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Skulptur würdigt Lebenswerk von Ulrich Fox

Der Kunstverein realisiert eine Bronzeplastik des Lohner Bildhauers und Grafikers, die nun vor der Wassermühle ihren Platz gefunden hat.

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Eine Skulptur für Lohne – von einem Lohner Künstler: 1982 gründete Ulrich Fox den Kunstverein „Die Wassermühle“. 10 Jahre lang war er dessen Vorsitzender. Foto: Timphaus

Eine Skulptur für Lohne – von einem Lohner Künstler: 1982 gründete Ulrich Fox den Kunstverein „Die Wassermühle“. 10 Jahre lang war er dessen Vorsitzender. Foto: Timphaus

Lohne ist seine zweite Heimat geworden: Seit mehr einem halben Jahrhundert lebt und arbeitet der in Mehlsack (Ostpreußen) geborene Künstler Ulrich Fox in der zweitgrößten Stadt im Landkreis Vechta. Der 76-Jährige ist in der Kunstszene eine feste Größe: Seine Skulpturen sind in Vechta, Damme, Cloppenburg und zahlreichen weiteren Städten in Deutschland zu sehen – aber bisher nicht in Lohne.

Diesem Desiderat hatte sich der Kunstverein "Die Wassermühle" angenommen. 1982 hatte Fox den Verein gegründet und war 10 Jahre dessen Vorsitzender. Er öffnete die bildende Kunst einem breiten Publikum. Der Kunstverein realisierte durch Spenden – unter anderem von der Stiftung der Landessparkasse zu Oldenburg (LzO), der Stiftung der Volks- und Raiffeisenbanken (VR), der Stiftung der Oldenburgischen Landesbank (OLB), der Bürgerstiftung Lohne sowie Lohner Unternehmen und Privatpersonen – plus einem Zuschuss der Stadt Lohne die Bronzeskulptur "Auf dem Weg", die am Dienstag in einer Zeremonie im kleinsten Kreis ihrer Bestimmung übergeben wurde.

(von links) Bürgermeister Tobias Gerdesmeyer, Künstler Ulrich Fox und die Kunstverein-Vorsitzende Dr. Gertrud Landwehr. Foto: Timphaus(von links) Bürgermeister Tobias Gerdesmeyer, Künstler Ulrich Fox und die Kunstverein-Vorsitzende Dr. Gertrud Landwehr. Foto: Timphaus
"Die Skulptur ist Sinnbild statt Abbild."Dr. Gertrud Landwehr, Vorsitzende des Kunstverein "Die Wassermühle" Lohne

Das Kunstwerk hat seinen Platz vor der Wassermühle gefunden, dem Zuhause des Kunstvereins. Dessen Vorsitzende Dr. Gertrud Landwehr sagte: "Die Skulptur passt zu unserem Anliegen: Menschen auf dem Weg zur Kunst, mit Begegnungen und offenen Fragen. Menschen im Gespräch – dies kennzeichnet den Kunst- und Kulturort Wassermühle." Die Plastik trage die für den Künstler typische Handschrift: Bewusst reduziert und abstrahiert gestaltet entspreche sie ganz der Kunstauffassung von Ulrich Fox. "Die Skulptur ist Sinnbild statt Abbild", sagte Landwehr.

Laut der Vorsitzenden würdige das Kunstwerk, das aus zwei Figuren besteht, die zusammen eine Einheit bilden, das Lebenswerk des Lohner Bildhauers und Grafikers, der sein Atelier an der Von-Stauffenberg-Straße hat. "Kunst in der Öffentlichkeit wirken lassen, sie an einem Ort in der Alltagswelt positionieren und auf diese Weise den Menschen vor Ort zugänglich machen; städtischen Standorten ein unverwechselbares Profil geben: Auch das war Ziel dieses Projekts", konstatierte Landwehr.

Skulptur in Bremen gegossen

Sie bedauerte, dass die Einweihung der Skulptur aufgrund der aktuellen Situation im kleinsten Kreis stattfinden müsse. Die pensionierte Gymnasiallehrerin dankte allen Spendern und versprach, die Feierstunde zu gegebener Zeit nachzuholen.

Die Herstellung kostete nach früheren Aussagen von Fox etwa 15.000 bis 18.000 Euro. Der Künstler selbst verzichtete auf ein Honorar. Die Skulptur wurde in der Bremer Bronzegießerei "Statuarius" von Thomas Schmalz gegossen.

Bürgermeister nennt Fox einen "guten Botschafter der Stadt"

Bürgermeister Tobias Gerdesmeyer drückte seine Mitgefühl für die Künstler aus, für die die Corona-Pandemie eine existenzbedrohende Zeit seien. Er nannte die Einweihung der Plastik "ein kleines Lebenszeichen", welches Kunst und Kultur aussendeten. Gleichzeitig nannte er das Projekt des Kunstvereins "ein tolles Zeichen der Wertschätzung" für den Lohner Künstler Ulrich Fox, der guter Botschafter der Stadt sei.

Gerdesmeyer lobte das Miteinander zwischen Stadt und Verein. "Das ist eine tolle Symbiose." Abschließend brachte er seine Hoffnung zum Ausdruck, dass bald wieder ein Stück Normalität in den Alltag einkehrt.

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