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Künstlerin öffnet ihre Werkstatt

Besucher sind am Samstag und Sonntag, 19. und 20. September, jeweils von 11 bis 18 Uhr bei Magdalene Brahms willkommen. Beim Rundgang gelten die Corona-Hygieneregeln.

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Skulptur trifft Poesie: Künstlerin Magdalene Brahms modelliert Figuren und Behausungen aus lyrischen Texten heraus.   Foto: Hermes

Skulptur trifft Poesie: Künstlerin Magdalene Brahms modelliert Figuren und Behausungen aus lyrischen Texten heraus.   Foto: Hermes

Ihre Kunst zeigt Magdalene Brahms am kommenden Wochenende im Rahmen der Aktion „Offene Arteliers“. Die zweitägige Veranstaltung findet an verschiedenen Orten von Cloppenburg bis Wilhelmshaven und von Bad Zwischenahn bis Delmenhorst statt.

„Die Besucher können dann durch meine Werkstatt und den Garten spazieren und sich die Werke anschauen“, erklärt Brahms, die bereits zum dritten Mal zu sich nach Hause in die Rosengärten 18 einlädt. Zuvor hatte sie unter anderem während der Aktion bei befreundeten Künstlern ausgestellt.

„Viele hauptberufliche und freischaffende Künstler haben gezittert, ob es in diesem Jahr überhaupt stattfinden kann“, sagt Brahms. Die Branche sei wie andere auch extrem getroffen durch die Corona-Pandemie. „Es gab keine Ausstellungen und auch Workshops durften ja nicht veranstaltet werden.“

„Viele haben gezittert, ob es in diesem Jahr überhaupt stattfinden kann“
Magdalene Brahms, Künstlerin

Sie selbst widmet sich seit 1999 noch intensiver der Kunst, ihr Mann habe durch die Anmeldung bei einem Wettbewerb quasi den letzten Schubser gegeben. Das Interesse war schon immer groß, als Lehrerin unterrichtete sie neben Sport schon gerne Kunst.

Die Kenntnisse aus dem Kunststudium hat sie in Kursen und Workshops stetig weiterentwickelt. Nach einer ersten Ausstellung meldete sich schließlich auch die Vorsitzende des Bundes Bildender Künstler und Künstlerinnen, zu dem Brahms auch heute noch gehört. Die Cloppenburgerin schätzt die Kontakte in der Branche: „Man hat viele neue Freunde gefunden.“ Es gibt regelmäßige Treffen, die Teilnehmer inspirieren sich gegenseitig. „Manchmal ist man auch verbohrt bei den eigenen Dingen und bekommt so einen anderen Blickwinkel“, erzählt Brahms.

Sie probiere dabei immer wieder gerne neue Dinge aus, so seien für die Zukunft auch Portraitköpfe angedacht. Zurzeit präsentiert sie unter anderem einige Kunstwerke aus Terrakotta oder Stein in Verbindung mit Lyrik. Sie nimmt Texte von Kästner, Tucholsky, Schiller oder vielen anderen und modelliert danach ihre Skulpturen. „Dabei taucht figürlich die Gestalt des Menschen immer wieder auf, so wie ich sie in den Texten sehe“, erzählt die Künstlerin. Dabei spricht sie auch gesellschaftliche Themen an. Wichtig sind ihr zum Beispiel der Umgang mit der Natur oder die Wertschätzung von Tieren.

Bernd Standhardt als Gast in Cloppenburg

Ausgestellt hatte sie einige ihrer Werke Anfang des Jahres auf Sylt. „Das war toll. Die Besucher haben sich mit den Texten beschäftigt und wir hatten super Gespräche“, so Brahms. Sie freue sich auch, wenn sie später Bilder ihrer Werke bekommt. „Dann weiß man auch, wo die stehen. Das ist schön zu sehen“, sagt sie und lacht.

Am Wochenende bekommen die Besucher unter anderem Skulpturen in Verbindung mit Texten von Poetry-Slammerin Julia Engelmann zu sehen. Als Gast wird außerdem der befreundete Künstler Bernd Standhardt vor Ort sein, der Steintürmchen zeigt und bei Bedarf Mini-Lesungen anbietet.

  • Info: Ebenfalls aus Cloppenburg beteiligt sich Bärbel Hische. Weitere Informationen zu der Aktion gibt es im Internet unter www.offene-arteliers.de.

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