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Museumsdorf setzt immer mehr auf Videos

Volontärin Maren Böhm kümmert sich um die Filme. Im Internet werden sie ausgespielt – und kommen gut an.

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Der Nikolaus im Home Office ist die neueste Produktion des Museumsdorfes. Foto: Screenshot Facebook

Der Nikolaus im Home Office ist die neueste Produktion des Museumsdorfes. Foto: Screenshot Facebook

Der Nikolaus macht Homeoffice! Das verkündete er jetzt in einem über zweiminütigen Video des Museumsdorfes Cloppenburg, welches über die sozialen Medien veröffentlicht wurde. Pandemiebedingt hatte das Freilichtmuseum seinen 10. Nikolausmarkt absagen müssen und brachte nun auf diese Art eine Weihnachtsbotschaft zu seinen Fans.

Das Museum stellt bereits seit einiger Zeit regelmäßig Videos ins Internet. Dafür verantwortlich ist aktuell Maren Böhm. Die 29-jährige Kulturwissenschaftlerin aus Kassel macht seit Januar 2020 ihr Volontariat im Museumsdorf. Als dessen inhaltlicher Schwerpunkt sich die Öffentlichkeitsarbeit herauskristallisiert hat.

Während des letzten Lockdowns habe das Team des Freilichtmuseums gemerkt, wie sehr sich die Menschen über Grüße und Infos aus dem Museum gefreut hätten, erzählt Böhm, die aus Kassel kommt. Sie habe begonnen zu experimentieren und zu recherchieren. Sie habe sich mit Filmsprache befasst und das nötige Equipment besorgt. 

"Es war ein Lernprozess in den letzten Wochen, gerade auch was die Tontechnik anbelangt."Maren Böhm

„Es war zum Beispiel wichtig, eine Kamera anzuschaffen, mit der alle umgehen können“, sagt die Volontärin. Zudem wurden Mikrofone gekauft, um einen vernünftigen und guten Ton zu gewährleisten. Darüber hinaus existiere eine Zusammenarbeit mit dem Medienzentrum Cloppenburg. "Es war ein Lernprozess in den letzten Wochen, gerade auch was die Tontechnik anbelangt", berichtet die Kulturwissenschaftlerin. 

Maren Böhm setzt auch ein Videoprojekt zum 100-Jährigen Jubiläum des Museumsdorfes um. Hier mit Torben Volkmann zu sehen. Foto: privatMaren Böhm setzt auch ein Videoprojekt zum 100-Jährigen Jubiläum des Museumsdorfes um. Hier mit Torben Volkmann zu sehen. Foto: privat

Für jede Woche mache sie sich eine Art Dreh- und Ausspielplan. Das Ergebnis ihrer Dreh- und Schnittarbeit veröffentlicht Maren Böhm dann auf Facebook und Instagram, die beiden Social Media Kanäle des Museumsdorfes Cloppenburg. Auf Facebook folgen fast 7489 Personen (Stand: 6. Dezember) dem Freilichtmuseum. Bei Instagram sind es 2893 (Stand: 6. Dezember).

"Es macht sehr viel Spaß und wird sehr gut angenommen", stellt Maren Böhm fest. Facebook sei momentan relevanter für die Kommunikation, da sich dort die Zielgruppe des Museums aufhalte. "Wir haben dort einen lebendigen Austausch mit unserem Besucherpublikum", sagt Maren Böhm.

Die 29-Jährige sieht sich aber nicht als Einzelkämpferin. Im Gegenteil: Die Produktion der Filme aus dem Freilichtmuseum sei eine Teamleistung. Sie schätze den Austausch mit anderen Abteilungen. In der Regel helfe man sich gegenseitig. Niemand müsse sich alleine um den Ton, das Bild oder die Ausleuchtung kümmern – um nur drei Aufgaben während eines Drehs zu nennen.

"Es ist ein wichtiges Medium, mit dem Inhalte transportiert werden können!"Maren Böhm, kümmert sich im Museumsdorf um die Videos

"Es ist ein wichtiges Medium, mit dem Inhalte transportiert werden können", sagt Maren Böhm. "In der Winterzeit wollen wir wieder regelmäßig Videos produzieren."

Videoproduktion als Lernprozess: Die Reaktionen der Zuschauer auf die Ergebnisse seien positiv, sagt Maren Böhm. Foto: privatVideoproduktion als Lernprozess: Die Reaktionen der Zuschauer auf die Ergebnisse seien positiv, sagt Maren Böhm. Foto: privat

An Ideen oder Themen mangele es nicht. Mit der Kamera könne vielleicht das Schmücken des Weihnachtsbaumes festgehalten werden, oder ein Blick hinter die Kulissen bei den aktuellen Renovierungsarbeiten. Sie könne sich auch vorstellen, in den Häusern zu drehen. Ein virtueller Rundgang also. Sie, sagt die Filmerin des Museumsdorfes, freue sich darauf, weitere Filme zu produzieren.

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