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Peter Lampe bereitet seine erste eigene Kunstausstellung vor

Der 20-Jährige aus Langförden stellt bald seine Werke im Gymnasium Antonianum aus. Dort, wo er vor einigen Wochen noch sein Abiturzeugnis bekommen hat. Er ist angehender Kunst-Student.

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Seine Abiturentlassungsfeier ist noch in frischer Erinnerung, und eigentlich sollte mit der Schule erstmal Schluss sein. Dennoch ist Peter Lampe zurzeit wieder jeden Tag am GAV. Aber nicht, um zu lernen, sondern, um im Gymnasium Antonianum seine erste eigene Kunstausstellung vorzubereiten. Diese Ausstellung findet vom 20. bis 29. August in der Europahalle der Schule statt. Täglich von 14 bis 18 Uhr wird Peter Lampe vor Ort sein, um mit Kunstinteressierten über seine Arbeiten und Exponate zu sprechen. Die Vernissage, bei der die Schulleiterin, Oberstudiendirektorin Inge Wenzel, die Ausstellung eröffnen wird, beginnt am 20. August um 18 Uhr.

Ab Herbst studiert er an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg

Der 20-jährige Langfördener beschäftigt sich seit rund drei Jahren intensiv mit seinen künstlerischen Interessen. „Anfänglich auf theoretischer Ebene in der Malschule von Jürgen Frey, und bestärkt durch dieses Wissen dann auch immer mehr in der Praxis“, erläutert der Abiturient. Dass er mit diesen Ambitionen in der Oberstufe den Kunstleistungskurs belegte, versteht sich von selbst. Ab Herbst hat Peter Lampe einen Studienplatz an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg.

Bilder zeigen "einen Abdruck der Erdkräfte"

Etwas Alltägliches, Gewohntes präzise zu untersuchen – das sei die anfängliche Motivation gewesen, als Lampe sein aktuelles Projekt startete. Was genau passiert, wenn ich einen Becher mit einem Wasser-Tinte-Gemisch auf einem Blatt Papier umstoße? Den Versuch begleitete er mit der Slow-Motion-Technik, die rund 260 Bilder pro Sekunde zur Verfügung stellte. Diese Aufnahmen wertete er aus, herausgekommen sind jeweils Bilder, die mehr sind als ein umgeschmissener Farbbecher. Sie zeigen das Zusammenspiel von Naturgesetzen und Zeit, „einen Abdruck der Erdkräfte“.

"Naturwissenschaft und Kunst gehören eng zusammen."Peter Lampe, angehender Kunststudent aus Langförden

„Naturwissenschaft und Kunst gehören eng zusammen“, sagt Peter Lampe. Reflektierte Sätze, die man von einem 20-Jährigen nicht unbedingt erwartet. Die Motivation, sich mit diesen Themen auseinanderzusetzen, sei nach und nach gewachsen, erinnert er sich. Nach einem Jahr Schüleraustausch in den USA habe er den Drang verspürt, sich wieder mehr dem künstlerischen Schaffen hinzugeben. Dafür war in den Jahren zuvor, als er ambitioniert Basketball spielte, kaum Zeit. In der Malschule habe er sowohl den sensiblen theoretischen Zugang zur Kunst, als auch die wichtigen künstlerischen Fertigkeiten vermittelt bekommen, um diesem Drang nachzugehen. Frey habe ihn stark in seinen naturwissenschaftlichen und philosophischen Interessen beeinflusst und teile viele Interessen mit ihm, sagt Peter Lampe. Beispiel Physik: Wenn man sich mit den gewohnten Gegebenheiten der Physik befasst, ergeben sich gleich neue Herangehensweisen und Ebenen der künstlerischen Arbeit.

Kunstwerke sind in der Wohnung des Großvaters in Langförden entstanden

Dankbar ist der 20-Jährige dafür, dass er zu Hause in Langförden in der alten Einliegerwohnung seines Großvaters malen, gestalten und bauen darf. „Ohne diesen Raum hätte keine meiner Arbeiten entstehen können.“ Trotz seines für sein junges Alter eher ungewöhnlichen Interesses wirkt Peter Lampe nicht wie ein außenstehender Exzentriker. Neben der Kunst sei er genauso ein junger Erwachsener, wie alle anderen in seinem Alter auch, bekennt er. Woher seine Affinität zur Kunst und der Drang zur künstlerischen Arbeit kommt, kann er nicht ganz genau sagen. Vielleicht habe er die Affinität von seinem Vater Ulrich geerbt, „der hat früher auch gern gemalt“, erinnert sich Peter Lampe. Und im übrigen ist seine Schwester Luisa, eine angehende Medizinerin, „auch sehr interessiert an Kunst“ und steht ihm in künstlerischen Fragestellungen bereichernd zur Seite.

Ihn interessiert ein breites Kunstspektrum

Jorinde Voigt oder Joseph Beuys – Künstler der Neuzeit und ihre Werke findet Lampe besonders spannend. Von klassischer Malerei über immersive Videokunst bis hin zu minimalistischer Konzeptkunst – alles ist für ihn gleichermaßen interessant und definitiv berechtigt in der Kunst. Wichtig ist ihm, die Arbeiten und nicht den Künstler in den Mittelpunkt zu stellen. Deshalb sind seine Arbeiten fast immer auf der Rückseite signiert, damit seine Person möglichst viel Abstand zum Bildraum gewinnen kann.

Sein erstes verkauftes Bild hängt im GAV

Peter Lampe freut sich sehr auf seine erste Kunstausstellung und auf die Reaktionen der Besucher. Dass sie zustande gekommen ist, verdankt er nicht zuletzt seiner alten Schule, dem GAV, seiner ehemaligen Kunstlehrerin und der Schulleiterin Inge Wenzel. Die habe immerhin dafür gesorgt, dass sein erstes verkauftes Bild in seinem Gymnasium hängt. Außerdem ist er dankbar dafür, dass seine Mutter und sein Vater bei allem stets hinter ihm stehen.

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