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Neuenkirchen-Vördens Kulturbahnhof macht trotz Corona Programm

Auch der Kulturbereich ist von der Pandemie gebeutelt. Der Verein Kulturbahnhof hofft, dass er dieses Jahr wieder Veranstaltungen anbieten kann. Insgesamt 15 hat der Vorstand organisiert.

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Der Blick ist in die Zukunft gerichtet: Elsbeth Meyer und Peter Haberer informierten über das aktuelle Jahresprogramm des Vereins Kulturbahnhof. Foto: Lammert

Der Blick ist in die Zukunft gerichtet: Elsbeth Meyer und Peter Haberer informierten über das aktuelle Jahresprogramm des Vereins Kulturbahnhof. Foto: Lammert

Der Verein Kulturbahnhof Neuenkirchen-Vörden vor dem dritten Corona-Jahr: Aufgeben ist nicht. Der Verein hat auch für 2022 ein umfangreiches, mit rund 15 Veranstaltungen zusammengestelltes Programm vorbereitet.

"Das ganze Jahr ist verplant", sagt der stellvertretende Vorsitzende Peter Haberer. Und die Vorsitzende Elsbeth Meyer ergänzt: "Den Kulturbahnhof wird es weiter geben, trotz Corona und seiner Folgen für den Kulturbetrieb."

Programm beginnt mit einem Musicalabend

Starten soll das Jahresprogramm mit einem Musicalabend am 19. März. Ferner sind unter anderem Kabarett mit Angelika Beier im November und Karin Zimny im Dezember, oder auch Konzerte, wie etwa das am 9. April (Samstag) mit der Gruppe Tribute Wilburys, die sich der Musik der bekannten Rockband Travelling Wilburys widmet und damit an große Musiker wie George Harrison, Roy Orbison, Bob Dylan, Jeff Lynne und Tom Petty erinnert, vorgesehen. Hits wie "Handle me with care", "Like a Rolling Stone" oder "Learning to fly" werden, wenn das Konzert stattfindet, im Kulturbahnhof zu hören sein.

Am 19. März (Samstag) und am 30. April ist jeweils ab 20 Uhr eine "Musical Voyage" geplant. Zu erleben sind dann Ausschnitte aus Musicalklassikern wie Phantom der Oper, Tarzan oder auch The Great Showman. Nach Angaben von Tale.Act.Entertainment als Ansprechpartner begeistern die ausgebildeten Musicaldarsteller das Publikum mit Live-Gesang und mehr als 120 aufwändigen, handgefertigten Kostümen und Perücken.

Nur noch bis zu 95 Zuschauer sind zugelassen

Angelika Beier sollte auch schon im vergangenen Jahr im Kulturbahnhof auftreten, mit einem Best-of-Programm. Nun wird sie dem Publikum ein ganz neues Programm präsentieren.

Vor wie vielen Zuschauern die Künstler bei den unterschiedlichen Events auftreten, ist derzeit noch offen. Wenn die Veranstaltungen, wie vom Vorstand des Kulturbahnhofs erhofft, über die Bühne gehen, werden hinsichtlich des Einlasses die jeweils aktuellen Corona-Regelungen gelten. Derzeit sind bis zu 95 Zuschauer im Kulturbahnhof erlaubt. "Und die müssen sitzen", sagt Elsbeth Meyer. In besseren Jahren tummelten sich inklusive der Künstler bis zu 200 Personen im Kulturbahnhof. Mehr sind nicht erlaubt.

Gagen sind niedriger als in Vor-Corona-Zeit

Die deutlich niedrigere Zahl bedeutet auch, dass der Verein längst nicht mehr die Gagen zahlen kann, wie in der Zeit vor der Corona-Pandemie. Einigen Künstlern mache das weniger aus. Sie träten auch für weniger Geld auf, erklärt Peter Haberer. Andere dagegen haben sich selbst ein komplettes Auftrittsverbot wegen der Pandemie auferlegt. Manche verzichten auch auf Auftritte, weil ihnen nach Worten Peter Haberers der persönliche Kontakt zum Publikum fehlt, der wegen der Pandemie untersagt ist.

Für den Kulturbahnhof bedeute aber nicht nur die niedrigere Zuschauerzahl eine Herausforderung. Auch die Zusammenstellung des Programms habe sich grundlegend geändert. Sie erfolge im Vergleich zu früheren Jahren ausgesprochen kurzfristig.

"Früher haben wir teilweise mit einer Vorlaufzeit von 3 Jahren geplant."Peter Haberer, Kulturbahnhof Neuenkirchen-Vörden

"Früher haben wir teilweise mit einer Vorlaufzeit von 3 Jahren geplant", sagt Peter Haberer. Pro Monat erreichten bis zu 70 Anfragen von Künstlern, die auftreten wollten, den Verein. Heute ist es eher schwierig, Künstler und Bands zu gewinnen. Manche Band sei über die Jahre der Corona-Pandemie auseinandergebrochen.

Das Problem, das Programm zu organisieren, sei aber kein originäres des Vereins Kulturbahnhof. Mit Blick auf die Kulturszene in Osnabrück berichtet Peter Haberer: „Auch die großen Namen in der Stadthalle Osnabrück – das hat sich alles zusammengekrampft.“ Immerhin, einen kleinen Trost für den Kulturbahnhof-Vereinsvorstand gibt es: Die Mitgliederzahl des Vereins bleibt konstant bei etwa 70. Austritte wegen der Pandemie gab es nicht.

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