Das Nachrichtenportal vonMünsterländische Tageszeitung MT undOldenburgische Volkszeitung OV

Neue Ausstellung in Cloppenburg zeigt  künstlerische Schönheit der Natur

Der Künstler Werner Henkel stellt seine Werke bis 14. November in der Kunsthalle im Kulturbahnhof Cloppenburg aus . Dr. Insa Winkler gab am Sonntag eine Einführung in die Schau.

Artikel teilen:
Spezielle Technik: Mit der von ihm entwickelten Bearbeitungstechnik des Frotaggierens schafft es der Bremer Künstler Werner Henkel, seine Fotodokumentation von Himmelsfotos als Lyrik zu sehen und Gräser nahezu materiell zu vergeistigen. Foto: Heidkamp

Spezielle Technik: Mit der von ihm entwickelten Bearbeitungstechnik des Frotaggierens schafft es der Bremer Künstler Werner Henkel, seine Fotodokumentation von Himmelsfotos als Lyrik zu sehen und Gräser nahezu materiell zu vergeistigen. Foto: Heidkamp

Die künstlerische Auseinandersetzung mit der Schönheit, der Mannigfaltigkeit und auch der Zerbrechlichkeit der Natur: Das steht im Zentrum des Künstlers Werner Henkel, der 1956 in Hamburg geboren wurde. Dieses Thema ist laut Dr. Martin Feltes seit Beginn des Schaffens das Leitthema Werner Henkels, das durch viele originelle Techniken ebenso beeindrucke wie die ästhetische und symbolische Kraft seiner Arbeiten. Am gestrigen Sonntag wurde dazu die neue Ausstellung „Art_Vielfalt – Eine Rauminstallation von Werner Henkel“ in der Kunsthalle im Kulturbahnhof Cloppenburg eröffnet. Bis zum 14. November läuft nun die Ausstellung.

Der Künstler möchte den Betrachter mit seinen Objekten – bestehend aus Naturskulpturen, Landart und Installationen, Collagen, Scherenschnitten und Objekten mit Naturmaterialien – „zum Staunen einladen, unsere Fantasie und Kreativität aktivieren und auch selbst künstlerisch tätig zu werden“, charakterisierte der Vorsitzende vom Kunstkreis Cloppenburg den Künstler.

Dr. Insa Winkler zeigte sich bei ihrer Einführung in die Ausstellung fasziniert von der unerschöpflichen Kreativität, mit der Werner Henkel menschliche Existenz schöpferisch reflektiert und sich dabei gleich mehrerer Kunstsparten bedient. Hinter seinen Außenarbeiten, Bilder, Objekte und Installationen verberge sich ein stetiges Konzept seiner „Sprache der Natur“, betonte die in Hude lebende Künstlerin. Winkler sprach von einem heißen Draht, den der Künstler zur Vielfalt der Natur habe und sich dabei selbst stellvertretend als Teil der Beobachtung sieht. Mit seiner unermüdlichen Fantasiequelle bewege sich Henkel in den Parallelwelten von Kulturgütern und Naturerscheinungen, die er auf eine Wahrheit suchende Art und Weise verknüpfe.

Gemeinsam bei der Eröffnung: In der Kunsthalle Cloppenburg gibt es mit der Ausstellung Art_Vielfalt“ Arbeiten von Werner Henkel (von links) zu sehen. Dr. Insa Winkler führte in die Ausstellung ein. Mit dabei war der Vorsitzende des Kunstkreises Cloppenburg, Dr. Martin Feltes. Foto: HeidkampGemeinsam bei der Eröffnung: In der Kunsthalle Cloppenburg gibt es mit der Ausstellung „Art_Vielfalt“ Arbeiten von Werner Henkel (von links) zu sehen. Dr. Insa Winkler führte in die Ausstellung ein. Mit dabei war der Vorsitzende des Kunstkreises Cloppenburg, Dr. Martin Feltes. Foto: Heidkamp

Bei seiner aktuellen Arbeit „Große Männerstimmen Europas“ verbindet er das systematische Prinzip der Form eines Gegenstandes und verwebt es mit der Form der Natur. Die Form einer Langspielplatte wird zur Identität der Art – Tonträger des Menschen wird zur Identität der Vögel. Hier bündele sich Henkels Sprache der Natur. Diese Sprache als „Art der Kunst“ und „Vielfalt der Natur“ ist somit gleichzeitig auch ein verspielter Titel der Ausstellung.

Indem er seine Fotodokumentation des Waldbodens quasi frotaggiert (also eine von ihm selbst entwickelte Methode benutzt) schafft er es, die Strukturen des Bodens zu erfassen. Diese Bearbeitungstechnik hat er auch für die Lyrik seiner Himmelsfotos verwendet und hierbei Gräser nahezu materiell vergeistigt. Selbst den Boden der Kunsthalle versucht Henkel mit einer Bodeninstallation als Landschaft zu begreifen.

Inspiriert von der wundersamen Brotvermehrung Jesu entwickelte Werner Henkel anlässlich einer Projektförderung der Stadt Bremen den Aufruf „Zeichne mir ein Brot“ und fordert dazu auf, die Vielfalt der Brotlandschaft zu einem Gesamtkunstwerk der Brot-Forschung anschwellen zu lassen. In Anlehnung an die „Speisung der 5000“ hofft Henkel auf eine Sammlung von 5000 Beiträgen.

Gefördert wird die Ausstellung vom Kulturforum Cloppenburg, der Oldenburgischen Landschaft und dem Senator für Kultur der Freien Hansestadt Bremen. Die Schau ist bis zum 14. November mittwochs von 15 bis 18 Uhr und sonntags von 11 bis 18 Uhr zu sehen.

Brotzeichnungen: Inspiriert von der wundersamen Brotvermehrung Jesu entwickelte Werner Henkel den Aufruf Zeichne mir ein Brot und fordert dazu auf, die Vielfalt der Brotlandschaft zu einem Gesamtkunstwerk der Brot-Forschung anschwellen zu lassen. Foto: HeidkampBrotzeichnungen: Inspiriert von der wundersamen Brotvermehrung Jesu entwickelte Werner Henkel den Aufruf "Zeichne mir ein Brot" und fordert dazu auf, die Vielfalt der Brotlandschaft zu einem Gesamtkunstwerk der Brot-Forschung anschwellen zu lassen. Foto: Heidkamp

Sie wollen nichts verpassen, worüber das Oldenburger Münsterland spricht? Dann abonnieren Sie jetzt unseren Newsletter „Moin, OM!“. Er fasst für Sie das Wichtigste für den Tag auf einen Blick zusammen – immer montags bis freitags zum Start in den Tag.  Hier geht es zur Anmeldung

Hier klicken und om-online zum Start-Bildschirm hinzufügen

Neue Ausstellung in Cloppenburg zeigt  künstlerische Schönheit der Natur - OM online