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Sanfte Klänge in mystischer Kulisse

Die "Gregorian Voices" überzeugen in Cloppenburg mit hoher Stimmkunst. Einige der Zuhörer schlossen sogar die Augen, um sich voll auf den Gesang der acht Männer einzulassen.

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Klangvolle Eindrücke: Die "Gregorian Voices" gastierten in der Evangelischen Kirche in Cloppenburg.   Foto: Heidkamp

Klangvolle Eindrücke: Die "Gregorian Voices" gastierten in der Evangelischen Kirche in Cloppenburg.   Foto: Heidkamp

Acht Männer, in traditionell dunklen Mönchsgewändern gekleidet, schreiten singend durch die Evangelische Kirche in Richtung Altar, jeder mit einer brennenden Kerze in der Hand. Im schwachen Licht vor dem Altar stellen sich die außergewöhnlichen Sänger im Halbkreis auf, eine mystische Stimmung breitet sich aus, die ein wenig an das düstere Mittelalter erinnert.

Es war ein besonderes und intensives Konzert, das die 90 Besucherinnen und Besucher in dem Gotteshaus erlebten. Das Ensemble „Gregorian Voices“ präsentierte mit hoher Stimmkunst ein eindrucksvolles und stimmgewaltiges Konzert unter dem Motto "Gregorianik meets Pop". Das Herausragende an diesem Chor war dabei, dass er die frühmittelalterlichen gregorianischen Choräle durch Pop-Songs bereicherte und völlig neu interpretierte. Papst Gregor der Große hätte seine helle Freude an den Musikern gehabt, denn nach ihm sind die kirchlichen Gesänge benannt, die der Chor „The Gregorian Voices“ in Perfektion präsentierte.

Das Konzert eröffneten die Sänger mit „Puer natus est nobis“, einem lateinischen gregorianischen Gesang aus der Frühzeit der liturgischen Musik. Aus dem Klassikbereich zählten neben "Adoro Te Devote" und der "Cantate Domino" vor allem das "Abendopfer" zu den Höhepunkten.

"Thank you for the music": Eine Reminiszenz auf Abba

Modern und poppig gestaltete der Chor den zweiten Teil des Abends. Das Lied „Ameno“, das sich nach seiner Veröffentlichung sogar mehrere Wochen in den Charts hielt, sorgte für Gänsehautstimmung ebenso wie das bekannte „Hallelujah“ von Leonard Cohen.

Die Besucher genossen die überwiegend ruhigen Musikstücke und folgten dem Gesang oftmals mit geschlossenen Augen. Ein Zeichen, wie sehr sie sich auf die Musik einließen und sie genossen.

Rod Stewarts "Sailing" und der Beatles-Klassiker "Yesterday" bewiesen, dass die Sänger auch moderne Songs in ihr Repertoire eingebunden haben. Als Zugabe gab es mit "Thank you for the music" eine Reminiszenz an die schwedische Pop-Gruppe Abba. Die "Gregorian Voices" bewiesen eindrucksvoll, dass sie die Verschmelzung von Choral und Popmusik eindrucksvoll beherrscht. Ein Konzert, das auf das Wesentliche reduziert, aber dadurch umso wirkungsvoller war.

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