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Neue Töne im Friesoyther Kulturzentrum

Nach nur einem halben Jahr hatten der Mühlenverein und der Kulturkreis genug Spenden eingesammelt, um das abgenutzte Klavier im Kulturzentrum Alte Wassermühle durch ein neues Instrument zu ersetzen.

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Gut gestimmt: LzO-Regionaldirektor Frank Naber (von links), Franz Kröger, Sabine Winnat, Heiner Dröge (alle Mühlenverein) und Ludger Hespe (LzO-Stiftung Cloppenburg) freuen sich über das neue Klavier im Kulturzentrum, das dank der Spendenbereitschaft der LzO, der Oldenburgischen Landschaft und vor allem vieler Friesoyther angeschafft werden konnte.  Foto: Stix

Gut gestimmt: LzO-Regionaldirektor Frank Naber (von links), Franz Kröger, Sabine Winnat, Heiner Dröge (alle Mühlenverein) und Ludger Hespe (LzO-Stiftung Cloppenburg) freuen sich über das neue Klavier im Kulturzentrum, das dank der Spendenbereitschaft der LzO, der Oldenburgischen Landschaft und vor allem vieler Friesoyther angeschafft werden konnte.  Foto: Stix

Das neue Klavier klingt ausgesprochen gut. Das lassen schon die ersten Takte von Beethovens "Ode an die Freude" erkennen, die Frank Naber bei der Vorstellung des neuen Instruments im Friesoyther Kulturzentrum Alte Wassermühle anstimmt. 11.200 Euro hat das Concerto G-113 des Braunschweiger Klavierbauers Grotrian-Steinweg gekostet, jeder Cent davon stammt aus Spendengeldern. "Wir mussten selbst nichts dazu geben", betont Franz Kröger, der Vorsitzende des Mühlenvereins. Der Verein hatte die Spendenaktion gemeinsam mit dem Kulturkreis Bösel-Saterland-Friesoythe ins Leben gerufen. 

Das alte Klavier entsprach schon lange nicht mehr den Anforderungen, die Künstler bei ihren Auftritten an ein Instrument stellen. "Ehrlich gesagt, ist es peinlich, dass wir oft auf den guten Willen der Auftretenden angewiesen sind, die sich meist eher ungern an das Instrument setzen", hatte Birgit Meyer-Beylage vom Vorstand des Kulturkreises 2021 im Gespräch mit OM-Online gesagt. Sie hatte deshalb das Projekt initiiert, geplant und vorangetrieben, kurz vor Weihnachten hielt das schwarze Schmuckstück dann Einzug in der Wassermühle.

Mühlenverein freut sich über die hohe Spendenbereitschaft der Friesoyther

Insgesamt hatte die Spendenaktion damit nur rund ein halbes Jahr gedauert. "Wir waren echt überrascht, dass wir so eine Unterstüzung erfahren haben", sagt Kröger. Mut habe dem Verein die Zusage der LzO-Stiftung Cloppenburg gemacht, die gleich zu Beginn 3000 Euro gespendet hatte. "Das hat unheimlich geholfen und uns eine hohe Motivation gegeben", sagt Heiner Dröge vom Mühlenverein, der den Kontakt zur LzO-Stiftung hergestellt hatte. "Kunst und Kultur passen gut zu uns, weil wir mit unserer Unterstützung da einer breiten Bevölkerung etwas zurückgeben können", begründet Frank Naber, LzO-Regionaldirektor Firmenkunden, das Engagement seiner Bank.

Eine großzügige Spende hatte zudem die Oldenburgische Landschaft beigetragen, auch Friesoyther Vereine hatten Geld gegeben. Vor allem aber beruht das hohe Spendenaufkommen auf dem Engagement der Friesoyther Bevölkerung. "Das ist schon etwas Besonderes in Friesoythe", befindet Kröger. "Uns liegt viel daran, dass wir allen Spendern recht herzlichen Dank sagen für die tolle Unterstützung."

Wer sich selbst einen Eindruck vom Klang des neuen Klaviers machen will, hat dazu am 17. Februar die Möglichkeit. Dann gastiert das deutsch-französische Duo Pariser Flair mit seinem Programm "It's Showtime" in der Wassermühle. Eintrittskarten für 15 Euro gibt es im Vorverkauf bei der Buchhandlung Schepers und bei der Bücherei St. Marien. Am 27. April feiert dann der Mühlenverein seinen 25. Geburtstag und lädt aus diesem Anlass zu einem Konzert mit Klavier und Gesang in die Wassermühle ein.

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