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Museumsdorf Cloppenburg schläft nicht

Das Freilichtmuseum ist geschlossen. Haben jetzt alle Mitarbeiter frei? Mitnichten, sagt Öffentlichkeitsarbeiterin Susanne Kaiser.

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Freischneiden des Teichufers: Clemens Meyer leitet die Calo-Gruppe und packt selbst mit an. Foto: Maren Böhm

Freischneiden des Teichufers: Clemens Meyer leitet die Calo-Gruppe und packt selbst mit an. Foto: Maren Böhm

Was passiert eigentlich im Museumsdorf Cloppenburg, wenn es coronabedingt für Besucher geschlossen ist? Haben alle Mitarbeiter Dauerurlaub? „Natürlich nicht. Denn es fallen ja auch Arbeiten konzeptioneller Art an, also Planung von Ausstellungen und Veranstaltungen, Bereitstellung digitaler Angebote, Baumaßnahmen und Restaurierungsmaßnahmen, Pflege des Freigeländes, Fütterung der Tiere“, sagt Susanne Kaiser, zuständig für Öffentlichkeitsarbeit. Sie sprach mit Elke Schwender, Dipl.-Ing. Landespflege und Gartenbau und verantwortlich für Gärten und Außengelände des Museumsdorfs, sowie Clemens Meyer, Leiter der Calo-Gruppe.

Sie sind für die Konzeption der unterschiedlichen Gärten sowie deren Bepflanzung und Bewirtschaftung und die Instandhaltung des Geländes zuständig. Was tut sich da aktuell im Museum?

Schleifarbeiten an Picknickbänken: Christian Hikisch (links) und Bernhard Fresenborg freuen sich auf die Besucher.  Foto: Maren BöhmSchleifarbeiten an Picknickbänken: Christian Hikisch (links) und Bernhard Fresenborg freuen sich auf die Besucher.  Foto: Maren Böhm

Elke Schwender: „Im Moment fallen im Museumsgelände die jahreszeitlich üblichen Arbeiten an. Das heißt, meine Mitarbeiter von der Calo-Gruppe der Caritas und ich entfernen Totholz und entnehmen kranke Bäume, denn die Sicherheit für die Besucher muss gewährleistet sein. Außerdem bringen wir die Wege wieder in Ordnung und richten das Gelände her. Wir nehmen neue Pflanzungen vor, im Moment sind das alte Obstbaum­sorten. Und die Gemüsegärten werden schon für die neue Aussaat umgegraben.

Clemens Meyer: „Während der Wintermonate holen wir alle Picknickbänke in die Werkstatt und überholen sie. Einige Kollegen sind auch mit Bohnenpulen beschäftigt, um im Frühjahr Saatgut zu haben. Bei besserem Wetter geht‘s ins Museumsgelände. Jetzt steht der Schnitt der Kopfweiden an. Der Korbflechter wartet schon auf neues Material. Die ersten Tiere, die wieder im Frühjahr ins Museumsdorf kommen, werden die Lämmer sein. Für sie bereiten wir schon die Ställe des Gulfhauses vor, wo sie zunächst einziehen werden, bevor sie im Frühling auf die Weide können.“

Gibt es während des Lockdowns auch Erfreuliches oder Überraschendes?

Schwender: Sehr erfreulich ist, dass alle meine Mitarbeiter trotz der ungewohnten Situation hochmotiviert sind und engagiert die neue Saison vorbereiten.

Worauf freuen Sie sich am meisten, wenn das Museumsdorf endlich wieder öffnen darf?

Schwender: Ganz klar auf die Besucher. Denn für sie machen wir nach dem Winter schließlich das Gelände wieder schick.

Bohnenpulen für die Aussaat: Hein-Fiete Westphal hat auch im Corona-Lockdown genug zu tun.   Foto: Maren BöhmBohnenpulen für die Aussaat: Hein-Fiete Westphal hat auch im Corona-Lockdown genug zu tun.   Foto: Maren Böhm

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