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Mut zum Kreuz: Erzählen Sie Ihre Geschichte!

Projekt von OV und Kardinal-von-Galen-Stiftung spürt der Frage nach, für welche Werte Südoldenburg heute steht.

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Foto: Niehues

Foto: Niehues

Das Lieblingsmedaillon an der Halskette, das Wegekreuz am Ortseingang, das Kreuz-Tattoo auf dem Oberarm, das uralte Familienkreuz – das Symbol der Christenheit begleitet in Südoldenburg viele Menschen durchs Leben. Welche Erlebnisse, Gedanken, Erinnerungen und Werte verbinden die Menschen mit diesem Symbol, wenn sie vor ihm beten oder sich auch kritisch damit auseinandersetzen?

Um diese Frage beantworten zu können, suchen wir Ihre ganz persönliche Geschichte mit und um das Kreuz. Wenn Sie bereit sind, diese zu erzählen, kümmern wir uns um den Rest: Unsere Reporter schreiben alles auf, der Vechtaer Fotograf Matthias Niehues macht die Porträts und am Ende sprechen wir das Ganze mit Ihnen ab. Interesse? Dann schicken Sie uns Ihre Idee an die aufgeführten Kontaktdaten.

Gemeinsam mit der Kardinalvon-Galen-Stiftung Burg Dinklage erzählt die OV ab Juli in Wort und Bild persönliche Kreuzgeschichten von 30 verschiedenen Menschen. Angesichts der Veränderungen in Europa, der Flüchtlingskrise und der Wertedebatte in einer gespaltenen Gesellschaft müssen sich nicht nur Christen fragen, für welche Werte sie stehen.

Welche Erfahrungen kann das Oldenburger Münsterland in diese Debatten einbringen? Welchem Leitbild folgt Südoldenburg in politischen, ökonomischen und ethischen Entscheidungen? Dem des christlichen Abendlandes? Aber was bedeutet das? Müssen Christen sich nicht erst des Kreuzes neu bewusst werden, um mit ausgeprägt religiösen muslimischen Zuwanderern in Dialog treten zu können? Ist Fremdenfeindlichkeit tatsächlich Ausdruck einer realen Bedrohung durch Flüchtlinge oder doch eher Zeichen eigener Orientierungslosigkeit?

Angesprochen, ihre Geschichte mit dem Kreuz zu erzählen, sind nicht nur Christen. Auch was Muslima oder Atheist über das Kreuz denken, gehört in diese Serie, die im Sinne des Seligen Kardinal Graf von Galen Mut machen will, für die eigenen Überzeugungen einzustehen, sich einzumischen, sich gesellschaftlich zu engagieren. Aus den Zusendungen, Interviews und Fotografien wird über den Sommer hinweg eine Ausstellung entstehen, die ab Mitte September auf Burg Dinklage, in Cloppenburg und in Friesoythe gezeigt werden soll. Eine Buchveröffentlichung ist schließlich ab Mitte November geplant. Weitere Projektpartner sind die Münsterländische Tageszeitung, die LzO und das Fotogroßlabor Cewe Color in Oldenburg.

Äußerer Anlass für das Projekt sind der 70. Todestag des Seligen Clemens August Kardinal von Galen am 22. März und die im November anstehende Rückschau auf den Kreuzkampf im Oldenburger Münsterland vor 80 Jahren. Der 1878 auf Burg Dinklage geborene Kardinal predigte 1941 öffentlich gegen die Euthanasie-Morde der Nazis und stellt sich so unter Lebensgefahr dem totalitären Regime Hitlers entgegen.

Im Kreuzkampf protestierten im Jahr 1936 Südoldenburger öffentlich und mit Erfolg gegen die von den Nazis angeordnete Entfernung der Kreuze und Lutherbilder aus den Schulen. Vor der Folie dieser historischen Mut-Ereignisse sollen Alltagsgeschichten erzählt werden, die im Sinne des Erinnerungsortes Kardinal von Galens auf Burg Dinklage „Mut machen“.

Mut machen, sich zu bekennen, in einen Dialog mit anderen Religionen einzutreten, sich für Hilfsbedürftige einzusetzen, aber auch kritisch über die Widersprüche zwischen christlicher Botschaft einerseits und Kirche und Welt andererseits zu reflektieren.

Info

  • Schicken Sie Ihre Einsendung an: Kardinal von Galen Stiftung Burg Dinklage, Schwester Ulrike Soegtrop, Burgallee 3, 49413 Dinklage, mut@kardinal-von-galenstiftung.de oder an: Oldenburgische Volkszeitung, Redaktionsleiter Ulrich Suffner, Neuer Markt 2, 49377 Vechta, u.suffner@ov-online.de.

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