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Musical am Antonianum: Ein Junge lässt sich nicht unterkriegen

Die Musical-Arbeitsgemeinschaft am Antonianum spielt den Kästner-Klassiker „Emil und die Detektive“. Die Bühne in der Aula zeigt das Berlin der Goldenen 20er Jahre.

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Engagierte Akteure: Aleyna Köybasi als Gustav (links) und Leon Halili als Emil Tischbein (rechts) verbünden sich und beschatten den fiesen Dieb Herrn Grundeis. Foto: Heinzel

Engagierte Akteure: Aleyna Köybasi als Gustav (links) und Leon Halili als Emil Tischbein (rechts) verbünden sich und beschatten den fiesen Dieb Herrn Grundeis. Foto: Heinzel

„Parole Emil“ schmetterten nicht nur Gustav, Pony Hütchen und der Professor durch die ausverkaufte Aula im Gymnasium Antonianum (GAV) in Vechta. Das Lied mit Ohrwurmcharakter verabschiedete das begeistert applaudierende Premierenpublikum des Musicals „Emil und die Detektive“. Seit den Herbstferien hatten die Schüler der Musical-Arbeitsgemeinschaft (AG) für die Aufführung des Kinderbuch-Klassikers von Erich Kästner geprobt. Vier bis fünf Stunden pro Woche schätzt Stefan Lücking, der mit Yvonne Grüner Regie führte. „Am Schönsten ist es die Spielfreude der Kinder zu sehen. Sie haben Respekt vor dem Auftritt, aber keine Angst“, so die Regisseurin.

Ein besonderer Clou war der Einsatz eines eigenen, kleinen Orchesters unter dem musikalischen Leiter des Projekts, Robert Eilers. „Die Sänger haben heute Großes geleistet. Sie haben die schwierigen Stücke toll umgesetzt“, betonte er nach der Aufführung sichtlich stolz auf die Leistung der Schüler. Inhaltlich dreht sich alles um Emil Tischbein aus Neustadt, der seine Großmutter in Berlin besuchen will, um ihr 140 Mark zu bringen. Das Geld wird ihm auf der Zugreise von dem fiesen Herrn Grundeis gestohlen. Davon lässt sich Emil aber nicht unterkriegen. Mit Gustav, seinen Freunden und dem Publikum beschattet und überführt Emil den Verbrecher.

Das Ensemble harmoniert. Nichts wirkt gekünstelt und die Spielfreude mit der die Akteure ihre Rollen zum Leben erwecken beeindruckt. Dabei ließen sich die Darsteller auch nicht durch kleine Pannen aus dem Konzept bringen. Leon Halili spielt den aufgeweckten Emil glaubwürdig und sympathisch. Aleyna Köybasi überzeugt als frecher, großspuriger Gustav. Lara Robbers als Professor und Alena Semrau als kleiner Dienstag zeigen, welches Potential in kleineren Rollen stecken kann. Doch das traf auf alle Darsteller zu. Mit Dirk von Frommann hatte sich auch ein Lehrer unter die Darsteller gemischt. Er spielt den fiesen Betrüger mit Spaß, Hingabe und Überzeugung.

Schulgemeinschaft“, so Grüner und Lücking nach der Premiere. Auf der Bühne entsteht, dank Musik, Kostümen (Tanja Nitschke- Wingen) und das Bühnenbild, Deutschland und Berlin der „Goldenen 20er Jahren“. Lea Kröger mit ihrem Bühnenbauteam trug zur Atmosphäre bei. Sie schufen viele unterschiedliche Handlungsorte. Begeisternd war das Zusammenspiel aller Beteiligten bei der Verfolgungsjagd durch Berlin, als Bühnenelemente und Darsteller einen Tanz aufführten. Die Choreographie oblag Zoe Weißer, unterstützt von Julia Bohmann und Dirk von Frommann.

Info:

  • Das Musical wird auch am Donnerstag und Freitag (12./13. März, jeweils ab 18 Uhr) sowie am Sonntag (15. März) ab 16 Uhr aufgeführt.
  • Karten gibt es für acht (ermäßigt: sechs Euro) im Sekretariat der Schule oder jeweils an der Tageskasse.

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