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„Lieblinge der Frauen“ setzen komödiantische Akzente

Drei Tenöre und eine Pianistin präsentieren im Rathaus Visbek ein emotionales und kurzweiliges Programm.

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Mal gefühlvoll und weich, dann wieder kraftvoll ansteigend: Die Opernsänger Michael Kurz, Stefan Lex und Giovanni da Silva zogen das Publikum in ihren Bann. Fotos: Gebert-Fischer

Mal gefühlvoll und weich, dann wieder kraftvoll ansteigend: Die Opernsänger Michael Kurz, Stefan Lex und Giovanni da Silva zogen das Publikum in ihren Bann. Fotos: Gebert-Fischer

„Ein Lied geht um die Welt“ von Hans May bildete den Auftakt für ein Konzert im Visbeker Rathaus, das den Besuchern wohl noch lange in Erinnerung bleiben wird. Immerhin zollten sie den drei Tenören und der Pianistin am Ende und zwischendurch mit einem donnernden Applaus ihren Tribut. Geboten wurden von den Opernsängern Stefan Lex, Michael Kurz und Giovanni da Silva ein abwechslungsreiches und leidenschaftlich vorgetragenes Programm aus der Welt von Oper, Operette und Musicals, wobei das Thema Liebe mit viel Herz-Schmerz und Lebensfreude einen Schwerpunkt einnahm.

Durch diese Hinwendung hat sich das Trio als „Lieblinge der Damen“ einen Namen gemacht. So fehlten weder „Dein ist mein ganzes Herz“ (Franz Lehár) noch „La donna e mobile“ (Giuseppe Verdi) oder „Ob blond, ob braun, ich liebe alle Frau’n“ (Robert Stolz). Zu den Highlights zählte aber auch Funiculi-Funicula von anno 1880 aus der Feder von Peppino Turco und Luigi Denza. Alle drei Tenöre traten als Solisten auf, sangen aber auch gemeinsam. Gerade dann verbanden sich die unterschiedlichen Klangfarben der drei Opernsänger zu einer Harmonie, die mal gefühlvoll weich und dann wieder kraftvoll steigernd das Publikum in den Bann zog. Gekrönt wurde die Vorstellung von zwei Solostücken der preisgekrönten Pianistin Sigrid Althoff, Ehefrau von Stefan Lex.

Zu den Höhepunkten zählten aber auch die komödiantischen Darbietungen, die von Anfang an für viel Gelächter sorgten, denn Lex als Conférencier verstand es, das Publikum mit seinem Charme und heiteren Geschichten einzubinden, kniete während einer Liebesarie auch schon mal schmachtend vor den Zuschauerinnen und betonte: „Wir drei sind sehr unterschiedlich, aber wir lieben die Musik, die gleiche Frau, nämlich meine, und hatten den gleichen Professor.“ So erfuhren die Besucher, dass Kurz ursprünglich ein Kfz- Meister war, der während der Arbeit gerne vor sich hin trällerte und so von eben jenem Professor entdeckt worden war. Da Silva wiederum hatte beim Auftritt die obligatorischen Lackschuhe vergessen. So mussten noch schnell welche besorgt werden und die Zuschauer erfuhren, dass er Größe 43 trug. Viel zu schnell wurde schließlich das letzte Stück angekündigt.

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