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Publikum fordert im Lohneum mehrere Zugaben von der Stadtkapelle Lohne

Das Konzert "Hauptsache Musik" bot Musik von Richard Strauss über Michael Jackson und Amy Winehouse bis hin zu Robbie Williams' "Let me entertain you".

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Die Stadtkapelle Lohne spielte mehrere Zugaben, unter anderem ihren Centenary-Marsch und "Ti amo" von Howard Carpendale.   Foto: Heinzel

Die Stadtkapelle Lohne spielte mehrere Zugaben, unter anderem ihren Centenary-Marsch und "Ti amo" von Howard Carpendale.   Foto: Heinzel

Den Spagat zwischen Märschen und moderner Popmusik schafften die Musiker der Stadtkapelle Lohne bei ihrem Konzert im Rahmen der 16. Lohner Kulturtage. Ihr Dirigent Ralf Bohmann drückte zum Abschluss die Gefühle der Anwesenden passend aus, indem er sagte: „Dirigenten sind eigentlich nie zufrieden, es sei denn, es ist ein Konzert wie heute.“ Die Zuhörer zeigten sich von der Vorstellung der Stadtkapelle Lohne jedenfalls begeistert. Sie klatschten, jubelten und forderten erfolgreich mehrere Zugaben. „Hauptsache Musik“ hieß der Titel des anderthalbstündigen Konzerts im Lohneum.

Den Auftakt bildete der Parademarsch Nummer 1 von Richard Strauss, bevor Peter Sieve ans Pult trat und die Moderation des Abends übernahm. Souverän, persönlich und informativ brachte er den Gästen die jeweils bevorstehenden Musikstücke näher. Bei Johan Nijs und seinen „Alsace Pictures“ stellte er die vier Teile des Stückes vor, so dass beim Hören die Musik entsprechende Bilder vor dem inneren Auge entstehen ließ. Und so wurde zuerst fröhlich und beschwingt, dann schwer und angestrengt der Ballon d’Alsace erklommen. Der 1247 Meter hohe Berggipfel, auch Elsässer Belchen genannt, war 1905 die erste Bergetappe der Tour de France. Danach wurde Colmar samt seinem Klein-Venedig und Turckheim besucht.

Anschließend schwärmte Peter Sieve von Jules Verne, dessen Geschichten er "nie vergessen" werde. Etwa "20.000 Meilen unter dem Meer" oder eben „In 80 Tagen um die Welt“. Letzteres wurde von Otto M. Schwarz in Musik umgesetzt. Es war wunderbar, vor seinem geistigen Auge die Stationen der Reise von Phileas Fogg und seinen Begleitern aufziehen zu sehen. Beginnend mit einem fröhlichen, leicht bombastischen Auftakt in der Hauptstadt eines weltumspannenden Imperiums. Das Abenteuer setzte sich mal bedrohlich, mal unbeschwert fort. Es ging über den indischen Subkontinent mit seinen Elefanten und Schlangenbeschwörern nach Amerika in den Wilden Westen mit einem Spritzer „New York, New York“ von Frank Sinatra, bevor das Stück mit demselben Motiv endete, mit dem es auch begonnen wurde, und sich so der Kreislauf der Erdumrundung schloss.

Dirigent Ralf Bohmann hatte alles im Griff und das Programm zusammengestellt. Foto: HeinzelDirigent Ralf Bohmann hatte alles im Griff und das Programm zusammengestellt. Foto: Heinzel

„Centenary March“, „Wien bleibt Wien“ und „Ti amo“

Von London ging es zur Musik des „King of Pop“. Es drehte sich um Michael Jacksons Album "Thriller" von 1982 – einem „Meilenstein der Popgeschichte“. Dem erfolgreichsten Entertainer aller Zeiten folgte „A tribute to Amy Winehouse“. Die Sängerin habe den „Soul zurück in die Musik geholt“, meinte der Moderator. Der Ausflug in die Pop-Musik wurde kurz durch den Marsch „Dem Land Tirol die Treue“ unterbrochen, bevor das Konzert mit „Let me entertain you“ und der Stimme von Robbie Williams im Kopf vorerst zu Ende ging.

Das begeisterte Publikum bekam jedoch noch drei Zugaben. Zum einen den eigens für die Stadtkapelle geschriebenen „Centenary March“, „Wien bleibt Wien“ und dann zum Abschied „Ti amo“ von Howard Carpendale. Mit seinem Vortrag bestätigte das Blasorchester die Einschätzung von Peter Sieve: „Lohne hat einen Schatz in dieser Stadtkapelle Lohne.“

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