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Neuenkirchen-Vördens Musikschule setzt auf Präsenzunterricht

Mehr als 3 Monate war die Einrichtung zu Beginn 2021 geschlossen. Das sollte sich tunlichst nicht wiederholen, fordert Neuenkirchen-Vördens Musikschulleiter Julian Luttmer-von Wahlde.

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Er hat viel vor: Julian Luttmer-von Wahlde und seine Kollegen planen für die nahe Zukunft neue Projekte der Musikschule Neuenkirchen-Vörden und Veranstaltungen aus Anlass ihres 30-jährigen Bestehens. Foto: Lammert

Er hat viel vor: Julian Luttmer-von Wahlde und seine Kollegen planen für die nahe Zukunft neue Projekte der Musikschule Neuenkirchen-Vörden und Veranstaltungen aus Anlass ihres 30-jährigen Bestehens. Foto: Lammert

Neues Jahr, neues Glück, aber auch wieder Corona und die Folgen: Julian Luttmer-von Wahlde blickt trotz der längst noch nicht ausgestandenen Pandemie und deren Folgen in die Zukunft der von ihm seit dem 1. Januar 2019 geleiteten Musikschule Neuenkirchen-Vörden.

"Wir sind dankbar und froh, dass wir im Rahmen der Möglichkeiten Präsenzunterricht erteilen können."Julian Luttmer-von Wahlde, Musikschulleiter

"Wir sind dankbar und froh, dass wir im Rahmen der Möglichkeiten Präsenzunterricht erteilen können", sagt der 32-Jährige. Derzeit gilt für die Lehrkräfte die 3-G-Regelung, das heißt, sie müssen genesen, geimpft oder getestet sein. Erwachsene Schüler müssen sich vor dem Unterricht testen lassen, es sei denn, sie fallen unter die 2-G-Regelung. Bei Kindern und Jugendlichen reicht der Test in ihrer jeweiligen Schule aus.

Dass die Höchstzahl der Personen in einem Raum auf 15 begrenzt ist, bereitet der Musikschule derzeit keine Sorgen. "Es gibt ein Orchester, dass diese Zahl erreichen könnte", sagt Julian Luttmer-von Wahlde. Aber das sei schon vor den Weihnachtsferien so gering besetzt gewesen, dass auch bei ihm derzeit keine 15 Personen zusammenkommen. Und im Rahmen des Instrumentalunterrichtes bestehen die Gruppen im Hauptfach in der Regel aus nicht mehr als 3 Personen.

An den Elementarkursen mit dem Titel "Musik und Bewegung" nehmen zwischen 10 und 12 Kinder teil. Die Kurse laufen jetzt im zweiten Halbjahr.

13 Lehrkräfte unterrichten 600 Schüler

Mit Blick auf die kommenden Wochen und Monate hofft der Musikschulleiter – und mit ihm wohl auch die 12 weiteren Lehrkräfte, die Verwaltungskraft, die Eltern sowie viele Kinder und Jugendliche, dass es nicht wieder zu einer Schließung der Musikschule wegen der Corona-Pandemie kommt.

Die Einrichtung sei ein sicherer Ort. Es habe im Laufe der vergangenen beiden Jahre keinen Coronafall, nicht einmal einen Verdachtsfall im Zusammenhang mit dem Unterricht gegeben. Das Hygienekonzept der Einrichtung funktioniere gut. Für den Unterricht stünden genügend Räume zur Verfügung.

"Manche Politiker haben das Konstrukt Musikschule gar nicht richtig vor Augen."Julian Luttmer-von Wahlde, Musikschulleiter

Wichtig sei in dem Zusammenhang auch: Die Musikschule sei keine zentrale Schule mit einem Gebäude. "Und wir haben keinen großen Publikumsverkehr", unterstreicht Julian Luttmer-von Wahlde. "Manche Politiker haben das Konstrukt Musikschule gar nicht richtig vor Augen."

Rückblickend auf 2021 erklärt er: "Ich habe die Schließung unsrer Musikschule nicht verstanden, weil wir 2020 fast durchgehend geöffnet waren." Vor 2 Jahren blieb die Musikschule wegen Corona nur 1,5 Monate geschlossen. 2021 lief dagegen bis Mitte April Unterricht ausschließlich online. Eine Folge war ein deutlicher Rückgang bei den Einnahmen aus dem Schulgeld.

"Danach gingen die Anmeldezahlen nach oben."Julian Luttmer-von Wahlde, Musikschulleiter

Dass die Musikschule trotzdem zirka 600 Personen unterrichtet, dürfte auch daran liegen, dass sie im vergangenen Sommer an vier Terminen Kindern und deren Eltern anbot, sich von Fachlehrern über Instrumente informieren zu lassen. Jeweils rund 15 Minuten dauerte ein solches Gespräch. "Danach gingen die Anmeldezahlen nach oben", freut sich Julian Luttmer-von Wahlde noch heute. Das wollen er und die anderen Lehrkräfte im nächsten Sommer auf jeden Fall wieder anbieten.

Und da auch eine Musikschule, die erfolgreich bleiben will, nicht auf der Stelle stehen bleiben sollte, befinden sich neue Angebote in Planung. So soll noch in diesem Schulhalbjahr ein Drum-Circle, ein Schlagzeugprojekt, in Zusammenarbeit mit der Grundschule Neuenkirchen stattfinden. Da passt es gut, dass die Musikschule seit vergangenem November mit Richard Willmann eine neue Schlagzeuglehrkraft gewonnen hat.

In Vörden ist ein "Instrumentenkarussell" geplant

Mit der Grundschule Vörden ist, aber nicht mehr in diesem Schuljahr, ein Kooperationsprojekt "Instrumentenkarussell" ins Auge gefasst. Zudem möchte die Musikschule im nächsten Sommer versuchen, Veranstaltungen wie Vorspiele vermehrt draußen anzubieten.

Beschäftigen werden sich die Verantwortlichen das Jahr über auch mit den Vorbereitungen der zahlreichen Veranstaltungen, mit denen die Musikschule 2023 das Jahr über ihr 30-jähriges Bestehen feiern will. Konzerte sind ebenso in Vorbereitung wie eine Muikschulfreizeit im Herbst 2023, bei der Teilnehmer zusammen musizieren sollen. 

Interesse an Musik ist ungebrochen groß

Das Interesse sei da. Dafür spricht, dass nach Erkenntnissen Julian Luttmer-von Wahldes der Wunsch der Menschen, das Spielen eines Musikinstrumentes zu lernen, ungebrochen groß ist. Für die Musikschule ist das ein großes Pfund, mit dem sie wuchern kann. Julian Luttmer-von Wahlde sagt: „Musik zu machen ist für manchen ein guter Weg, Dinge zu kompensieren, die auf der Strecke liegen geblieben sind."

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