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"Red Tape Tendencies" verwandeln das Pillhuhn in eine Rockerkneipe

Die Alternative-Rockband aus Minden bot eine beeindruckende Show. Das Publikum quittierte den Auftritt mit großem Applaus und Jubel.

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Nicht zu überhören: Die Rockband "Red Tape Tendencies" lieferte im kleinen Pillhuhn eine Show für die große Bühne ab. Felix Quebbemann (von links), Sven Leipold und Bill Marzog genossen es sehr, in der Lohner Kultkneipe zu spielen. Foto: Seelhorst

Nicht zu überhören: Die Rockband "Red Tape Tendencies" lieferte im kleinen Pillhuhn eine Show für die große Bühne ab. Felix Quebbemann (von links), Sven Leipold und Bill Marzog genossen es sehr, in der Lohner Kultkneipe zu spielen. Foto: Seelhorst

Während im Pillhuhn diverse Getränke über den Tresen gingen und in der Lohner Kultkneipe eine lockere Stimmung herrschte, nahmen die Musiker von "Red Tape Tendencies" den letzten Soundcheck vor. Den Platz an dem sich sonst der Tischkicker befindet, füllten nun Lautsprecher, Lichtanlage, Dum-Kit und 3 Männer – fest entschlossen, dem Publikum eine grandiose Show zu bieten. 

Für die Alternative Rocker Felix Quebbemann, Bill Marzog und Sven Leipold, die 2012 ihre erste EP herausbrachten, war es der erste Auftritt im neuen Jahr. Bereits die ersten Takte machten deutlich: Sie wollten mit voller Kraft durchstarten. Das Publikum war der gleichen Meinung und forderte auf Nachfrage noch mehr Lautstärke. "Rock muss laut sein", konstatierte Sänger und Gitarrist  Quebbemann nach der Show. Recht hatte er, denn nur so entfalteten die schnellen und treibenden Drums, die knackigen Riffs und Licks der Gitarre, die durchdringenden Bassläufe und – nicht zu vergessen – der kraftvolle Gesang Quebbemanns ihre volle Wirkung.

Zum Finale spielt die Band ein tagesaktuelles Cover

In einer knapp 2-stündigen Show zeigte die Band die gesamte Bandbreite und Vielfältigkeit des Genres. So wechselte Leipold an den Drums immer wieder zwischen normaler Geschwindigkeit und Halftime oder setzte – als dramaturgische Pause – mal kurz aus, sodass sich nur noch das kontrollierte, kreischende Feedback der Gitarre langsam verstärkte, um dann wieder als Einheit einzusteigen und zum finalen Schlag auszuholen. Schnelle Solopassagen seitens Quebbemann sowie groovende Bass-Lines von Marzog sorgten ebenfalls für Jubel und Applaus.

Das Publikum erlebte drei Vollblutmusiker, die lieben, was sie tun. Die Performance unterstrich dieses Bild perfekt – besonders Quebbemann verließ regelmäßig seinen Platz am Mikro, um mit vollem Körpereinsatz und Leidenschaft zu spielen und auch mal den einen oder anderen Sprung zu vollführen. "Wir spielen selten Cover", sagte Quebbemann. Doch aufgrund der aktuellen Geschehnisse in der Welt beendete die Band das Konzert mit Neil Youngs "Rockin In A Free World" – samt Gesangseinlage des Publikums. Die Zuschauer forderten anschließend lautstark eine Zugabe.

Die Musiker planen dieses Jahr ihr eigenes Festival

Für die kommenden Monate steht für die Band noch einiges an, erzählten die Mitglieder. So sind nicht nur weitere Auftritte und ein neues Album geplant, sondern auch das "Kraetzeval", ein eigenes Festival, das im Juni stattfinden soll. Der Auftritt in Lohne war ein gelungener Auftakt, resümierte das Trio. "Geiler Abend. Das Pillhuhn ist geil, die Leute waren geil", freute sich Quebbemann.

Doppelt hält besser: Felix Quebbemann übernimmt in dem Trio gleichzeitig die Rolle des Sängers und des Gitarristen. Foto: SeelhorstDoppelt hält besser: Felix Quebbemann übernimmt in dem Trio gleichzeitig die Rolle des Sängers und des Gitarristen. Foto: Seelhorst

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