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Petra Breher: "Der Mensch ist mein wichtigstes Motiv"

Die Fotografin und Malerin zeigt erstmals in einer eigenen Ausstellung Fotografien und Bilder im ehemaligen Gasthof Stegemann in der Stadtmitte.

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Feiert Premiere in Löningen: Am Margeriten-Sonntag eröffnet die Fotografin und Malerin Petra Breher ihre Ausstellung mit Fotografien und Bildern im ehemaligen Gasthof Stegemann. Foto: Siemer

Feiert Premiere in Löningen: Am Margeriten-Sonntag eröffnet die Fotografin und Malerin Petra Breher ihre Ausstellung mit Fotografien und Bildern im ehemaligen Gasthof Stegemann. Foto: Siemer

Das Margeritenfest am kommenden Sonntag mit den zusätzlichen Besuchern dank der verkaufsoffenen Geschäfte nutzt die Löninger Fotografin und Malerin Petra Breher für ihre erste eigene Ausstellung in Löningen. Sie präsentiert mehr als 30 ihrer Arbeiten ab Sonntag-Vormittag im ehemaligen Gasthof Stegemann in der Stadtmitte. Sie dankt Bernd Stegemann für die Bereitschaft, die Räume der früheren Gaststätte für die in den kommenden 3 Wochen jeweils samstagnachmittags und sonntags geöffnete Schau zur Verfügung zu stellen. Es sei ein schönes Gefühl, ihre Werke in einer eigenen Schau zu zeigen, freut sich die 50-Jährige auf die Resonanz und die Reaktionen der Besucher.

Während sie sich im Bereich der Malerei vor allem als Autodidaktin sieht, in der sie schon seit ihrer Jugend ihre Gefühle und Stimmungen mit Ei-Tempera, Pastellfarben oder Tusche bei den zumeist abstrakten Motiven auf die Leinwand bringt, ist sie in ihrem Hauptbereich, der Fotografie, seit vielen Jahren als Profi unterwegs. Nach dem Abitur in Haselünne hat sie eine Fotografen-Lehre in einem Portraitstudio gemacht. Anders als heute mit den unendlichen Möglichkeiten von Photoshop am Computer-Bildschirm war beim analogen Fotografieren mit Filmen sehr viel technische Disziplin für gute Ergebnisse notwendig. Gepaart mit dem im Laufe der Jahre immer weiter ausgebildeten gestalterischen Blick auf Motive und Möglichkeiten haben ihre Arbeiten ein hohes künstlerisches Niveau erreicht. Dies zeigt sich auch in der Auswahl von etlichen Portraits und Paaraufnahmen, in denen es ihr trotz der dafür notwendigen Inszenierung gelingt, den Zauber des Augenblicks zwischen Frau und Mann festzuhalten.

Selbst Routine-Aufträge haben sie immer gereizt

Der „Mensch ist trotz der Ausflüge in andere Bereiche mein wichtigstes Motiv“, erzählt sie. Selbst Routineaufträge wie Kindergartenfotografie oder Hochzeitsbilder hätten sie immer gereizt, über die Routine des Festhaltens des Augenblicks unverwechselbare Momente zu suchen. Nur noch ein kleiner Schritt sei es dann für sie zur Akt-Fotografie gewesen, ein Bereich, in dem sie gerne arbeite, weil sie die besonderen, damit verbundenen Herausforderungen reizten, so die Fotografin. Auch dieses Genre ist in der Ausstellung vertreten. Mehr als die Hälfte der Fotografien sind schwarz-weiß. Durch ihre Ausbildung und danach die Arbeit in der eigenen Dunkelkammer habe sie eine besondere Affinität zu dieser Darstellungsform entwickelt. Das Motiv und die Linienführung kämen intensiver rüber, weil Farbe nicht ablenke.

Auch wenn es die erste eigene Präsentation ist, kennen viele Löninger ihre Arbeiten. Denn seit Jahren nutzt die im Zweitberuf gelernte Restaurantfachfrau und Hobbyjägerin den heimischen Centralhof als Galerie für ihre Natur- und Tieraufnahmen. Zu sehen ist dort auch ein von der Zeitschrift „fotoforum“ preisgekröntes Foto: „Tiere 2020“. Es zeigt einen Habicht, der gerade die Schwingen und seinen mit einem Blutstropfen verschmierten Rumpf über seine Beute, einem Hasen, beugt. Die Jury hatte sich tief beeindruckt von der Intensität des Augenblicks gezeigt.

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