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Schau zeigt künstlerisches Zusammenspiel verschiedener Beziehungen

In der Kunsthalle Cloppenburg ist seit Sonntag die Ausstellung „Kaa“ von Katinka Bock zu sehen.  Julika Bosch führt in die Schau ein, die vor etwa 100 Gästen eröffnet wurde.

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Blumen zur Vernissage: Nur für die Kunsthalle Cloppenburg hat die in Berlin und Paris lebende Künstlerin Katinka Bock (Mitte) die Ausstellung „Kaa“ zusammengestellt. Julika Bosch (rechts) führte in die Ausstellung ein. Mit dabei war der Vorsitzende des Kulturforum Cloppenburg, Dr. Martin Feltes. Foto: Heidkamp

Blumen zur Vernissage: Nur für die Kunsthalle Cloppenburg hat die in Berlin und Paris lebende Künstlerin Katinka Bock (Mitte) die Ausstellung „Kaa“ zusammengestellt. Julika Bosch (rechts) führte in die Ausstellung ein. Mit dabei war der Vorsitzende des Kulturforum Cloppenburg, Dr. Martin Feltes. Foto: Heidkamp

"Diese Arbeit ist ein leidenschaftlicher Appell an unsere Fantasie, unsere schöpferische Einbildungskraft und das ist gerade in dieser Zeit ein großes Geschenk", beschrieb der Vorsitzende des Kulturforums Cloppenburg, Dr. Martin Feltes, die Installation „Kaa“ von Katinka Bock. Am gestrigen Sonntag wurde sie in der Kunsthalle Cloppenburg vor rund 100 Gästen eröffnet.

Julika Bosch aus Düsseldorf, die lange als Kuratorin der Kestner-Gesellschaft gearbeitet hat, führte in die Ausstellung ein. Zusammenspiele, Beziehungen, das Reagieren auf Beziehungen, Beziehungen im Raum zwischen Körpern seien das Anliegen der Künstlerin. Die Zwillingsbeziehung sei ihrer Meinung nach der Archetyp von Nähe und dabei gleichzeitig der Typ von Differenz. Es geht also auch darum, einen Teil, der sich in einem selbst wieder findet, zu erkennen und zu akzeptieren, dass man anders ist. Diese gelte nicht nur bei Schwestern, sondern auch in der Skulptur zwischen Körpern und Ausstellungsraum.

2500 Klinkersteinen sind Teil der Installation

Sie beschreibt die Form der Schwesternschaft mit einem neu ausgelegten Boden auf dem Boden des Ausstellungsraumes, gewissermaßen eine Schwester des Bodens, der zugleich zu einer Bühne für die Skulptur und selbst Skulptur ist – eine Dopplung in Form der 2500 Klinkersteinen mit unterschiedlichen Färbungen, mehreren Bronzezweigen, die nie identisch sind. Als weitere Beispiele nannte sie die unter einigen Steinen verlegte Kleidung, die wärmt und andererseits isoliert, einem Bleirohr, welches auf eine vergessene Ader eines Wassersystems verweist oder Abstandshalter in Form von Seilen.

Überhaupt haben die Skulpturen in ihrem Material klare Eigenschaften: Formbarer Ton, Kupfer, mal oxidiert und grünlich angelaufen, dann wieder kupferfarben, von Glas umhülltes flüssiges Wasser mit einem darauf Stück Holz, Murmeln, Billard- und eine Bowlingkugel, die als Schwestern aus der Familie der Spiele gelten können. Die an den Wänden platzierten hellen Keramiken als offene Formen mit den Titeln Sound K und Sound A weisen darauf hin, dass auch der Klang eine wichtige Botschaft in dem Objekt spielt. Bosch bezeichnete die Ausstellung als eine wohl der Verspieltesten der Künstlerin.

Eigens für die Kunsthalle Cloppenburg hat die in Berlin und Paris lebende Künstlerin ein Werk geschaffen, welches sich mit der Mannigfaltigkeit, Zerbrechlichkeit und Einzigartigkeit der Natur beschäftigt. Es sei nach Aussage von Feltes eine große Ehre, die renommierte Künstlerin gewinnen zu können.

  • Info: Die Ausstellung ist bis zum 26. September in der Kunsthalle Cloppenburg zu sehen.

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