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Premiere auf der Freilichtbühne Lohne: Madagascar startet am Muttertag

Das Musical nach dem bekannten Animationsfilm sei eines der besten Familienstücke der Freilichtbühne überhaupt, sagt David Noeh, Vorsitzender des Trägervereins. Es sei Unterhaltung pur.

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Judith Schmidt spielt Nilpferd-Dame Gloria (links), Kai Schröder gibt die stets panische Giraffe Melman. Foto: Helmut Hausfeld

Judith Schmidt spielt Nilpferd-Dame Gloria (links), Kai Schröder gibt die stets panische Giraffe Melman. Foto: Helmut Hausfeld

Marty feiert seinen 10. Geburtstag und macht gemeinsam mit seinen Freunden Alex, Melman und Gloria die Straßen von New York unsicher. Bei dem Quartett handelt es sich um Zootiere, die dafür aus dem Central-Park-Zoo ausgebüxt sind. Das vorlaute Zebra Marty hatte von den Pinguinen Skipper, Private, Kowalski und Rico einen Fluchtplan übernommen und den eitlen Löwen Alex, die panische Giraffe Melman und die divenhafte Nilpferd-Dame Gloria zum Mitmachen überredet. Ihr Ausbruch führt sie übers Meer nach Madagaskar, wo sie auf Lemuren um King Julien treffen.

„Das ist von Anfang bis Ende Unterhaltung. Es gibt keine ruhige Phase in dem Stück.“David Noeh, Vorsitzender Freilichtbühne Lohne

Bei dem chaotische Abenteuer handelt es sich um die Bühnenadaption des Animationsfilms Madagascar aus dem Jahr 2005. Das bekannte Werk von Dreamworks wird zum ersten Mal auf der Lohner Bühne als Schauspiel präsentiert. Am kommenden Sonntag (8. Mai) ist um 16 Uhr Premiere. „Das ist von Anfang bis Ende Unterhaltung. Es gibt keine ruhige Phase in dem Stück“, sagt David Noeh, der Vorsitzende der Freilichtbühne Lohne. Regisseur Marco Knille nennt es ein „Partymusical“. David Noeh meint: „Wir sind froh, die Saison nach diesen schwierigen letzten Jahren mit so einem Knaller starten zu können.“

Eigentlich sollte Madagascar bereits 2020 aufgeführt werden. Doch die Pandemie machte dem Ganzen einen Strich durch die Rechnung. „Wir waren 2020 mit Madagascar zwar noch nicht aufführungsreif, aber sehr weit fortgeschritten“, berichtet Noeh. Dann kamen 2 Jahre Pause mit all ihren Konsequenzen. Mehrere Rollen mussten neu besetzt werden und die beteiligten Kinder wuchsen enorm, was wiederum hieß, dass Kostüme umgenäht oder neu angefertigt werden mussten. Im Prinzip war es mit Probenbeginn im November ein kompletter Neustart für Madagascar.

Die Freilichtbühne verwandelt sich in den Big Apple (New York). Foto: Helmut HausfeldDie Freilichtbühne verwandelt sich in den Big Apple (New York). Foto: Helmut Hausfeld

Insgesamt sind etwa 150 Personen rund um die Aufführung ehrenamtlich eingesetzt, davon 60 kostümiert auf der Bühne. Die ganze Inszenierung sei sehr aufwendig, von den Kostümen bis hin zum Schminken. Selbst die Kinder müssten sich während des Auftritts umschminken, da sie mehrere Rollen spielen. Über die Tanzdarbietungen während des Stücks sagen die Darsteller scherzhaft „Fitnessstudio inklusive“, erzählt David Noeh und ergänzt, dass sie beispielsweise nach dem Tanz „I like to move it“ regelrecht "platt" seien.

"Gerade 'Madagascar' entpuppt sich dabei als echtes Partystück für die ganze Familie.“Otmar Kolbeck, musikalischer Leiter und King-Julien-Darsteller, im März über die Proben

Das Einstudieren des Stücks wurde aber immer wieder pandemiebedingt unterbrochen oder anders als geplant durchgeführt. Im März sagte Otmar Kolbeck gegenüber der Redaktion: „Es macht einfach wieder Spaß, mit dem verrückten Haufen zu proben und zu arbeiten. Gerade 'Madagascar' entpuppt sich dabei als echtes Partystück für die ganze Familie.“ Der musikalische Leiter und Darsteller von King Julien hatte alle Lieder, da sie nur in englischer Sprache vorlagen, ins Deutsche übersetzt und die Noten angeglichen. Entstanden sind klare, kindgerechte Lieder, die die Geschichte tragen.

Zebra Marty (Karoline Brockmüller, links) sehnt sich nach Freiheit und verwendet einen Plan der Pinguine, um diese zu gewinnen. Foto: Helmut HausfeldZebra Marty (Karoline Brockmüller, links) sehnt sich nach Freiheit und verwendet einen Plan der Pinguine, um diese zu gewinnen. Foto: Helmut Hausfeld

Der Vorsitzende der Freilichtbühne ist überzeugt von Madagascar. Als er sich das Stück gemeinsam mit Torsten Olberding bei einer anderen Freilichtbühne angesehen hatte, sei man sich einig gewesen: „Das spielen wir.“ Das sei sehr selten so eine direkte, positive Entscheidung, erzählt David Noeh und sagt inzwischen: „Madagascar ist eines der besten Familienstücke, das wir auf die Freilichtbühne gebracht haben.“ Egal wie viele Proben er bereits gesehen habe, er setze sich immer noch gerne dazu und schaue sich das Ganze an. Sein Fazit: „Das wird einfach nicht langweilig.“

Davon könnten sich die Besucher nun überzeugen. 800 Zuschauer passten in die Freilichtbühne. Für die Premiere von Madagascar am Sonntag (8. Mai) gebe es nur noch Restkarten. Überhaupt laufe der Vorverkauf sehr gut. Die Aufführungen beider Stücke, das Erwachsenenstück „Heiße Ecke“ hat am 23. Juli (Samstag) Premiere, seien bereits zu 75 Prozent ausverkauft. Die aktuellen Vorschriften ermöglichen einen Besuch der Freilichtbühne ohne Einschränkungen. Einen Wermutstropfen gebe es dennoch, sagt David Noeh. Es gebe viele Familien, die die Gelegenheit nutzten, um vor der Vorstellung oder während der Pause etwas zu essen. Diese müssten sich auf eine kleine Änderung einstellen. Aufgrund der Lieferengpässe beim Öl könnten keine Pommes angeboten werden. „Als Ersatz gibt es große Brezeln. Alles andere bleibt gleich.“

  • Info: Reservierungen der Eintrittskarten sind online auf www.fb-lohne.de oder per Telefon (04442-738500) möglich.

Auftrittstermine:

  • 8. Mai (Sonntag) 16 Uhr
  • 15. Mai (Sonntag) 16 Uhr
  • 22. Mai (Sonntag) 16 Uhr
  • 29. Mai (Sonntag) 16 Uhr
  • 6. Juni (Montag) 16 Uhr
  • 10. Juni (Freitag) 19.30 Uhr
  • 12. Juni (Sonntag) 16 Uhr
  • 19. Juni (Sonntag) 16 Uhr
  • 26. Juni (Sonntag) 16 Uhr
  • 3. Juli (Sonntag) 16 Uhr
  • 15. Juli (Freitag) 19.30 Uhr
  • 16. Juli (Samstag) 16 Uhr

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