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„Mein Gefühl für Heimat prägte mein Handeln“

Antonius Heckmann ist Georgsritter. 40 Porträts, 40 Gedanken zur Heimat, das ist die Idee der OV-Serie Heimat.Los.

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Der 76-jährige Antonius Heckmann aus Vechta erzählt, was für ihn Heimat bedeutet:

„Heimat ist für mich der Ort, an dem ich lebe, an dem meine Familie lebt, meine Kinder und Enkel nach Hause kommen, wo ich Plattdeutsch reden kann, wo ich durch freiwillige und berufliche Verpflichtungen eingebunden bin. Der Begriff Heimat bedeutet für mich mehrere Orte, denen ich mich stark verbunden fühle. Das gilt für meinen Geburtsort Elmelage, für die Pfarrkirche in Bakum, das Familiengrab meiner Eltern und Geschwister und für die Stadt Vechta, in der ich seit 1963 lebe und arbeite.

Auch im Berufsleben prägte mein Gefühl für die Heimat mein Handeln. In meiner letzten Beiratssitzung als Regionaldirektor der AOK Vechta und des Beirats der AOK Cloppenburg war es für mich wichtig, dass die fusionierte AOK den Namen „AOK Oldenburger Münsterland“ erhielt.

Aus meiner Verbundenheit mit der katholischen Kirche heraus bin ich 1978 Georgsritter geworden. Der Georgsverein wurde 1893 gegründet und ist ein rein kirchlicher Männerverein, der nur Aufgaben übernimmt, wenn dies, so die Satzung von 1893, vom Herrn Pfarrer – heute der Propst – gewünscht wird. Die Tradition des St. Georgsvereins, freiwillig zur Hebung des kirchlichen Lebens und zur Würdigung und feierlichen Abhaltung des Gottesdienstes nach Kräften beizutragen, ist wohl einmalig und nur mit meiner Pfarrkirche in Vechta verbunden.

Georgsritter in Vechta zu sein, bedeutet, sich mit dem Tun und Denken unserer Väter zu identifizieren und dieses der heutigen Zeit angepasst weiter zu leben. So bin ich seit mehr als 15 Jahren Vorsitzender der Georgsritter. Bei vielen kirchlichen Veranstaltungen, insbesondere bei der jährlichen Himmelfahrtsprozession, die aus Anlass der Dankbarkeit über den Abzug der Schweden aus Vechta im Dreißigjährigen Krieg stattfindet, nehme ich im Festanzug mit Zweispitz teil. Mit dem Allerheiligsten durch geschmückte Straßen mit vielen Bannern zu gehen, mit der Gemeinde singend und betend durch Vechta zu den vier Altären zu ziehen und abschließend in der Propsteikirche „Großer Gott wir loben Dich“ zu singen, ist tief bewegend und gibt ein starkes Gefühl von Glauben und Heimat.“

Fakten

  • Das Projekt Heimat.Los der Oldenburgischen Volkszeitung und der Katholischen Akademie Stapelfeld wird von den Volksbanken, den HGVs Vechta/Damme und der Firma Cewe unterstützt.

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