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Mit Gitarre und Saxophon zum Bundeswettbewerb "Jugend musiziert"

Die Vechtaer Gunnar Kordes und Caroline Schulze gewinnen in ihrer jeweiligen Kategorie beim Landeswettbewerb des Musikförderwettbewerbes. Damit nehmen sie Ende Mai am Bundeswettbewerb teil.

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Gunnar Kordes begeistern an der Gitarre, die vielfältigen Ausdrucksmöglichkeiten. Foto: privat

Gunnar Kordes begeistern an der Gitarre, die vielfältigen Ausdrucksmöglichkeiten. Foto: privat

Gunnar Kordes (Gitarre) und Caroline Schulze (Saxophon) überzeugten jetzt mit ihrem musikalischen Vortrag die Jury beim Landeswettbewerb von „Jugend musiziert“. Beide errangen in ihrer jeweiligen Instrumentenkategorie den 1. Preis. Nun dürfen sie zum Bundeswettbewerb, der vom 20. bis 27. Mai in der Hansestadt Bremen und Bremerhaven stattfinden soll.

Klingt eigentlich ganz normal, doch normal war bei dem diesjährigen Wettbewerb bislang nicht viel. Aufgrund der grassierenden Corona-Pandemie und den daraus resultierenden Bestimmungen und Kontaktbeschränkungen, fand die Veranstaltung rein digital statt - also ohne Publikum, ohne gemeinsames musizieren, ohne Live-Auftritt und ohne Feedback durch die Jury.

„Ich bin froh, dass der Wettbewerb stattgefunden hat. Es ist schließlich sehr viel Arbeit in die Vorbereitung geflossen“Gunnar Kordes

„Ich bin froh, dass der Wettbewerb stattgefunden hat. Es ist schließlich sehr viel Arbeit in die Vorbereitung geflossen“, meinen sowohl Gunnar Kordes als auch Caroline Schulze. Die 18-Jährige ergänzt noch: „Natürlich macht man es eigentlich für sich, um zu reifen und um dazuzulernen. Der Wettbewerb ist da ein schöner Abschluss.“ Der Leiter der Kreismusikschule Rainer Wördemann unterstreicht ihre Aussage indem er sagt: „Gewonnen haben die Teilnehmer schon allein durch ihre tolle Vorbereitung.“ Die beiden Vechtaer Preisträger gehen an ihrem Gymnasium in denselben Musikleistungskurs, spielen seit der Grundschule ihr jeweiliges Instrument und werden an der Kreismusikschule unterrichtet. Für deren Leiter sind die zwei so etwas wie „Aushängeschilder“ der Schule.

Die Entscheidung „Jugend musiziert“ digital durchzuführen wurde Anfang Februar getroffen, berichtet der stellvertretende Leiter der Kreismusikschule Vechta, Fritze Winnacker. Konkret hatte dies zur Folge, das alle Regionalwettbewerbe der Altersgruppen III-VII in den Landeswettbewerb integriert wurden und die Teilnehmer ihre Beiträge auf Video aufzeichneten und der Jury anschließend zur Verfügung stellten. „Diese Aufnahmen mussten so gut sein, dass alle Töne des jeweiligen Instrumentes gut zu hören waren“, erläutert Fritze Winnacker, "gerade bei der Gitarre ist das bei den leisen Tönen gar nicht so einfach".

Diese Erfahrung machte auch Gunnar Kordes. Erst durch ein externes Mikrofon waren die leisen Töne seines Gitarrenspieles zu hören. Generell sei aber die Tonqualität bei Handyaufnahmen für eine Beurteilung gut genug, erklärt Fritze Winnacker, der seit gut einem Vierteljahr online unterrichtet und dabei diese Erfahrung gemacht hat.

Durch die Aufzeichnung weniger Lampenfieber

Ein Präsenzunterricht war zur Vorbereitung der Teilnehmer seit Ende 2020 nicht mehr möglich. Trotzdem wurde unter diesen erschwerten Bedingungen weiter geübt und aus der Ferne betreut. Gunnar Kordes und Caroline Schulze bedanken sich jedenfalls bei ihren Lehrern Gerhard Koch und Ralf Brenner für die Unterstützung und das tolle Engagement.

