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Kunstverein Kaponier präsentiert "Zartheit und Stärke"

Nach 2 Jahren der Planung kann die Ausstellung im Kaponier präsentiert werden. Insgesamt drei Künstlerinnen stellen ab Freitag (10. Juni) aus.

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Installieren die Ausstellung: Zwei der insgesamt drei ausstellenden Künstlerinnen, (von links) Andrea Imwiehe und Silke Morhoff, sowie der Vorsitzende des Kunstvereins Kaponier, Dr. Stephan Siemer, besprechen den Aufbau. Foto: Nath

Installieren die Ausstellung: Zwei der insgesamt drei ausstellenden Künstlerinnen, (von links) Andrea Imwiehe und Silke Morhoff, sowie der Vorsitzende des Kunstvereins Kaponier, Dr. Stephan Siemer, besprechen den Aufbau. Foto: Nath

Der Kunstverein kann in seinen Räumen wieder eine Premiere feiern. Die am Freitag (10. Juni) beginnende Ausstellung trägt den Titel „Zartheit und Stärke“, teilt der Verein mit. Die Einführungsrede wird Jürgen Weichardt aus Oldenburg halten. 2020 und 2021 musste diese Ausstellung wegen der Pandemie ausfallen. Auch die Vernissage am Freitag um 20 Uhr soll nun aber wie geplant ablaufen.

Die ausstellenden Künstlerinnen Silke Mohrhoff, Sarah Hillebrecht und Andrea Imwiehe sind seit 2013 in mehreren kuratierten Gruppenausstellungen gemeinsam vertreten und könnten so laut Mitteilung immer wieder neu erleben, wie ihre Arbeiten aufeinander Bezug nehmen, eine gemeinsame Raumwirkung entfalten und sich thematisch ergänzen. Das Thema der ausgestellten Arbeiten sei der Mensch im ganzen Spektrum seiner Verletzlichkeit, seiner Gefühle und Erinnerungen.

Die ausgestellten Figuren überschreiten Grenzen

Sarah Hillebrecht stellt als Bildhauerin den Menschen mit den zeitgenössischen Bedingungen seiner Existenz in den Vordergrund, heißt es in der Mitteilung. Hierbei überschreite sie die Grenzen der klassischen Bildhauerei, indem sie als Performancekünstlerin sowohl mit ihren Figuren als auch mit dem Raum interagiere. Die Künstlerin kommt aus Delmenhorst und lebt in Bremen. Dort hat sie ein Studium der Künste mit einem Diplom in integriertem Design abgeschlossen.

Auch die Figuren von Silke Mohrhoff überschreiten Grenzen: zwischen Mensch- und Tierwelt, Traum und Realität. Ihre fragmentierten Figuren würden so zu einem Zeichen der Verletzlichkeit des Menschen, teilt der Kunstverein mit. Auch sie lebt in Bremen, gebürtig kommt sie aus Minden. Sie studierte Kunst und Kunstpädagogik mit dem Schwerpunkt Bildhauerei.

In den Serien geht es um Erinnern und Vergessen

In den Arbeiten der Malerin Andrea Imwiehe verschmelzen Realität und Fiktion. In den Serien der Künstlerin gehe es um Erinnern und Vergessen. Zurückgekehrt an Orte der Kindheit – allesamt von Industrie und Bergbau geprägt – verschmilzt in den Arbeiten laut Kunstverein Jetztzeit mit Vergangenem. Die in Peine geborene Künstlerin lebt und arbeitet in Berlin. Bis 1996 studierte sie Freie Kunst, danach Kunsttherapie und -pädagogik.

Das verbindende Element aller Arbeiten in Vechta sei der kritische Umgang mit Schönheit und Perfektion und den sich daraus ergebenden Fragestellungen: Ist Schönheit immer auch Unversehrtheit? Kann gerade der offensichtliche Makel etwas sein, das anrührt? Auf dieser Ebene hinterfragen die gemalten Industrielandschaften, Skulpturen und Wandobjekte gesellschaftliche Konventionen, Werte, blinde Flecken und Tabus.

  • Info: Die Ausstellung ist vom 10. Juni bis 3. Juli im Kaponier, Große Straße 47a, in Vechta zu sehen. Die Öffnungszeiten sind dienstags, mittwochs und freitags, jeweils von 16 bis 18 Uhr, donnerstags von 18 bis 20 Uhr sowie samstags, sonntags und feiertags von 11 bis 13, sonntags und feiertags auch von 15 bis 18 Uhr.

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