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"Ortswechsel" eröffnet: Kunsthistoriker lobt Ausstellung als besondere Form der Inspiration

Über 100 Besucher waren zur Freude des Friesoyther Kunstkreises beim Auftakt dabei. So viel Aufmerksamkeit überraschte auch Dr. Alexander Linke, der über Einsichten und Ansichten referierte.

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Entspannte Atmosphäre: Die Besucher schlenderten durch die mit über 200 Werken bestückte Ausstellung und kamen ins Gespräch. Foto: Wimberg

Entspannte Atmosphäre: Die Besucher schlenderten durch die mit über 200 Werken bestückte Ausstellung und kamen ins Gespräch. Foto: Wimberg

Mit einem Glas Sekt oder Orangensaft schlenderten die Gäste durch die Ausstellung. Sie hielten inne, staunten und interpretieren, sie zeigten sich von der „Kraft der Kunst“ beeindruckt und kamen mit den Künstlern ins Gespräch. Leere Gänge gab es nicht, im Gegenteil: Über 100 Besucher konnte der Friesoyther Kunstkreis zu seinem „Ortswechsel“ begrüßen.

„So viel Aufmerksamkeit geht ans Herz, vor allem in einer Region, in der man es nicht unbedingt vermuten möchte“, zeigte sich auch Kunsthistoriker Dr. Alexander Linke (Akademie Stapelfeld) vom Zuspruch beeindruckt, der auf die Ausstellung im früheren Möbelhaus Hemmen als neuen Standort einstimmte.

Mehr als 200 Exponate haben die über 25 Kulturschaffenden aus der Region dort kreativ in Szene gesetzt. Jeder gestaltete dabei sein eigenes Reich, um die Malereien, Skulpturen, Skizzen, Fotografien und Plastiken vor einer perfekten Kulisse zu positionieren. Spürbar sei bei allen „die Liebe zum Detail und die besondere Form von Inspiration und Sinnlichkeit“, sagte Linke und hob auch die Themenvielfalt hervor, die nicht zuletzt den Zeitgeist treffen und einen Bogen von Ökologie und Energie über Unterdrückung und Trauer bis zu Natur und Gesellschaft schlagen.

Auch Sehnsuchtsorte als imaginäre Ortswechsel sind zu sehen „und es ist wichtig, dass jeder seine eigene Sprache findet.“ Ein Ortswechsel verändere den Blickwinkel, doch genau dieser Perspektivwechsel vereine die unterschiedliche Kunst, erklärte der Kunsthistoriker, dankte „für Einsichten und Ansichten“ und gratulierte zum 10-jährigen Bestehen des Kunstkreises.

Dessen Sprecherin Christa Anneken hatte zuvor Kolleginnen und Kollegen und das Publikum begrüßt und Hausherrin Edith Hemmen gedankt, die das Gebäude zur Verfügung stellt. Verbunden mit dem Bitte, dass zur Vernissage auch Bilder ihres vor einem Jahr verstorbenen Mannes Gerhard Glup gehören mögen. „Für ihn ein Herzenswunsch“, sagte Edith Hemmen, denn noch zwei Tage vor seinem Tod habe er über eine Ausstellung seiner Werke gesprochen, die er gerne mal mit der Kunst von Agnieszka Hayduk verbunden hätte. Auch sie ist Mitglied des Kunstkreises und nun können die Exponate von beiden an der Elbestraße besichtigt werden.

Pressetermin“: Der Böseler Künstler Herbert Bley verewigte auch die Münsterländischen Tageszeitung und stellte das Werk aus. Foto: Wimberg
Einführung: Dr. Alexander Linke von der katholischen Akademie Stapelfeld verwies auf die Kraft der Kunst und die individuelle Sprache der Künstler. Foto: Wimberg
Musik: Für Unterhaltung sorgte die Band Acoustic Dudes“ mit Martin Glup aus Friesoythe. Foto: Wimberg
Nicht nur Malerei: Auch Skulpturen und Plastiken sind an der Friesoyther Elbestraße zu sehen. Foto: Wimberg

Dort erfüllt jedoch nicht nur Kunst, sondern auch Musik den Raum. Glups Bruder Martin begleitete mit seiner Oldenburger Band „Acoustic Dudes“ und Songs, beispielsweise von den Dire Straits, die Eröffnung.

Während des Eisenfests am 17. und 18. September (Samstag und Sonntag) gibt es ab 15 Uhr Folkrhythmen mit der Band „Slainte“, am 24. September (Samstag) ist Sänger und Songschreiber Tim Mahn aus Werlte ab 18 Uhr zu Gast.

So einmalig die Ausstellung, so einmalig allerdings auch der Standort. Wie Edith Hemmen mitteilte, könne die Veranstaltung kein zweites Mal dort stattfinden, da das Objekt dann wieder vermietet sei.


Info: Die Kunstausstellung „Ortswechsel“ findet in Kooperation mit dem Kulturkreis Bösel-Friesoythe Saterland statt. Zwischen dem 9. September und 2. Oktober ist sie an der Elbestraße 1 samstags von 16 bis 20 Uhr und sonntags von 13 bis 18 Uhr geöffnet.

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