Oma (Judith Schmidt) nicht. Foto: Zens

2 ganze Jahre ohne Aufführungen auf der Freilichtbühne in Lohne? Vor der Corona-Pandemie war diese Vorstellung wohl undenkbar. Immerhin besteht die Anlage im Stadtpark 2021 seit exakt 7 Jahrzehnten. Doch die Krise zwang die Laienspielschar lange in die Knie. Der Frust war groß, Resignation machte sich breit. Jetzt hat sich die Situation ins Positive gewandelt. Der Vereinsvorsitzende David Espelage möchte gar laut ausrufen: "Hey, wir leben noch!"

Die niedrigen Corona-Inzidenzen machen diesen freudigen Aufschrei möglich. Zwar bleibt es dabei, dass die Produktionen "Madagaskar" und "Heiße Ecke" erst 2022 gespielt werden. Doch die Verantwortlichen der Freilichtbühne haben sich eine Alternative überlegt, um Präsenz zu demonstrieren. "Wir wollen in den Köpfen der Leute bleiben", sagt Espelage.

Worum geht's? Die Laienspielschar bringt das Familienstück "Keine Angst vor Hotzenplotz" unter der Regie von Marco Knille zur Aufführung. 6 Mal soll der 3. Teil des Kinderbuch-Klassikers von Ottfried Preußler zu sehen sein. Premiere ist am 22. August. Jeweils 220 Personen sind zu den Vorstellungen zugelassen.

Frau Schlotterbeck (Alina Brand) hat Probleme mit dem Telefon. Foto: ZensFrau Schlotterbeck (Alina Brand) hat Probleme mit dem Telefon. Foto: Zens

Nun die schlechte Nachricht für alle Hotzenplotz-Fans: Alle Aufführungen sind bereits ausverkauft. "Das ging ruckzuck innerhalb weniger Tage. Damit hatten wir ehrlich gesagt nicht gerechnet", gesteht Espelage. Das Stück sei bisher auf wenigen Bühnen gespielt worden. "Es ist lustig, aber recht unbekannt. Wir hoffen darauf, dass es bei den Zuschauern trotzdem Anklang findet."

Die Wahl fiel auch deshalb auf diese Produktion, weil nur wenige Darsteller benötigt werden. 7 sind es an der Zahl, die zunächst online, später in Hybrid und mittlerweile auch wieder direkt auf der Freilichtbühne proben.

Das Ende des Corona-Stillstands hat alle motiviert

Das Hygienekonzept wurde bereits beim Open-Air-Kino im vergangenen Jahr erprobt. Bis zum Platz gilt Maskenpflicht. Espelage weist die Glücklichen, die Tickets ergattern konnten, darauf hin, dass die Sitzplätze zugewiesen werden.

Espelage berichtet, dass sich alle Ressorts während der monatelangen Einschränkungen regelmäßig zu Online-Sitzungen getroffen hätten. Lange habe Unsicherheit und Skepsis geherrscht. Doch irgendwann sei der Zeitpunkt gekommen, so der Vorsitzende, "an dem wir die Entscheidung fällten: Wir machen doch etwas!" Jetzt zeigt sich das Team nach seinen Angaben hoch motiviert. "Innerhalb kürzester Zeit haben wir ein Bühnenbild auf die Beine gestellt und alle weiteren Vorbereitungen getroffen. Das war große klasse", lobt Espelage.

Doch nicht nur Hotzenplotz belebt in den kommenden Monaten die Freilichtbühne. Am Samstag (17. Juli) spielt die Band Jacob Fortyhands in der malerischen Waldkulisse. Am 27. August (Freitag) macht Schlagerstar Mickie Krause in Lohne Halt. Die Konzerte sind Teil der Open-Air-Eventreihe "live & luftig" der Stadt Lohne. "Wir stellen das Gelände zur Verfügung und übernehmen die Verpflegung sowie die Platzeinweisung", sagt Espelage.

Und dann hat der Verein noch etwas Besonderes geplant: eine Weihnachts-CD. Details möchte Espelage noch nicht verraten. Er gibt nur so viel preis: Otmar Kolbeck, Gesangslehrer und Schauspieler, organisiert die Aktion. Das Casting ist gelaufen, in Kürze sollen die etwa 10 Teilnehmer ausgewählt werden. Die Aufnahmen sollen in einem Tonstudio in Osnabrück stattfinden.

Er gibt den Räuber Hotzenplotz: Kai Schröder. Foto: ZensEr gibt den Räuber Hotzenplotz: Kai Schröder. Foto: Zens

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