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Motive für die Bilder findet Christa Anneken in ihrer Heimatstadt

Die Friesoyther Künstlerin  entdeckte das Malen schon als Kind für sich. Hier kann sie Kraft tanken für alles, was danach kommt.

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Sehr heimatverbunden: Christa Anneken findet viele Motive für ihre Bilder in ihrer Heimatstadt Friesoythe. Foto: Tanja Schulte-Saß

Sehr heimatverbunden: Christa Anneken findet viele Motive für ihre Bilder in ihrer Heimatstadt Friesoythe. Foto: Tanja Schulte-Saß

Wenn sie den Pinsel in der Hand hält und sich dem Malen und der Leinwand widmet, dann vergisst sie oft Raum und Zeit. „Beim Malen kann ich mich verlieren“, sagt die Friesoyther Künstlerin Christa Anneken. „Hier lade ich meine Akkus wieder auf. Je länger ich male, desto mehr Kraft und Energie habe ich für alles, was danach kommt.“ Die Kunst und das Malen begleiten sie bereits seit ihrer Kindheit. Schon als Kind hat sie gerne am Küchentisch gesessen und gemalt. Noch mehr vertieft wurde diese Leidenschaft dann im Kunst-Leistungskurs in der Schule. „Ich hatte tolle Kunstlehrer, die mich dahin geführt und inspiriert haben. „Diese Inspiration überträgt die Künstlerin seither mit viel Passion meist auf die Leinwand, drückt ihre Gedanken und Ideen aber auch mit künstlerischen Skulpturen aus. Häufig sind es Momente und Situationen aus dem Alltag, die Christa Anneken motivieren und Assoziationen wecken, die ihr nicht mehr aus dem Kopf gehen. Oft ist es die Geschichte dahinter, die sie fasziniert und die sie dann mit ihren Bildern erzählen möchte.

Motive findet sie in ihrer Heimatstadt

Diese Geschichten stammen nicht selten aus ihrer Heimatstadt Friesoythe. „Ich lebe gerne hier und fühle mich mit meiner Heimat sehr stark verbunden.“ So finden sich auch viele Motive aus der Eisenstadt und der Umgebung in ihren Bildern wieder. „Unsere schöne Kirche, das alte Stadttor, aber auch die Soeste, die durch Friesoythe fließt, haben es mir angetan und geben mir immer wieder neue Impulse.“ Es ist aber nicht nur das Motiv, das Christa Anneken zu einem Bild werden lässt. Ihre Werke bekommen oft einen zusätzlichen Bezug zum Entstehungsort, indem sie Materialien wie Sand, Muschelstücke oder Moosfasern in ihre Arbeiten einbindet. „Beim Malen verwende ich dann auch das Wasser vom jeweiligen Gewässer, wie zum Beispiel aus der Soeste. Ich habe mir aber auch schon Wasser aus der Nordsee oder der Seine mitgebracht. Es macht ein Bild für mich noch authentischer und einzigartiger, wenn ich nicht nur das Motiv male, sondern die Farben mit dem jeweiligen Wasser aufbringe. So bleibt ein Rückstand dessen, was ich male.“

"Ich mag es, Zweideutigkeiten zu verbildlichen."Christa Anneken

Ihre Leidenschaft zur Kunst kann Christa Anneken auch in ihrem Beruf ausleben. Als Oberstudienrätin an der BBS Technik in Cloppenburg gibt sie ihr Wissen rund um die Kunst an die Schüler im Bereich Gestaltung und Technik weiter. Ihre Freizeit gehört neben ihrer Familie natürlich der Kunst. Wenn die Zeit es zulässt, findet man die leidenschaftliche Künstlerin in ihrem Atelier mit kleiner Galerie in der Burgstraße in Friesoythe, das sie sich mit Gerd Binder teilt. Hier kann man einige ihrer Werke bestaunen. So präsentiert sie derzeit Bilder ihrer Ausstellung „gut behütet“, die bereits vor einigen Jahren entstanden sind. Zu bewundern ist eine tolle Serie verschiedenster Bilder, die sich nicht nur mit der Kopfbedeckung beschäftigen, sondern auch Raum für Interpretation lassen. Die Werke machen deutlich, dass es auch um Schutz geht. „Sich und andere zu schützen ist seit anderthalb Jahren durch Corona in einen ganz anderen Fokus in der Gesellschaft getreten. Deshalb habe ich das Thema wieder aufgegriffen. Ich mag es, Zweideutigkeiten zu verbildlichen“, so die gebürtige 
Friesoytherin. Jedes Bild weckt Stimmungen, Emotionen und ruft unterschiedliche Reaktionen beim Betrachter hervor. 2011 hat Christa Anneken gemeinsam mit einigen anderen Künstlern den Kunstkreis als Teil des Kulturkreises Bösel ins Leben gerufen. Gemeinsam mit ihren Kunstfreunden organisiert sie regelmäßig Gemeinschafts-Ausstellungen. „Für die nächste Ausstellung beschäftigen wir uns aktuell mit dem Thema ‚Frei sein‘. Auch hier ist wieder viel Raum für die unterschiedlichsten Ideen und Interpretationen“.

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