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Mit einer Mark zwanzig auf die Kirmes

Die Autorin Maria Meyer lässt in ihren Büchern die Vergangenheit lebendig werden. Nun hat sie mit „Oma und Jule in der guten Stube“ ihren 4. Band veröffentlicht.

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Mit Oma und Jule durch das Jahr: Maria Meyer hat ein neues Buch geschrieben. Foto: privat

Mit Oma und Jule durch das Jahr: Maria Meyer hat ein neues Buch geschrieben. Foto: privat

Die gebürtige Warnstedterin Maria Meyer hat einen neuen Band ihrer Jule-Geschichten veröffentlicht. „Oma und Jule in der guten Stube“ ist ein Jahreslesebuch, das sich vor allem an Seniorinnen und Senioren richtet.

Mit ihrer Geschichtensammlung „Oma und Jule oder ein Löwe auf dem Skateboard“ war Maria Meyer, die in Damme wohnt, 2016 erstmals als Autorin bekannt geworden. Es folgten die Bücher „Neues von Oma und Jule“ und „Omas Schatztruhe“. Die ehemalige Schulleiterin beschreibt darin gemeinsame Erlebnisse mit ihrer Enkelin Jule und nimmt sie und zugleich ihre Leser mit in ihre eigene Kindheit und Jugend auf dem Lande.

Maria Meyer nutzt Pandemie-Zeit zum Schreiben 

Die Pandemie habe sie vor allem zum Schreiben genutzt, sagt die 79-Jährige. 24 Jule-Geschichten sind so entstanden. Um sie herum hat Maria Meyer weitere Liedtexte, Gedichte und Aphorismen angeordnet, die sich vor allem mit den Jahreszeiten beschäftigen. Dabei taucht die Autorin wieder in die eigene Vergangenheit ein, beschreibt etwa ihre Gefühle, mit 14 Jahren erstmals Perlonstrümpfe tragen zu dürfen und ihre Vorfreude, als sie sich mit ihrem Reichtum von einer D-Mark und 20 Pfennig auf den Weg zur Kirmes macht. Zu jedem Monat finden die Leser ein passendes Gedicht, Volkslieder zum Mitsingen, Sprichwörter und Bauernregeln sowie Witze und Rätsel. Illustriert wurde das Buch erneut von Anna Göttke-Krogmann.

Auf die Idee eines Jahresbuches sei sie nach einem Besuch im Dammer Krankenhaus gekommen, sagt Meyer. Vor Corona kam sie dort regelmäßig mit einem Bücherwagen vorbei. „Die Patienten haben immer wieder nach kurzen und interessanten Texten in Großdruck gefragt“, sagt sie. „Nach einem Buch, das man zur Seite legen und jederzeit wieder in die Hand nehmen kann.“ Gesagt getan.

Die Autorin stöberte in alten Heimatblättern, Lieder- und Lesebüchern, um möglichst viele passende Texte ans Licht zu heben. Immer wieder hatte sie die Qual der Wahl. Schließlich war das Werk nach langer Vorarbeit von 8 Monaten fertig. Da einige Texte auch in Einfacher Sprache gehalten sind, ist das Buch eine Fundgrube für Altenpflegerinnen. Einladungen zu Lesungen im Umkreis von ungefähr 50 Kilometern nimmt die Autorin gern an.

  • Info: „Oma und Jule in der guten Stube", 272 Seiten, in Großdruck, Preis 12,99 Euro. Das Buch ist in den Buchhandlungen der Landkreise Cloppenburg und Vechta zu haben und auch als E-Book und bei der Autorin selbst erhältlich unter maria.meyer41@googlemail.com.

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