Das Nachrichtenportal vonMünsterländische Tageszeitung MT undOldenburgische Volkszeitung OV

Lob und Dank: Nachtmusik feiert besonderes Jubiläum

Zum 75. Mal lädt Kirchenmusiker Dr. Gabriel Isenberg im Rahmen dieser Konzertreihe in den Dammer St.-Viktor-Dom. Beginn ist am Dienstag um 20.15 Uhr.

Artikel teilen:
Große Vorfreude: Zum 75. Mal spielt Dr. Gabriel Isenberg am Dienstag ein Konzert im Rahmen der Nachtmusik.  Foto: Lammert

Große Vorfreude: Zum 75. Mal spielt Dr. Gabriel Isenberg am Dienstag ein Konzert im Rahmen der Nachtmusik.  Foto: Lammert

Die Geschichte dieses kulturellen Kleinods in Damme begann am 1. April 2009. An dem Mittwoch lud Dr. Gabriel Isenberg, Kirchenmusiker der katholischen St.-Viktor-Pfarrgemeinde, zur ersten Nachtmusik. Sie drehte sich thematisch um die Fastenzeit.

"Das Erntedankfest, das wir in diesen Tagen feiern, ist Anlass dafür, Gott auch musikalisch zu loben und ihm zu danken."Dr. Gabirel Isenberg, Kirchenmusiker

Am Dienstag (6. Oktober) feiert der Kirchenmusiker mit der Nachtmusik Jubiläum: Die 75. Veranstaltung beginnt um 20.15 Uhr und trägt den Titel „Lob und Dank“. Der ist dem Jubiläum angemessen, bezieht sich aber tatsächlich auf den Erntedank. „Das Erntedankfest, das wir in diesen Tagen feiern, ist Anlass dafür, Gott auch musikalisch zu loben und ihm zu danken“, sagte der Kirchenmusiker.

Dr. Isenberg wird auf der Orgel spielen Max Regers „Te Deum“ op. 59 Nr. 12, Johann Sebastian Bach „Allein Gott in der Höh sei Ehr“ BWV 663, Sigfrid Karg-Elerts Marche triomphale „Nun danket alle Gott“ op. 65 Nr. 59, Max Drischners Choralfantasie „Lobe den Herren“ und Klaas J. Mulders Fantasie „Großer Gott, wir loben dich“.

Und wie ist die Nachtmusik entstanden? Bevor er nach Damme gekommen sei, habe er schon an etlichen Konzertreihen mitgewirkt, so in Düsseldorf an der „Marktmusik“ zu den Markttagen, antwortet Dr. Isenberg.

Nachtmusiken gibt drei bis vier Mal pro Halbjahr

In Damme habe er den Wunsch gehabt, ebenfalls eine solche Reihe zu etablieren. Anfangs fanden die Nachtmusiken mittwochs statt. Später folgte der Wechsel auf den Dienstag, weil es damals der einzige Tag ohne Abendmesse in der St.-Viktor-Kirche war.

Drei bis vier Mal pro Halbjahr lädt der Organist zur Nachtmusik. Nicht nur, aber meistens in den St.-Viktor-Dom. Eigentlich sollte die 75. Veranstaltung zusammen mit dem von ihm gegründeten Projekt-Chor „Capella Vocale“ und dem Orchester „pro musica“ aus Osnabrück im Mai stattfinden. Wegen Corona fiel das aus. Es werde vielleicht nächstes Jahr nachgeholt, sagt Dr. Isenberg, dem es nicht an Themen für die Nachtmusiken mangelt.

Manche Programme seien schnell zusammengestellt, andere brauchten etwas länger. Die für November und Dezember stehen bereits. Weitere hat der Organist zum Teil vorgeplant. Vorgesehen ist, einmal im Jahr eine Nachtmusik mit der Truhenorgel außerhalb der Dammer Kirche anzubieten.

Nachtmusik mit Songs von Queen ist besonders in Erinenrung geblieben

Zum Jubiläum ist aber nicht nur ein Blick in die Zukunft erlaubt. Rückblickend bezeichnet der Organist als eine der besondere Nachtmusiken die am 27. August 2019 mit Liedern der englischen Rockband Queen.

Auch die die Nachtmusik Ende 2105 mit dem Titel „Gregorianisches Pater noster“ ist ihm tief in der Erinnerung geblieben. Seinerzeit sangen die Benediktiner zum Abschied von Damme Gregorianische Gesänge, und er improvisierte auf der Orgel.

Besonders war auch 74. Nachtmusik. Denn sie war die erste, die im Livestream zu sehen war. Das soll bei den nächsten Nachtmusiken so bleiben. Ebenfalls bleibt, dass die Spenden der Konzertbesucher für die Kirchenmusik bestimmt sind.

Hier klicken und om-online zum Start-Bildschirm hinzufügen

Lob und Dank: Nachtmusik feiert besonderes Jubiläum - OM online