Das Nachrichtenportal vonMünsterländische Tageszeitung MT undOldenburgische Volkszeitung OV

Kunstfreunde tasten sich langsam wieder an die Kultur heran

Zehn Besucher gab es in der Cloppenburger Kunsthalle am Samstag. Sonntag waren es doppelt so viele.

Artikel teilen:
Museumsbesuch mit Mundschutz: Kunstfreunde hatten am Wochenende erstmals wegen der Corona-Pandemie und der damit verbundenen Zwangsschließung wieder die Cloppenburger Kunsthalle besuchen dürfen. Dr. Martin Feltes (Foto) zeigte sich zufrieden mit der verhaltenen Resonanz. Foto: Andreas Heidkamp  <br>

Museumsbesuch mit Mundschutz: Kunstfreunde hatten am Wochenende erstmals wegen der Corona-Pandemie und der damit verbundenen Zwangsschließung wieder die Cloppenburger Kunsthalle besuchen dürfen. Dr. Martin Feltes (Foto) zeigte sich zufrieden mit der verhaltenen Resonanz. Foto: Andreas Heidkamp

Am Samstag kamen zehn Besucher, am Sonntag waren es immerhin doppelt so viele, um die am 23. Februar eröffnete Ausstellung „Eden Zwo Labor“ von Barbara Schmitz-Becker ein letztes Mal in der Cloppenburger Kunsthalle zu sehen. Viel Gelegenheit dazu hatten Kunstfreunde zuvor allerdings nicht, denn kurz nach der Eröffnung der Ausstellung wurden die Museen geschlossen.

Weil der Besuch von Museen und Galerien jetzt wieder erlaubt ist, öffnete die Kunsthalle im Kulturbahnhof am Wochenende nach siebenwöchiger Corona- Pause wieder ihre Tore. Einen Besucheransturm gab es dabei zwar nicht, aber damit hatte der Vorsitzende des Cloppenburger Kunstkreises, Dr. Martin Feltes, auch nicht gerechnet. „Wir haben uns nach der langen Zeit einfach eine neue Lust auf ein Kunsterlebnis erhofft“, erklärte Feltes, der sich trotz allem zufrieden mit dem Besuch zeigte. „Das sommerliche Wetter hielt sicher einige von einem Besuch in der Kunsthalle ab. Aber es zeigt doch, dass die Kunst in Cloppenburg ihre Freunde hat“, so Dr. Feltes. Es sei noch sehr schmerzhaft mitzuerleben, wie das Virus das ganze Leben auf den Kopf stellt. „Ich bedauere die Künstler, die zum größten Teil von Ausstellungen leben und ihr Leben durch die Verkäufe von Objekten finanzieren“, meint der Vorsitzende im Gespräch mit dieser Zeitung.

Nachholtermin für „Formen und Fügen“ wird diskutiert

Verlegt werden musste die ursprünglich für den 19. April bis 24. Mai geplante Ausstellung „Formen und Fügen“ mit Stahlplastiken von Hans Leo Simons. „Wir werden am Mittwoch in der Vorstandssitzung überlegen, wann wir die Ausstellung nachholen. Das größte Problem ist einfach die Planungsunsicherheit“, beschreibt Dr. Feltes das Dilemma.

Ob die für den 12. Juli bis 16. August geplante Ausstellung „Drucksache“ mit Arbeiten von Pia E. Van Nuland gezeigt werden kann, hängt von der weiteren Entwicklung des Coronavirus und damit verbundenen möglichen Einschränkungen des Alltags ab. Die niederländische Künstlerin arbeitet in der alten Technik des Hochdrucks, wobei sie das junge Verfahren des Linolschnitts gewählt hat. Bevorzugte Themen bei ihr sind die Natur sowie menschliche Alltagssituationen.

Sie wollen nichts verpassen, worüber das Oldenburger Münsterland spricht? Dann abonnieren Sie jetzt unseren Newsletter „Moin, OM!“. Er fasst für Sie das Wichtigste für den Tag auf einen Blick zusammen – immer montags bis freitags zum Start in den Tag.  Hier geht es zur Anmeldung

Das könnte Sie auch interessieren

Hier klicken und om-online zum Start-Bildschirm hinzufügen

Kunstfreunde tasten sich langsam wieder an die Kultur heran - OM online