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Robinson Crusoe im Friesoyther Aquaferrum

Die Friesoyther Künstlerin Michaela Rumpke hat eine Wand der Kindererlebniswelt im Allwetterbad gestaltet. Die Szene vom Strand einer Südseeinsel soll die Phantasie der Kinder zum Spielen anregen.

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Papagei inklusive: Die Friesoyther Künstlerin Michaela Rumpke hat im Aquaferrum eine Wand zur Südseeinsel gemacht. Foto: Stix

Papagei inklusive: Die Friesoyther Künstlerin Michaela Rumpke hat im Aquaferrum eine Wand zur Südseeinsel gemacht. Foto: Stix

Sein Schiff kann Robinson Crusoe nicht mehr verwenden. Es ist schon arg ramponiert, vorne beispielsweise klafft ein riesiges Loch im Rumpf. Dafür ist seine zweistöckige Hütte top in Schuss. Direkt daneben liegen Fässer, etwas weiter weg eine Schatzkiste und eine Schatzkarte. Zu betrachten ist all das nicht auf einer weit entfernten Südseeinsel, sondern an der Wand in der neu gestalteten Kindererlebniswelt im Friesoyther Allwetterbad Aquaferrum.

Das rund 100 Quadratmeter große Wandgemälde hat Michaela Rumpke geschaffen, die sich mit ihren Werken schon an vielen Wänden verewigt hat. Es zeigt – passend zum Motto der Kinderwelt – eine Strandszene auf einer Südseeinsel. Papagei inklusive. "Ich habe bewusst keine Muscheln oder Seesterne gemalt, das wäre zu sehr Nordsee geworden", sagt die Künstlerin und deutet auf die neue Wasserrutsche. "Aber es geht hier ja um eine Südseegeschichte."

Den Auftrag, die Wand kindgerecht zu bemalen, hat sie sich quasi selbst erteilt. "Ich hatte bei einem Artikel in der MT über den Bau der Erlebniswelt die weiße Wand im Hintergrund gesehen und sofort gedacht, dass da was hin muss", erzählt sie. Innerhalb einer Woche war sie sich mit dem Bad einig, an dem Gemälde selbst hat sie mit Unterbrechungen rund 4 Wochen gearbeitet.

Gemälde soll die Phantasie der Kinder anregen

Ziel war ein Bild, das die Kinder in ihr Spiel integrieren können. "Das muss so gemalt sein, dass da sofort die Phantasie mit den Kindern durchgeht", beschreibt sie die eigenen Anforderungen. Dass es funktioniert, hat sich bereits gezeigt. "Ein Mädchen hat einem anderen Kind schon erklärt, dass eine der Hütten ein Zitronenhaus ist", erzählt Rumpke lachend.

Das Bild hat sie in einem ersten Schritt mit Bleistift auf die Wand gezeichnet und dann "von hinten nach vorne" bemalt. Los ging es also mit dem hellblauen Himmel und dem dunkelblauen Meer. "Die beiden Farben habe ich dann in alle anderen Farben mit reingemischt", erzählt sie. "Man sieht es nicht, aber es ergibt für mich dann ein stimmigeres Bild, die Farben passen irgendwie besser zusammen." Über die ohnehin schon wasserbeständigen Farben hat sie dann noch einen Speziallack gezogen, der auch chlorbeständig ist. So hält das Bild auch die unvermeidlichen Spritzer aus den Fontänen der Kinderwelt aus.

Ihr Lieblingsmotiv ist die kleine Pfütze neben Robinsons Hütte. "Die ist mir richtig gut gelungen", sagt die Künstlerin. Besonders gern mag sie auch die Schmuckbeutel am Zitronenhaus und den kleinen Jungen, der im Erdgeschoss der Hütte schläft. Wie der in die Geschichte von Robinson Crusoe passt? Rumpke lacht. "Da wird den Kindern schon was einfallen", sagt sie.

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