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Neujahrsempfang in Friesoythe bietet Soul, Schwung und gute Laune

Beim 9. kombinierten Neujahrskonzert und -empfang des Kulturkreises und der Stadt Friesoythe sorgte die DiJaCo Big Band für einen Auftakt voll guter Laune.

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Soul, Schwung und gute Laune: Jörn "Captain Soul" Meyer (links) und die DiJaCo Big Band mit Bandleader Thomas Stanko (rechts) begeisterten das Publikum beim Friesoyther Neujahrskonzert. Foto: Stix

Soul, Schwung und gute Laune: Jörn "Captain Soul" Meyer (links) und die DiJaCo Big Band mit Bandleader Thomas Stanko (rechts) begeisterten das Publikum beim Friesoyther Neujahrskonzert. Foto: Stix

Am Ende hielt es selbst Friesoythes 91 Jahre alten Ehrenbürger nicht mehr auf seinem Stuhl. Als Sänger Jörn Meyer alias Captain Soul zum Ende des Neujahrskonzerts die Besucher am Sonntagabend aufforderte, sich selbst in Bewegung zu setzen, stand auch Ferdinand Cloppenburg auf. Denn Soul, so Meyer, "geht ins Herz und ins Bein". Und so tanzten die Zuhörer, die sich zuvor auf leichtes Wippen des Kopfes und der Beine beschränkten mussten, zwischen den Stuhlreihen zu den Rhythmen der 1960er Jahre.

Meyer war gemeinsam mit der Dinklager Jazz Combination DiJaCo unter Leitung von Thomas Stanko zum 9. kombinierten Neujahrskonzert und -empfang des Kulturkreises und der Stadt Friesoythe in das Forum am Hansaplatz gekommen, um das Jahr 2023 mit Soul, Schwung und guter Laune einzuläuten. "Als der Soul entstand, hat man sich der Gospelmusik bedient, aber ohne kirchliche Texte", erläuterte Meyer. "Beim Soul geht es um Liebe, Alkohol und Sex."

Die rund 60 Jahre alten Klassiker von den Soul-Größen Eddie Harris, Otis Redding, Ray Charles, Bill Withers und Wilson Pickett bekamen in der Kombination aus dem Big-Band-Sound der DiJaCO, Meyers ausdrucksstarker Stimme und seiner beeindruckenden Bühnenpräsenz eine ganz neue Dynamik. "Das Improvisationstalent von Captain Soul und die starren Arrangements einer Big Band wollte ich schon lange mal zusammenbringen", gestand Bandleader Thomas Stanko vor der ersten Zugabe. "Das war heute die Premiere, denn wir haben das Programm noch nie so gespielt." Eine Premiere, die beim Publikum vom ersten Ton an für Begeisterung und gute Laune sorgte.

Jetzt geht die Party richtig los: Auf dem Stuhl stehend animierte Jörn Meyer das Publikum im Forum am Hansaplatz zum Mitmachen. Foto: StixJetzt geht die Party richtig los: Auf dem Stuhl stehend animierte Jörn Meyer das Publikum im Forum am Hansaplatz zum Mitmachen. Foto: Stix

Bürgermeister legt Schwerpunkt auf gute Nachrichten

Gute Laune, vor allem aber einen Schwerpunkt auf gute Nachrichten hat Friesoythes Bürgermeister Sven Stratmann sich für 2023 vorgenommen. "Schlimme Nachrichten beschäftigen uns ja meist mehr als das Gute, das wir tagtäglich erleben dürfen", sagte er in seiner Neujahrsansprache. "Aber sollten wir uns nicht eigentlich darauf viel mehr konzentrieren?" Als Beispiel nannte er die Geburt von 738 neuen Friesoyther Einwohnern in den vergangenen 3 Jahren. "Das ist 738-Mal pures Glück", befand er.

Auch den Rückgang der städtischen Schulden dank eines weiterhin hohen Gewerbesteueraufkommens, die Hilfsbereitschaft angesichts des Ukraine-Kriegs sowie – als parteipolitische Seitenhiebe gegen die CDU – die Wiederwahl der Ersten Stadträtin Heidrun Hamjediers und das zurückgehende Müllaufkommen im Stadtgebiet fanden sich auf Stratmanns Liste der "Good News". 

Stratmann bringt Sporthalle ins Gespräch

Auch für die Zukunft habe er sich vorgenommen, "das Gute viel mehr in den Fokus zu stellen". Dank des Geburten- und Bevölkerungswachstums etwa benötigen Altenoythe und Gehlenberg weitere Kita-Kapazitäten. Als positiv wertete er auch den bevorstehenden Neubau für die Gerbertschule in Altenoythe, lediglich beim Thema Sporthalle fiel es ihm schwer, den Dreh zu den guten Nachrichten zu finden. "Der ursprüngliche Plan ist nicht aufgegangen, vielleicht müssen wir uns des Themas noch einmal annehmen", brachte er eine Sporthalle in städtischer Eigenregie ins Gespräch.

Kultur, Musik und Politik: Thomas Cloppenburg, der Vorsitzende des Kulturkreises (von rechts), Bandleader Thomas Stanko und Bürgermeister Sven Stratmann teilten sich die Arbeit beim kombinierten Neujahrskonzert und -empfang. Foto: StixKultur, Musik und Politik: Thomas Cloppenburg, der Vorsitzende des Kulturkreises (von rechts), Bandleader Thomas Stanko und Bürgermeister Sven Stratmann teilten sich die Arbeit beim kombinierten Neujahrskonzert und -empfang. Foto: Stix

Zuvor hatte Thomas Cloppenburg, der Vorsitzende des Kulturkreises Bösel – Saterland – Friesoythe, auf die Folgen der Corona-Pandemie hingewiesen. "Insbesondere der Kulturbetrieb ist durch die nicht immer nachvollziehbaren Vorgaben teilweise in erhebliche Schwierigkeiten geraten", konstatierte er rückblickend. Es sei eine Herausforderung, die Menschen, die es sich während Corona "auf dem häuslichen Sofa bequem eingerichtet haben, in die Theater, Museen und Konzerte zurückzuholen". Vor diesem Hintergrund sei es wohltuend, dass rund 360 Menschen den Weg in das Forum gefunden hätten. Und die nutzten nach dem Konzert ausgiebig die Gelegenheit, im geselligen Teil miteinander ins Gespräch zu kommen.

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