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Pfarrer Schwartz liest multikulturelle Geschichten rund um den Apfel vor

Im "Treffpunkt Apfelgarten" in der Lastruper Christuskirche gestaltete Pastor Jürgen Schwartz gemeinsam mit Regina Hammer-Schmidt eine musikalische Lesung der besonderen Art.

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Pfarrer Jürgen Schwartz liest im Treffpunkt Apfelgarten Märchen aus verschiedenen Kulturkreisen vor. Foto: Landwehr

Pfarrer Jürgen Schwartz liest im Treffpunkt Apfelgarten Märchen aus verschiedenen Kulturkreisen vor. Foto: Landwehr

Unter dem Titel „Geschichten rund um den Apfel“ im „Treffpunkt Apfelgarten“ gestalteten Pastor Jürgen Schwartz und Regina Hammer-Schmidt an der Orgel eine musikalische Lesung in der Lastruper Christuskirche, die an der Straße „Am Apfelgarten“ gelegen ist. Zwischen den sechs Apfel- und Baumgeschichten, die Jürgen Schwartz für seine Lesung ausgesucht hatte, präsentierte Regina Hammer – Schmidt ihre ausgewählten musikalischen Werke.

Mit dem Entzünden einer Kerze mit dem Licht von Betlehem gedachten die Anwesenden zunächst den Opfern von Krieg und Gewalt, speziell auch in der Ukraine. „Seit dem 24. 2., dem Einmarsch Russlands in die Ukraine, zünden wir bei allen kirchlichen Veranstaltungen eine Kerze an“, erläuterte Schwartz.

Von Spanien über die Ukraine und Böhmen bis nach Südafrika und Melanesien

„Der Apfel ist ein Kulturgut. Vor rund 10.000 Jahren bereits begannen Menschen, ihn zu kultivieren. Er stammt ursprünglich aus Kasachstan, von wo aus er im Laufe der Zeit seinen Weg über alle Erdteile antrat“, erläuterte Schwartz. Lange Zeit sei der Apfel ein Symbol für Reichtum, Verführung und Macht gewesen. Kein Wunder also, dass er in vielen Geschichten eine entscheidende Rolle spiele.

So knüpfte dann der Pfarrer in seinen sechs ausgewählten Märchen eine Verbindung von Spanien über die Ukraine und Böhmen bis nach Südafrika und Melanesien, der Inselwelt im Pazifischen Ozean. Allen Geschichten gemeinsam waren ihre märchentypischen Elemente mit ungenauen Orts- und Zeitangaben (Es war einmal in einem Land irgendwo), mit Zauberern, Hexen oder überirdischen Wesen, mit magischen Zahlen (typisch die Drei), mit Gegensatzpaaren (Junger Prinz – alte Hexe), mit Prüfungen für die Helden und schließlich mit einem guten Ende.

Im spanischen Märchen „Der Apfel der Gesundheit“ schafft es nur der jüngste der drei Söhne des armen Bauern, der kranken Prinzessin den Apfel zu bringen, der sie gesund macht. Der König gibt dem Jungen dafür, wie versprochen, die Prinzessin zur Frau.

Am Ende ist oftmals alles gut

Im böhmischen Märchen „Das Mädchen aus dem Apfelbaum“ muss der König erst einige Prüfungen bestehen, bevor sein aus einem Apfel befreites wunderschönes Mädchen heiraten kann.

Im afrikanischen Märchen der Bantu „Der Baum Ungalli“ leiden die Tiere an Hunger und wandern los, um etwas zum Fressen zu finden. Vom wunderschönen Baum mit ganz vielen Früchten dürfen sie fressen, wenn sie dessen Namen herausfinden. Während Gazelle und Elefant an der Aufgabe scheitern, schafft es die kleine Schildkröte und rettet so die Tiere vor dem Verhungern.

Verschiedene Kulturkreise kommen zur Darstellung

Im Märchen „Der Junge und der Orangenbaumgeist“, das in der pazifischen Inselwelt Melanesiens zu Hause ist, schafft es ein kleiner Junge, mehr Muscheln, die den Reichtum anzeigen, als der reichste Mann des Stammes zu bekommen und so Häuptling zu werden, weil er auch in der Not an seine Familie denkt und für sie sorgt.

Auch wenn die von Pfarrer Schwartz ausgewählten Märchen ähnlich strukturiert waren, spiegelten sie doch immer andere Kulturkreise wider und bezauberten durch den Sieg des Guten. Dazu trug aber auch die sprachliche Kraft und Intonation durch den Vorleser bei, so dass jedes Märchen auch ein akustischer Genuss war.

Regina Hammer-Schmidt hatte dazu nicht nur passende Musikstücke ausgesucht, sie präsentierte diese auch entsprechend einfühlsam und dem Gelesenen angemessen.

OM-hilft -  Helfen Sie mit! Das Oldenburger Münsterland hilft den Geflüchteten aus der Ukraine. Hilfsinitiativen, Wohlfahrtsorganisationen und viele mittelständische Unternehmen sind bereits dabei, die Hilfe vor Ort zu koordinieren. Und auch Sie können sich beteiligen. Wie und Wo? Das sagt Ihnen  die Webseite om- hilft.org

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