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Landkreis Cloppenburg soll Gehlenberger Sägerei-Museum unterstützen

Der Kreistagsausschuss stimmt einer jährlichen Förderung von 24.000 Euro zu. Auch die Stadt Friesoythe soll sich an der Finanzierung beteiligen.

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Wie früher: Der Gehlenberger Hans Meyer demonstriert die Arbeit an einer alten Kreissäge. Foto: Stix

Wie früher: Der Gehlenberger Hans Meyer demonstriert die Arbeit an einer alten Kreissäge. Foto: Stix

Zwar sahen die Mitglieder der CDU-Fraktion im Ausschuss für Kultur und Freizeit des Landkreises Cloppenburg das Merkmal der regionalen Strahlkraft beim Sägerei-Museum Gehlenberg noch nicht ganz erfüllt. Trotzdem genieße der Schwerpunkt der Holzbearbeitung ein Alleinstellungsmerkmal im Landkreis Cloppenburg, so dass eine Unterstützung von 2.000 Euro im Monat drei Jahre lang gewährt werden könne. Auch die Mitglieder der anderen Fraktionen schlossen sich dieser Ansicht an.

Bereits 2019 hatte der Heimatverein Gehlenberg-Neuvrees-Neulorup und die Dorfgemeinschaft Gehlenberg einen Antrag auf institutionelle Förderung für das Sägerei-Museum Gehlenberg im Kulturzentrum Mühlenberg gestellt. Die Vereine beantragten eine Förderung in Höhe von 2000 Euro in Anlehnung an die bereits gewährten Zuschüsse für das Postgeschichtliche Museum in Friesoythe und das Kinotechnische Museum in Löningen. Dieser Antrag war aber am 7. Juli 2020 vom Kreistag mehrheitlich abgelehnt worden.

Inzwischen hat die Initiative ihr Sägerei-Museum allerdings erheblich erweitert. Durch den Neubau einer alten Schmiede und der damit verbundenen Auslagerung der Schmiedeausstellung wurde der frei werdende Platz in der Sägerei genutzt, um viele historische Maschinen zu installieren, die alle funktionsfähig sind. Damit wurde der Schwerpunkt des Kulturzentrums noch mehr auf die Holzbearbeitung gelegt. Für den Landkreis kommt damit eine grundsätzliche Förderung in Betracht, wenn die jeweilige Einrichtung sowohl hinsichtlich ihres Angebotes als auch hinsichtlich der konzeptionellen Ausrichtung über ein Alleinstellungsmerkmal und damit über eine regionale und oder auch überregionale Ausstrahlungswirkung sowie über ein hohes Potenzial einer überregionalen Wahrnehmung verfügt. Daraufhin stellten die Gehlenberger in diesem Jahr einen erneuten Antrag. Auch die Stadt Friesoythe als Sitzgemeinde muss sich mit 50 Prozent der Kreisförderung beteiligen.

Förderung soll auch Anerkennung für Engagement sein

Auch wenn das museumspädagogische Konzept und die Präsentation der Ausstellungsstücke noch zu verbessern sei, sieht die CDU Potenziale, sich von anderen Dorf- und Heimatmuseen abzugrenzen und zu einem Museum mit Alleinstellungsmerkmal und überregionaler Strahlkraft zu werden, heißt es im CDU-Antrag.

Zur dauerhaften Unterstützung des Sägerei-Museums im Kulturzentrum Mühlenberg solle dem Heimatverein Gehlenberg-Neuvrees-Neulorup und den Verein Dorfgemeinschaft Gehlenberg gemeinsam deshalb eine sogenannte institutionelle Förderung in Höhe 2.000 Euro monatlich gewährt werden. „Hier wird das große ehrenamtliche Engagement belohnt“, kommentierte Kreistagsmitglied Wilhelm Bohnenstengel.

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