Caroline Schulze faszinieren der volle, warme Klang und die vielfältigen Ausdrucksmöglichkeiten des Saxophones. Foto: privatCaroline Schulze faszinieren der volle, warme Klang und die vielfältigen Ausdrucksmöglichkeiten des Saxophones. Foto: privat

Es sei ein „komisches Gefühl“ gewesen den Wettbewerbsbeitrag ganz alleine aufzuzeichnen, erzählt Gunnar Kordes. Caroline Schulze erging es ähnlich. Zwar empfand sie das Prozedere als entspannter, da sie durch die Aufzeichnung weniger Lampenfieber hatte, aber gleichzeitig sei es weniger atmosphärisch gewesen. Und so mobilisierte sie kurzerhand ihre Familie als unterstützendes Publikum. „Das gab noch einmal einen extra Motivationsschub“, meint Caroline Schulze.

„Ich finde der Austausch und das Musizieren mit anderen ist immer ein ganz besonderes und tolles Erlebnis und ich hoffe, dass das bald wieder möglich sein wird.“Caroline Schulze

„Zwei große Nachteile zum regulären Wettbewerb sind der Aufführungsrahmen und die fehlende Rückmeldung durch die Jury“, sagt Gunnar Kordes. „Dadurch wissen wir nicht, was wir jetzt bis zum Bundeswettbewerb verbessern sollten“, ergänzt Caroline Schulze und vermisst noch eine weitere Sache: „Ich finde der Austausch und das Musizieren mit anderen ist immer ein ganz besonderes und tolles Erlebnis und ich hoffe, dass das bald wieder möglich sein wird.“ Beide blicken mit Vorfreude auf den bevorstehenden Bundeswettbewerb, denn unabhängig vom Ergebnis sei die Teilnahme daran eine großartige Erfahrung. Rainer Wördemann sagt bereits jetzt: „Wir sind megastolz auf Euch!“


Die Ergebnisse der Musikschulen im Landkreis Vechta:

Kreismusikschule Vechta (Schüler und Lehrer):

Gitarre:

Maxim Bauer, Altersgruppe III, 19 Punkte, 2. Preis, Rita Klinkert

Quang Minh Bui, Altersgruppe III, 21 Punkte, 1. Preis, Gerhard Koch

Laura Höne, Altersgruppe IV, 19 Punkte, 2. Preis, Gerhard Koch

Niklas Fritsche, Altersgruppe IV, 19 Punkte, 2. Preis, Gerhard Koch

Theo Miranda Drescher, Altersgruppe IV, 18 Punkte, 2. Preis, Gerhard Koch

Armandas Kulikauskas, Altersgruppe IV, 20 Punkte, 2. Preis, Gerhard Koch

Nele Kellermann, Altersgruppe V, 20 Punkte, 2. Preis, Gerhard Koch

Gunnar Kordes, Altersgruppe VI, 23 Punkte, 1. Preis mit Weiterleitung zum Bundeswettbewerb, Gerhard Koch

Saxophon:

Caroline Schulze, Altersgruppe VI, 23 Punkte, 1. Preis mit Weiterleitung zum Bundeswettbewerb, Ralf Brenner

Musikschule Lohne:

Insgesamt erhielten 5 Schülerinnen und Schüler der Lohner Gitarrenlehrer Werner Bornhorst und Raphael Grotke die Weiterleitung zum Bundeswettbewerb: Elisabeth Wulfing, Linus Bruns, Rias Nazarenus, Lewe Steffens und Rosa Steffens.

Musikschule Romberg, Dinklage:

Gitarre:

Malte Schmiegelt, Alterklasse III, 20 Punkte, 2. Preis

Musikschule Neuenkirchen-Vörden:

Nimmt erst später mit ihrem Schlagzeugensemble am Wettbewerb teil. Die Bewertung in dieser Kategorie soll am 3. und 4. Juli 2021 nachgeholt werden. 

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