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Musikverein Oythe wünscht sich eine Konzertmuschel

In Vechta fehlt eine Open-Air-Bühne, meint Musiker Ulrich Wichmann. Eine Konzertmuschel im Zitadellenpark könnte helfen. Die Stadt ist gesprächsbereit.

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Will dran bleiben: Ulrich Wichmann vom Musikverein Oythe, hier mit Tochter Elisabeth, hofft auf eine Konzertmuschel. Foto: Ebert

Will dran bleiben: Ulrich Wichmann vom Musikverein Oythe, hier mit Tochter Elisabeth, hofft auf eine Konzertmuschel. Foto: Ebert

Musikvereine und Orchester, Spielmannszüge und Bands hat die Corona-Pandemie hart erwischt. Wochenlang durften sie nicht gemeinsam proben, bis heute sind Konzerte in geschlossenen Räumen schwierig. Da bleibt häufig nur die Möglichkeit, "open air", also an der frischen Luft aufzutreten. Doch selbst dafür "gibt es in Vechta keine Möglichkeit", meint Ulrich Wichmann.

Er ist Geschäftsführer des Musikvereins Oythe, Vorsitzender des Musikerbundes Südoldenburg und spielt selbst die Tuba. Wie er jetzt gegenüber dieser Redaktion bestätigte, hat Wichmann im Namen der Oyther Musiker daher bei der Stadt Vechta den Bau einer Konzertmuschel im Zitadellenpark angeregt.

Diese könne auch "einfach gebaut" sein. Es gehe vor allem darum, für Vereine, Bands und Gruppen eine Möglichkeit zu schaffen, im Freien aufzutreten.

Mit Akustik: Diese Hamburger Konzertmuschel sorgt für guten Klang. In Vechta geht es sicherlich auch ein paar Nummern kleiner. Symbolbild: dpaSoulasMit Akustik: Diese Hamburger Konzertmuschel sorgt für guten Klang. In Vechta geht es sicherlich auch ein paar Nummern kleiner. Symbolbild: dpa/Soulas

Aber geht das nicht auch ohne den Bau einer überdachten Bühne? Wichmann hat hierzu eine eindeutige Meinung: Draußen gehe der Schall eines Orchesters zu allen Seiten weg, deshalb könnten die Musiker einander nur schwerlich hören.

Auch die Zuhörer bekämen einen schlechteren Klang zu hören, ist Wichmann sicher. Er spricht von "massiven Qualitätseinbußen". Bei einem Schützenumzug müsse man das in Kauf nehmen, richtige Konzerte könnten aber kaum unter freiem Himmel stattfinden. Eine akustisch ausgerichtete Konzertmuschel könnte demgegenüber für Musiker und Publikum für guten Klang sorgen.

In den vergangenen Monaten mussten bereits einige Chöre und Orchester Jahreskonzerte absagen, für die sie lange geprobt hatten. Wenn es im Herbst zu erneuten Einschränkungen des öffentlichen Lebens kommen sollte, könnte das noch mehr Ensembles treffen.

Auch Gottesdienste oder Frühschoppen könnten dort stattfinden

Wichmann meint deshalb, eine solche Konzertmuschel hätte Vechta "eher gestern als übermorgen" benötigt. Deshalb will er mit seinen Vereinskollegen nun "am Ball bleiben" und Gespräche mit der Stadtverwaltung suchen. Auch in der Zeit nach der Pandemie könne die Muschel praktisch sein, meint Wichmann: Nicht nur Konzerte, auch Frühschoppen oder Gottesdienste könnten dort stattfinden.

Die Stadtverwaltung äußerte sich verhalten, aber grundsätzlich positiv zu dem Oyther Vorschlag. Das Rathaus begrüße "grundsätzlich" jeden Vorschlag, "wie die Stadt Vechta die heimische Kulturszene kurzfristig unterstützen kann", erklärte die Verwaltung. Auch über langfristige Projekte spreche die Stadt gerne mit den Kulturschaffenden.

Das gelte auch für Wichmanns Vorschlag, heißt es weiter von Seiten des Rathauses. Die Idee werde derzeit "hinsichtlich aller zu berücksichtigen Aspekte" behandelt, erklärte die Stadt. Man wolle mit Wichmann einen Vor-Ort-Termin vereinbaren, wenn die inhaltliche Vorbereitung abgeschlossen sei.

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