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„Nighthawks“ reißen das Publikum mit

Die Band rund um Dal Martino alias Volker Vaessen präsentierte im Museumsdorf Cloppenburg druckvollen Fusion-Jazz gepaart mit starkem Rock-Einschlag.

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Mit ihnen ging die Post ab: Die „Nighthawks“ hatten das Publikum auf ihrer Seite. Foto: Heidkamp

Mit ihnen ging die Post ab: Die „Nighthawks“ hatten das Publikum auf ihrer Seite. Foto: Heidkamp

Am Anfang klang es beim Konzert der Gruppe „Nighthawks“ wie das Stimmen der Instrumente, entpuppte sich dann aber als ein langsames Einspielen in das Konzert. Ein groovender Bass, eine feurige Rhythmus-Gruppe, oben drauf ein knackiger Bläsersatz – und ab ging die Post beim Open-Air Konzert auf dem Brink im Cloppenburger Museumsdorf. Mit ihrem druckvoller Fusion-Jazz gepaart mit starkem Rock-Einschlag heizten die „Nighthawks“ dem Publikum gleich von Beginn an ordentlich ein.

Bandleader Dal Martino alias Volker Vaessen hatte mit Thomas Alkier an den Drums, Gitarrist Jörn Leonhardt, Jürgen Dahmen am Keyboard und der Orgel sowie dem Star-Trompeter Reiner Winterschladen eine fantastische Band zusammengestellt. Mehrfach rissen die Musiker das Publikum mit ihrer Darbietung mit.

Spielfreudig und virtuos

Der erstklassige und gut abgemischte Sound sorgte für ein ungetrübtes Hörerlebnis und Begeisterung. Lässig und locker, aber immer konzentriert, dabei spielfreudig, virtuos und filigran spielten die Musiker zusammen und bot einen mitreißenden Querschnitt aus ihren bislang veröffentlichen Alben. Mit den handverlesenen Klassikern, unter anderen „The Secret Loneyness“, „747“ oder „Norways“, drückten sie dem Konzert dabei den Stempel auf.

Mit ihrem modernen Elektronik-Sound nahmen sie das Publikum mit auf eine Reise auf den Rickenbacker Causeway, eine Straße in der Nähe von Miami im Süden Amerikas, auf der eigentlich nicht viel passiert. Weit gefehlt, denn die musikalische Wegbeschreibung mit den gleichmäßig sich hinziehenden Rhythmen und dem lebendigen Spiel von Jürgen Dahmen an den Keyboards sorgten bis zum Eintreffen am Ziel für häufige Stimmungswechsel.

Konzert war eine Sternstunde

Ein Stück aus ihrem Album „747“, damit ist das Flugzeug der Firma Boeing gemeint, entführte mit viel Hall, metallischem Sprachsilber, langen rhythmischen Bögen und einem ruhigen, leicht verzögerten Trompetenthema darüber, in scheinbare futuristische Welten. „Nighthawks“ schafften es, ihrer Musik mit den warmen, manchmal kernigen oder kühlen akustischen Klängen einen unverwechselbaren Sound zu geben, der sich durch alle Stücke zieht. „Die Beatles flogen mit der 747 nach Amerika, zurück kamen Jazz und Blues“, beschrieb Dal Martino das Flugzeug als Kulturtransporter zwischen Europa und Amerika.

Wie sich die Musiker auf der Bühne die „Bälle“ zuspielten und im blinden Verständnis einen gleichermaßen entspannten wie großartigen Auftritt hinlegten, war auf jeden Fall eine Sternstunde in der Geschichte der Cloppenburger Jazz- und Bluesfreunde.

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