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Martin von den Driesch zeigt den Dümmer aus luftigen Höhen

Der gebürtige Dammer sieht den See anders als die meisten Besucher – von oben. Im Museum in Lembruch stellte er jetzt seine mit Drohne erstellten Fotos aus.

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Andere Ansichten: Martin von den Driesch stellt im Dümmer-Museum Fotografien aus. Foto: Röttgers

Andere Ansichten: Martin von den Driesch stellt im Dümmer-Museum Fotografien aus. Foto: Röttgers

Zu einem Sich-Zeitnehmen beim „Augenschmaus“ lud die Leiterin des Dümmer-Museums in Lembruch, Sabine Hacke, anlässlich der Ausstellungseröffnung „Perspektivwechsel – Rund um den Dümmer“ mit Drohnenfotografien von Martin von den Driesch ein. Der gebürtige Dammer zeigt 36 seiner Werke – allesamt aus mehr oder minder luftigen Höhen aufgenommen.

„Einfach mal die Welt mit anderen Augen sehen, die Dinge aus einem anderen Blickwinkel betrachten“: Das ist die Idee des Fotografen und Filmemachers. Er habe inmitten der Pandemiezeit „ein neues Thema für sich“ entdeckt, wie er den Besucherinnen und Besuchern seiner Vernissage mitteilte.

In der Sonderausstellung im Dümmer-Museum seien „Werke voller Gegensätze“ zu betrachten, sagte Sabine Hacke. Das Themenspektrum reiche von Sommer bis Winter und von Morgen- bis hin zur Abenddämmerung. In von den Drieschs Werken mache sich bemerkbar, dass er am Dümmer aufgewachsen sei, da eine „gewisse Vertrautheit in seinen Bildern zum Ausdruck kommt, wie sie nur Einheimische entdecken können“. Ein Teil der Fotografien sei sogar geografisch vom östlichsten Bild des Stemweder Berges bis zum westlichsten Motiv des Brückenrestaurants Dammer Berge über der Autobahn geordnet.

Bekannte Landschaften werden durch Perspektive fremd

„Die gezeigten Fotoarbeiten verbinden mit ihrer Präsentation eine hohe Ästhetik mit der naturalistischen Wiedergabe von Natur und Landschaft“, sagte Sabine Hacke weiter. Dadurch wirkten Farben, Natur oder Gebäude oft in „einer unerwarteten Zwei- oder sogar Dreidimensionalität“.

Eine weitere interessante Komponente komme durch die Aufnahme per Drohne hinzu: Die mit der Landschaft und Region vertrauten Betrachter erführen ihnen Bekanntes und Vertrautes durch die veränderte Perspektive auf einmal als fremd. „Aber schon nach kurzer Zeit des Innehaltens wechselt diese Fremdheit wieder zu Vertrautem. Es wohnt der Realität ein hohes Maß an Kunst inne, betonte die Museumsleiterin. Wenn mal die Perspektive zur Betrachtung gewechselt werde“, betonte die Museumsleiterin. Von den Driesch selbst, der rund 23 Jahre im Ausland tätig war, darunter 13 in Russland, sagte über seine Arbeit, dass der „Perspektivwechsel“ für ihn in doppelter Hinsicht spannend sei: „Zum einen erlaubt er mir, meine Heimatregion neu zu entdecken, zum anderen bietet er durch die ganz andere Herangehensweise als bei einer klassischen Fotografie eine spannende Erweiterung zu meiner Tätigkeit am Boden.“

Zur Ausstellung ist auch ein Katalog mit allen 36 Fotografien erschienen. Der besondere Clou: Darin enthalten sind alle Koordinaten und Daten des Drohnenfluges.


  • Info: Die Ausstellung "Perspektivwechsel – Rund um den Dümmer" ist zum 14. August während der Öffnungszeiten des Dümmer Museums, dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr, zu sehen.

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