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Sibylle Kynast tritt in Lastruper Christus-Kirche auf

Mit Gitarrist Horst Memmen und Kontrabassist Paul Rudolf ist die Sängerin zum 2. Mal in Lastrup aufgetreten. Mit ihrer Musik setzt sie auch ein politisches Statement.

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Vielfältiges Trio: Gitarrist Horst Memmen und Paul Rudolf (Kontrabass) begleiteten Sibylle Kynast durch ihr Konzert in der Lastruper Christus-Kirche. Foto: Landwehr

Vielfältiges Trio: Gitarrist Horst Memmen und Paul Rudolf (Kontrabass) begleiteten Sibylle Kynast durch ihr Konzert in der Lastruper Christus-Kirche. Foto: Landwehr

Mit einem Mix aus verschiedenen Sprachen, die Kulturen miteinander verbinden, bauen Sibylle Kynasts Lieder Brücken zwischen den Menschen. So begrüßte Pastor Jürgen Schwartz die Sängerin zu ihrem 2. Auftritt in der Lastruper Christus-Kirche beim „Treffpunkt“ Apfelgarten.

„Wir haben die Corona-Zeit genutzt, um unser Programm zu überarbeiten und zu erweitern“, erläuterte Kynast. So sei eine Liedersammlung zum Thema Jahreszeiten in sechs verschiedenen Sprachen entstanden.

Zunächst starteten Kynast, Gitarrist Horst Memmen und Paul Rudolf (Kontrabass) politisch aktuell mit dem Song von Udo Lindenberg „Wozu sind denn Kriege da“ und drückten so die Betroffenheit über den Krieg in der Ukraine aus.

Kynasts Stimme erinnert an die der Sängerin "Alexandra"

Doch dann bot Kynast unter dem Titel „Jahreszeiten“ ein Konzert in acht Sprachen mit traditionellen Liedern und Balladen aus vielen Ländern.

Sibylle Kynast begann ihr Konzert mit einem Song von Salvatore Adamo (Tombe la neige), den Alexandra unter dem Titel „Grau zieht der Nebel durch die menschenleere Stadt“. Und tatsächlich ähnelt ihre tiefe, markante Stimme der von Alexandra. „Wenn ich die Augen schloss, glaubte ich, Alexandra sänge“, so eine Besucherin.

Mit dem Lied der Hippie-Zeit „Summerwine“ von Nancy Sinatra und Lee Hazlewood erreichte Kynast dann endgültig das Publikum. Auch mit den Liedern und Chansons aus Frankreich und Italien oder dem Schlaflied der heiligen Anna aus Spanien oder dem aus dem Jiddischen stammenden „Di goldene Pave“, das als Schlaflied einer Frau für ihren Mann nicht an tiefen Emotionen spart, schaffte sie es, dem Publikum große Gefühle zu vermitteln, bevor die Interpretin dann die Kurve zurückdrehte zu Alexandras „Der Traum vom Fliegen“, in dem es durch die Musik von Gitarre und Kontrabass in besonderer Weise unterstützt ausgesprochen melancholisch heißt: „Was ist das Ziel in diesem Spiel… Ich bin auf einmal so allein“.

„Ihre Lieder handeln von großen Gefühlen in vielen Sprachen: von Liebe, Glück, Enttäuschung und Schmerz. Diese Gefühle gemeinsam zu tragen, hilft allen. Denn geteilte Freude ist doppelte Freude und geteilter Schmerz nur halber Schmerz.“Pastor Jürgen Schwartz

Kynasts Lieder erzählen Geschichten, die den Zuhörern das Gefühl fremder Länder oder Kulturen näherbringen und vielleicht Verständnis für Menschen anderer Länder wecken.

„Ihre Lieder handeln von großen Gefühlen in vielen Sprachen: von Liebe, Glück, Enttäuschung und Schmerz. Diese Gefühle gemeinsam zu tragen, hilft allen. Denn geteilte Freude ist doppelte Freude und geteilter Schmerz nur halber Schmerz“, bedankte sich Pfarrer Jürgen Schwartz bei der Künstlerin.

„Ihr Repertoire ist inspiriert von folkloristischen Klängen und Gesängen. Sie ist ein Multitalent“, sagte Pastor Jürgen Schwartz über die Sängerin.

Musik erzählt alle Geschichten des Lebens

Auch die Lieder ihres neuen Albums erzählen Geschichten des Lebens und von Liebe, Sehnsucht, Trauer und Freude – Themen, die stets aktuell bleiben. Sie möchte mit ihren Liedern Menschen aller Kulturen und Religionen die Botschaft von einer weltumspannenden Verbundenheit vermitteln und durch die Vielfalt der Sprachen ihrer Lieder, zum Beispiel Jiddisch, Deutsch, Spanisch oder in den Roma-Liedern einen Beitrag zur Völkerverständigung leisten.

Sibylle Kynast stand bereits seit Ende der 60er Jahre – damals als Mitglied der ersten deutschen Folkloregruppe, der City-Preacher – neben Musikerinnen und Musikern wie Alexandra, Inga Rumpf und Udo Lindenberg in Deutschland auf der Bühne. Jetzt lebt sie in Hepstedt, nordöstlich von Bremen.

OM-hilft -  Helfen Sie mit! Das Oldenburger Münsterland hilft den Geflüchteten aus der Ukraine. Hilfsinitiativen, Wohlfahrtsorganisationen und viele mittelständische Unternehmen sind bereits dabei, die Hilfe vor Ort zu koordinieren. Und auch Sie können sich beteiligen. Wie und Wo? Das sagt Ihnen  die Webseite om- hilft.org

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