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Neue Hingucker im Lohner Industriemuseum

Sowohl die "Lohner Wand", als auch die neue Sonderausstellung im Industriemuseum sind eröffnet worden. Für die Zukunft wurden schon weitere Pläne geschmiedet.

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Vom Jahr 980 bis in die heutige Zeit: Der ehrenamtliche Museumsleiter und 1. Vorsitzende des Trägervereins, Benno Dräger, steht vor der Lohner Wand. Foto: Kessen

Vom Jahr 980 bis in die heutige Zeit: Der ehrenamtliche Museumsleiter und 1. Vorsitzende des Trägervereins, Benno Dräger, steht vor der Lohner Wand. Foto: Kessen

Viel Neues zu entdecken gibt es seit 2 Wochen im Industriemuseum Lohne. Wie bereits berichtet, wurde am 16. Juli der Erweiterungsbau mit einem Veranstaltungsraum und der "Lohner Wand" eingeweiht. Zeitgleich eröffnete im Obergeschoss die neue Sonderausstellung „Hervorgeholt und abgestaubt“ ihre Pforten für Besucher.

Dabei müssen sich vertraute Besucher jetzt erst einmal an neue Strukturen im Industriemuseum gewöhnen. "Die Ausstellung mit der Industriegeschichte der letzten 50 Jahre zieht nach unten in die Haupthalle", erläutert Benno Dräger, der ehrenamtliche Museumsleiter und 1. Vorsitzende des Trägervereins. Die Umbauarbeiten würden bald beginnen, innerhalb von 4 Wochen solle alles erledigt sein. "Unten haben wir deutlich mehr Platz und können in der Ausstellung mehr Exponate präsentieren", freut sich Dräger.

Sonderausstellungen ab sofort im Obergeschoss

Die Sonderausstellungen dagegen finden ihr neues Zuhause nun im Obergeschoss des Erweiterungsbaus. Mindestens eine Sonderausstellung gibt es im Industriemuseum pro Jahr. "Seit der Einweihung des Erweiterungsbaus ist die neue Sonderausstellung geöffnet", so Dräger. Sie trägt den Namen „Hervorgeholt und abgestaubt“. Ein halbes Jahr Planung war nötig, um die Exponate aus dem eigenen Magazin auszusuchen und aufzubereiten.

"Es werden dabei Schätze aus unserem Magazin gezeigt, die sich ansonsten thematisch nur schwer in einer Sonderausstellung zusammenfassen lassen", erklärt Dräger den Entschluss zu dieser Sonderausstellung. Die Ausstellungsstücke wären "einfach zu kostbar", um sie nur im Magazin zu lagern.

Historie von ehemaligen Lohner Firmen zu sehen

9 "Nischen", also Abteilungen des Ausstellungsraumes, wurden mit entsprechenden Exponaten ausgestattet. Sie geben zum Beispiel Einblicke in die Historie der Lederfabrikation der Firma Zerhusen, die Werkstatt des Schusters Wilhelm Heil, das frühere Rohrbogenwerk Siekmann oder der Unternehmen Lietz und Nordwestdeutscher Fahrzeugbau. Auch der Haushalts- und Eisenwarenhandel Willenbrink ("Pionier") ist zu sehen.

Nach den Sommerferien 2022 soll die derzeitige Sonderausstellung abgebaut werden. Für die Zeit danach gibt es bereits neue Pläne: Dann solle laut Dräger die kulturelle und wirtschaftliche Entwicklung dieser Region dargestellt werden. "Das ist jetzt nicht im Kern nur Industriegeschichte, aber wir gucken immer mal wieder gerne über den Tellerrand", meint Dräger.

Lohner Wand verbreitet "einen gewissen Charme"

Im Untergeschoss des Erweiterungsbaus ist die sogenannte "Lohner Wand" im Veranstaltungsraum das neue Highlight. "Der Raum brauchte noch einen gewissen Charme - da passt so eine Lohner Wand perfekt", freut sich Dräger. Schon von weitem kann man auf den 9 Tafeln Piktogramme, Jahreszahlen und Sprüche erkennen. "Das ist gewissermaßen unser Eyecatcher", lacht der ehrenamtliche Museumsleiter. 

Wie bei der aktuellen Sonderausstellung, sei es auch bei der Lohner Wand eine Herkulesaufgabe gewesen, die Ausstellungsstücke auszuwählen. "Laon - Lohne" steht über den Tafeln, ab dem Jahr 980 beginnt der Zeitstrahl. "Laon war die erste urkundliche Erwähnung von Lohne", weiß Dräger, der auch Vorsitzender des Lohner Heimatvereins ist.

Lohner Wand wird noch erweitert

Ganz fertig ist die Lohner Wand indes noch nicht. "Wir planen noch eine 10. Tafel, die im Foyer des Erweiterungsbaus ihren Platz haben wird", so Dräger. Dort werden vor allem Szenen aus dem Kulturleben der Stadt Lohne dargestellt. "Außerdem wollen wir noch einen Touch-Bildschirm in Betrieb nehmen, der die Exponate auf der Lohner Wand ergänzt."

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